Beiträge von Theo

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    Auf der anderen Seite kann man die niedrigen Zinssätze derzeit auch nutzen, um umzuschulden. Wenn man beispielsweise vor mindestens zehn Jahren einen Vertrag über einen Kredit mit mehr als zehnjähriger Zinsbindung abgeschlossen hat, dann kann man diesen mit einer halbjährigen Kündigungsfrist kündigen und umschulden. So kann man beispielsweise die sechs, sieben oder mehr Prozent Effektivzins, die beim Abschluss seinerzeit vereinbart wurden, mit einem Vertragswechsel durch niedrigere Zinsen ersetzen. Das spart Geld, weil man die monatliche oder jährliche Rate durch die niedrigeren Zinsen nach der Umschuldung drückt bzw. mehr und schneller tilgen kann.

    Kann mir jemand sagen, ob es stimmt, daß Kredite mit mehr als zehn Jahren Laufzeit per sechsmonatiger Frist gekündigt werden können?


    Unsinniger Vorschlag, denn ein Finanzinstitut bietet mir bestimmt keinen Vertrag mit günstigeren Zinsen an, um einen hochverzinsten Vertrag abzulösen. Ob ein Konkurrenzunternehmen auf dies Spiel eingeht? Hat eigentlich der Gegenpart die Möglichkeit bei Niedrigzinsen den Vertrag zu kündigen, um gegenwärtig höhere Zinsen durchzusetzen?


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    ...die Bürger die Zeit der Niedrigzins-Politik nützen, um ihre privaten Schulden abzubauen.

    Die wenigsten Schuldner können von ihrem Einkommen Schulden sofort tilgen, sonst hätten sie sich nicht verschukden müssen.


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    Die private Altersvorsorge läuft aus dem Ruder: Die Kunden zahlen für Produkte, die sie nicht verstehen und deren Risiko sie niemals abschätzen können. Der Bamberger Finanzwissenschaftler Andreas Oehler rät: Statt aus Nervosität in vermeintlich noch attraktivere Anlagen zu gehen, sollten die Bürger die Zeit der Niedrigzins-Politik nützen, um ihre privaten Schulden abzubauen.

    Schön und gut, was der Finanzwissenschaftler rät. Nur hätten diese Warnungen vor mehr als zehn Jahren kommen müssen. Da wurde die private Altersvorsorge von Lobby und Politik als unverzichtbar regelrecht "gepuscht". Jeder Kritiker wurde nieder gemacht und ein Zwang per Gesetz wurde laufend hinaus posaunt. Wir waren hier doch schon einen Schritt weiter, daß vom Gesetzgeber nicht einmal der Bestandsschutz (Garantiezins, Überschußbeteiligung) eingehalten wird. Das Kind befindet sich schon im Brunnen. Sobald der Zins in die Höhe krabbelt beginnt die Endphase des jetzigen Systems. Eine Altersvorsorge die ihren Namen verträgt kann nur über einen langen Zeitraum aufgebaut werden. Jede Anlage gerät im Laufe der Zeit in ein oder mehrere Krisen.


    Was ich alter Trottel während der Zeit der schleichenden und aufgedeckten Finanzkrise gelernt habe; in Eigenverantwortung verwaltetes Vermögen hinterläßt ein besseres Gefühl als fremdverwaltetes Vermögen. Natürlich begeht man selbst Fehler und kann sich bei Verlusten in den Allerwertesten beißen, aber wenn andere mit meinem Sparvermögen baden gehen, frißt einen das Lebensgift innerlich auf. Übrigens besitze ich sogar noch ein Sparbuch, aber der Inhalt hat sich dem subjektiv gefühlten Risiko angepaßt.

    Hallo Hegele,


    ich weiß nicht wie die Begriffe definiert werden, aber eine Aktie ist ein Geldpapier mit abstrakten Sachwert.


    Unter Firma ist in mir immer noch die archaische Vorstellung eines Inhabers (Patriachen) eines Klein- bis Mittelgroßen Industriebetriebes, der unternehmerisch tätig ist. So ein Produktionsbetrieb hat doch Aktiva wie Grundbesitz und Produktionsmittel in Besitz. Wenn der Betrieb als Aktienunternehmen tätig ist, hat das Geldpapier durchaus Sachwertcharakter.


    Eine Bankaktie, da überwiegt wohl das Geldpapier.


