Original von freeminder
Hallo SalonHelga,
ich schaue auch immer wieder interessiert darauf, ob Butler auf diese Problematik eingeht: Daß er das nicht tut, kann ich mir momentan nur so erklären:
Eine Recherche über die tatsächliche Silberdeckung von Silberkonten dritter, also z.B. bei Investmentbanken, dürfte unmöglich sein. Wenn der ETF seine Kundeneinlagen in Silberkonten und ähnlichen Konstrukten investiert hat (und davon ist zumindest teilweise auszugehen), dann weiß auch der ETF-Manager nicht, inwieweit die jeweilige Bank das Silberkonto wirklich mit zusätzlichen physischen Käufen unterlegt hat. Das könnten minimal 10% sein oder auch 100%, was weniger wahrscheinlich ist. Die restliche Deckung käme durch schon vorher vorhandenes Silber im Eigentum der Banken oder deren anderen Kunden zustände; also keine wirkliche Deckung, aber eine gesetzlich ausreichende. Da Herr Butler sicherlich auch weiß, inwieweit die beteiligten "Dritten" als Partner des ETF Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich der wirklichen Deckung eines SIlberkontos haben, wird er nicht mal schätzen können, ob und wie intensiv davon Gebrauch gemacht wird. Dann ist es sicherlich nicht dumm, über nicht mal ansatzweise verifizierbare Ausgestaltungen zu spekulieren und stattdessen vom "best case" einer hundertprozentigen Hinterlegung von phys. Silber auszugehen.
Also kurz gefaßt: Auch wenn Ted Butler gerne über Zusammenhänge spekuliert, achtet er doch auf eine durch Fakten und Indizien untermauerte Argumentationskette. Im Fall der möglicherweise nicht vollkommen gedeckten Silberanlagen des ETF gibt es diese Fakten oder Indizien aber nicht, so daß er auch nicht darüber spekuliert...
Soweit mein Erklärungsversuch, der zutreffen könnte oder auch nicht ....:)
Gruß
freeminder