    Im Forum ist doch mehrheitsmäßig die "Mittelschicht" unterwegs, die physisch investiert ist. Spekuliert werden kann doch leichter per Geldpapier in den entsprechen Größenordnungen. Ich überlege es mir mehrfach, ob eine ganze Unze Gold angeschafft und gesichert werden. Jeder nach Gusto. Im Moment erscheint mir die Unze Gokd als Stückelung viel zu hoch. Die Wertdichte ist fast gefährlich für den Kleinen Mann.


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    In einem solchen Szenario ist Cash King, aber wie lange ist der Euro, der Dollar usw. noch Cash? Vom Bürger akzeptiertes Cash? Dieses Risiko schliessen die EM's aus. Aber das weisst Du ja eh.

    Die Frage, wann die Entspannung (Crash) der Lage (Ungleichgewichte) eintritt, beschäftigt uns alle. Sorge und Risiko meines physischen EM Besitz ist der Diebstahl, naja allgemein der Dieb oder ein organisiertes Rollkommando aus staatlichen Machtmitteln.


    Deshalb finde ich den Beitrag von Bettel ein wenig fremd, da er von kontinuierlichem Aufbau seiner Bestände schrieb und sich dann um eine jetzige mäßige POG Korrektur sorgt. Wer kontinuierlich in EM anspart, hat einen längeren Zeithorizont mit Werterhaltung im Blick. Zu hoch investiert heißt für mich, daß kurzfristig aufgrund unerwarterter Ereignisse wieder in Geld (digital oder bar) zurück getauscht werden muß. Zu meiner Gefühlslage: Wegen einer kleinen Finanzaktion hatte ich kurzzeitig Geld auf einem Tagesgeldkonto der Sparkasse geparkt. Innerhalb einer kurzen Zeitperiode (Zinsen werden per Quartal gezahlt) nähert sich der Zinssatz denjenigen auf dem Girokonto an. Um dieses Geld habe ich gezittert, aber nicht um die Münzen und ihren Wert zu Hause.


    Hallo Spengler,

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    Leicht zu löschen oder zu entwenden.

    Nicht generell. Meine Aktien wurden vor ein paar Jahren in registrierte Namensaktien gewandelt. Das Unternehmen wollte wissen, wer welche Aktienanteile besitzt. Allerdings hat das Depotinstitut per Änderung der Allgemeinen Geschäftbedingung von 2009 seine Finger im Fall von anderweitiger Verschuldung auf dem Besitz. Da man es nicht zu Haus hat, ganz bequem und ohne Gericht eingezogen

    Hallo Delphin,


    deine Beitrag hat mir ausnehmend gut gefallen, denn in deinen Ansichten kann ich mich gut wiederfinden.

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    Vor kurzem habe ich hier mal die Frage gestellt, wie man physische Goldkäufe absichern könnte. Sinnvoll, versteht sich. Ein paar Forenteilnehmer haben mir geschrieben, wenn Du DAS absichern musst, bist Du zu hoch investiert (in %). Verkaufe etwas.

    An dieser Stelle bin ich mir unsicher, da ich nicht weiß wo das Optimum an Sicherheit und ein notwendiges Minimum an Risiko liegt. Wobei sicherlich ein gerütteltes Maß an individueller Voraussetzung in die Bewertung seiner zukünftigen Lebenspläne einfließen muß. Physisches EM kann "kaum" abgesichert werden, denn essen kann man es nicht. Derzeit ist EM kein Geld, sondern ein Wertespeicher und eine mögliche Absicherung gegen den Unbill im Umfeld von Wirtschaft und Finanzen.


    Im Moment hege ich starke Zweifel an vielen Fronten von Anlagen (Sparvermögen, Aktien, Immobilie, Altersvorsorge, Währung) Meine Position ist auf allen Vermögenspositionen recht ausgewogen, wobei ich ein kleines, renovierungsbedürftiges, abbezahltes Reihenhaus mein Eigen nenne. Insofern eigentlich komfortabel abgesichert, aber rein gefühlsmäßig ist mein ca. 15% ges EM Eigentum unzeichreichend.


    Vermögen umzuschichten mag ich nicht, also muß der momentane Zufluß für den weiteren Vermögensaufbau herhalten. Das momentane Leben hat jedoch absoluten Vorrang.


    Wer hat nicht schon einmal zum falschen Zeitpunkt das falsche Produkt gekauft. Ich muß nur an meine 100er Euro Goldmünzen aus dem letzten Jahr denken oder die zwanzig Euro Sammelgoldmünze (die erste für 1280 Euro die Unze). Was soll's, die Einsicht kommt manchmal erst im Nachhinhein. Also teuer gekauftes Gold, was mich im Endeffekt auf lange Sicht trotzdem nicht reut.


    Man kann es nicht oft genug gebetsmühligenartig schreiben, die allgemeine Politik-, Finanz- und Wirtschaftskrise hat sein Maximum lange nicht erreicht und wie stabil die Lage nach eine Währungsreform oder was auch immer sein wird, müssen wir an Hand der dann geltenden Rahmenbedingung bewerten. Einen kurzfristigen Rückgang des Goldpreises begrüße ich, da vielleicht die Aufstockung meines EM Vermögens möglich ist. Verkauf von EM bei zu hoher Investition ist zwingend erforderlich bzw. sinnvoll. Auch wenn die Bewertung der Lage sagt, Gold wird in der nächsten stark im Wert verfallen, sollte gehandelt werden.


    Ich dagegen halte an meiner gefühlten Einschätzung fest und mein physischer Besitz ist durch genügend andere Vorsorge und Diversifikation abgesichert.


    Kein Goldbug

    Der POG bei 1240 Euro, aber Dollar zu Euro bei 1,33 Euro. Die Kaufkurse bei den Händlern entsprechen ungefähr der Größenordnung vor Weihnachten. Wird der Preis weitehin fallen und ziehen die Händler nach? Ein Ereignis was diesen Kursverlauf auslöst sehe ich nicht. Die Weltwirtschaft hat sich abgekühlt und politisch hat sich nichts verändert. 1 .Weiter beobachten und wenn genügend abgesichertes Geld vorhanden nachkaufen. 2. Wer glaubt, daß sich alles zum Besseren wendet, kann in andere andere Anlageklasse. Welche ist denn wertsichernd oder sogar steigernd?


    Persönlich neige ich zur Position 1.

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    ...physischer Nachfrage des Marktes

    Mein subjektiver Eindruck vom Preis, der von bekannten EM Händler angebotenen Goldmünzen, scheint sich etwas vom POG abzukoppeln. Meine Wahrnehmung muß sich aber bei weiter sinkenden POG verfestigen, um gesichert zu sein.

    Hallo Tut,


    Dank für das Setzen des Links auf das Pdf mit den geprägten 10er Gedenkmünzen. Leider geht aus den Zahlen nicht hervor wieviel 10er Münzen unter das Volk gebracht werden konnte. Die Sammler werden auf die teuren Gedenkmünzen, von dir Grünspanlinge genannt, gewechselt sein. Die Sammleranzahl liegt aber sicherlich in der Größenordnung "abzählbar viel". Das bedeutet aber für mich, die Prägestätten arbeiten in einer erklecklichen Anzahl im Sysiphus Takt. Anstatt, daß das BMF etwas für das Volk und sich macht, wird nur noch die produzierende Klientel, Graphiker und Münzeprägestätte, im Leerlauf beschäftigt. Um Silber unter das Volk zu bringen, wäre eine gute Umlaufmünze mit einem hohen Nominal- gegen Materialwert zu prägen. Das würde jedoch gegen die Politik der Bargeldinakzeptanz verstossen.


    Daher wird eine Ausgabe von wertvollen EM Münzen in Zukunft nicht mehr stattfinden. Was mir bleibt ist die amüsante Erinnerung an die letzte Münzausgabe (Eisenbahn und Skiläufer), wo ein frierender Theo auf die Öffnung der Buba gewartet hat. Das BMF hat den Boom auf die Gedenkmünzen rechtzeitig unterbunden. Der großen Masse der Bevölkerung war die profitable Bedeutung bzw. die bloße Existenz der silbernen Gedenkmünzen nicht bekannt. Zu "Überlebenszwecken" enthält meine kleine Jackentasche zwei Silberzehner, die vielleicht mit den Blechernen getauscht werden sollten. Die alten, britischen Soldaten sollen einen güldenen Sovereign mit sich geführt haben. Ich bin zwar das Gegenteil eines Soldaten, aber was sinnvoll ist, kann übernommen werden ;) .

    Hallo Ahriman,


    ich bin keine multiple Persönlichkeit von Tut, aber unsere Gedanken befinden sich hier im Gleichklang

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    Ist die Kredithöhe relevant oder bist du nur etwas neugierig?

    Ja!
    Dazu mal deine Randbedingungen:

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    ... macht es eurer Meinung nach Sinn jetzt Edelmetalle über einen Kredit zu finanzieren, der über ein Haus, die Edelmetalle die man damit kauft und / oder bereits im Besitz befindliche Edelmetalle abgesichert wird?
    Wenn man natürlich davon ausgeht, dass sich der Edelmetallpreis jährlich, durchschnittlich deutlich stärker erhöhen wird als die Höhe des Zinssatzes den man mit der Bank vereinbart.

    Ganz klar, deine Worte deuten auf eine mittelstarke Spekulation und mit deinem Einsatz bist Du bereit um Haus und Hof zu spielen. Vielleicht hat es keine Mühe bereitet das Eigentum zu erhalten, dann gilt: Wie gewonnen, so zeronnen. Der typische Spieler mit hohen Wetteinsetzen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, auf die Sicherheit von Eigentum einen zweckungebundenen Kredit zu erhalten. Heutzutage bekommst Du ohne Grundbucheintrag von kaum einer Bank eine Hypothek. Du unterliegst mit all deinem Eigentum der Rückzahlung. Mach dich über den Begriff akzessorisch schlau. Bei Tut würde ich sagen, um mit Kredit für einen KR zu spielen reicht seine Portokasse und ein blaues Auges bei seiner "Regierung".


    In deine Amortisierungsgleichung mit den Bankzinsen mußte Du die Händlerkosten im EK und die VK Kosten miteinberechnen. Immer dran denken, hin und her leert die Taschen. Naja, bleibt die Laufzeit, da weiß der Spieler nicht, was die Inflation für ein Unsichterheitsfaktor einbringt. Die Banken bauen hierfür Hintertürchen in den Kreditvertrag ein.


    Ich hab ja mal von dem guten PatroneLupo das zugehörige Stichwort gelernt: Setzen der Blue Chips, wie beim Roulette! Ist wohl mehr Russisch Roulette mit der Wahrscheinlich 1:6.

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    Gescheitertes Sepa-Begleitgesetz: Vorerst keine neuen Abzüge bei Lebensversicherungen ...

    Es ist schon grandios, wie beiläufig die Gesetze zur LV geändert werden sollen.
    http://www.versicherungsmagazi…Lebensversicherungen.html


    Bundesrat schiebt Entscheidung an der Vermittlungsausschuß

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    Müssen an Bewertungsreserven beteiligt werden
    Für Lebensversicherungen bleibt es erst einmal bei altem Recht. Demzufolge müssen die Kunden, die kündigen oder deren Verträge auslaufen, mit 50 Prozent an allen Bewertungsreserven beteiligt werden, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und die Aufsicht bestätigt. Eine Neureglung kann frühesten Ende Februar 2013 in Kraft treten. Weiterhin droht Lebensversicherungskunden, deren Verträge bald auslaufen, dann eine Kürzung ihrer Beteiligung an den Bewertungsreserven. Diese Reserven entstehen, wenn der Marktwert eines Wertpapiers über dem Buchwert liegt.


    Lustig ist die versteckte Drohung bei vorzeitigen Kündigungen über die Nachteile, wo doch durch das Gesetz die Neukunden so bedroht in ihren Profiten sein werden.

    Hallo Silberfreak,


    Du hast sicherlich recht mit deiner Aussage. Der Gebrauch des Wortes wäre bedeutet Konjunktiv. Dein Blick geht zurück in die nähere Vergangenheit. Dann erwidere ich dir, wenn Du 2005 das EM gekauft hättest, dann hättest Du bis heute jede festverzinsliche Anlage geschlagen. Warum hast Du nicht?


    Genau, deine Glaskugel ist in die Jahre gekommen. Ein Dealer bzw. Spekulant denkt meist daran über einen kurzen Zeitraum Profit zu machen. Ein Anleger wie einige hierl im Forum denkt über Wertsicherung nach und hat bestimmt Jahre im Fokus. In einem halben Jahr sieht das Verhältnis anders aus. GoldBullish ist ein Kaufmann, der sein Geschäft im Auge haben muß. Einer Händerlergewinnspanne bis zu (5-9)% muß vom kleiner Anleger mit unausgebauten Kontakten einkalkuliert werden. Dir nimmt keiner die Entscheidung ab, in welche Anlageklasse zum Leben nicht benötigtes Geld investiert werden will. Ob Du recht hast oder nicht, sagt dir hinter das Licht.


    Ich ärgere mich über die 100 Euro deutsche Münzgoldpolitik des BMFs. Meine Investition war grade nicht optimal, aber trotzdem verbleibt ein gutes Gefühl über die Anlageklasse. Der besten Zeitpunkt für den Erwerb wird selten erreicht. Einigermaßen richtig paßt schon. Ich glaube fest daran, das selbst der Preis von 1375 Euro "später" eine Negativverzinsung von 0,5% haushoch schlagen wird. Das kann selbstverständlich auch ins "Höschen" gehen, aber nach der Wahrscheinlichkeit gewichtet fühle ich wohl.


    Den Preiseinbruch vor Weihnachten hielt ich eher für unwahrscheinlich. Mein Glaskugel ist halt auch ein antikes Model.

    Zitat

    Was einen als Goldbesitzer schon zweifeln lässt, ist momentan die Leichtigkeit, mit der der Goldpreis wie ein Spielball herumgescheucht wird.

    Das hängt stark vom Zeithorizont ab, indem die Anlage getätigt wird. Wer glaubt das unsere Wirtschaft in der nächsten Zukunft wie geschmiert laufen wird, soll panisch werden. Wer nicht daran glaubt, sollte sich Gedanken darüber machen, warum fällt der POG kurz vor Weihnachten.


    Für Gold gilt:
    Wer hat an der Uhr gedreht?
    Ist es wirklich schon so spät?
    Stimmt es, dass es sein muss:
    ist für heute wirklich Schluss?


    Heute ist nicht alle Tage,
    ich komm wieder keine Frage!


    Ich bin nun wirklich kein EM Bug in engeren Sinn, aber die ganzen Rahmenbedingungen weisen auf ein wirtschaftliches Desaster. Also wer hat die Macht und ein Interesse den POG in den Fall zu zwingen?


    Meine Überlegungen gehen dahin, einige Sicherheitsreserven in EM zu tauschen ;) . Mal schauen, ob ich zu lange zögere. Ein kleines Leckerli dieser Dip, baumelt vor mir Esel wie ein Karotte.


    Edit: Der POS im Gleichschritt und der Euro vs. Dollar zur europäischen Unterstützung hinterher.

    Unter der Annahme von zwei positiven Abschlüssen pro Woche, verdient der Vertreter gut, aber wird nicht reich. Die Zukunft von Versicherungsvertretern wird bald wie bei den Fußballspielern, solange es noch geht, soviel wie möglich mitnehmen. Solange die hohe Staatsverschuldung besteht, wird eine langlaufende KLV eine explosive Risikoanlage sein. Selbst ein Bausparvertrag über sieben Jahre ist nicht mehr überschaubar.

    Akzeptiert Tisc,


    aber mal nachgefragt: Sind die 1300 Euro Verdienst Übertreibung, die ein Vertreter erzielen kann wenn, wenn er den Kunden zu einer andere Anlage überredet? Auch wenn der Staat an der "Überführung" mitverdient, ist das für mich eine gewaltige Summe.

    Ja Tisc,


    das Zitat des Gastkommentars lenkt von der wesentlichen Aussage des Artikels ab, auf den Du auch nicht eingehst:

    Zitat

    Aktionen zur Auflösung hochverzinster Bausparverträge laufen jedes Jahr.
    ...
    zeigen dabei hohe Anreize für den Vertrieb der Bausparkasse. So können Vertreter pro Vertrag 1300 Euro und mehr verdienen, wenn sie einen hochverzinsten Vertrag auflösen und das Guthaben daraus in andere Anlageformen überführen.
    ...
    Der Konzern kann Zinsen von 3,5 Prozent schon lange nicht mehr erwirtschaften.


    Mir wurde für eine Hypothek 2,8% für zehn Jahre angeboten. Wozu benötige ich da einen Bausparer, der noch nicht einmal meine Inflation abgedeckt? Allerdings, bevor ich mich aus einem kurz vor Abschluß stehenden Vertrag rausdränge zu lassen, so ein Vertreter versteht was von seinem Job.


    Wer in der heutigen Zeit einen Neuabschluß über viele Jahre (wobei die nächsten Jahre eine Entscheidung bringen werden) tätigt, ist mit dem Klammerbeutel gepudert.


    3,5% und hochverzinst. Huch, alles ist relativ.


    Edit: Wieso nennt Wüstenrot die Aktion Kämpfe um Gold? Empfiehlt Wüstenrot jetzt Papiergold :S

    Gibt es passende Druckminderer zur Adaption an einen Autogastank zu kaufen, mit dem ein Gaskocher zu betreiben ist? So außerhalb eines Wohnmobilsystems. Um einen Gasgenerator zu betreiben sind die Autogastankanlagen wahrscheinlich zu schwachbrüstig? So richtig fündig bin ich im Internet dazu nicht geworden.

    Die Lobby der Lebensversicher betreibt ihrer Arbeit immer intensiver.
    http://www.handelsblatt.com/fi…-nicht-durch/7511030.html

    Zitat

    Die Zinsgutschriften für Lebensversicherungen sinken deutlich. Weitere Unternehmen bestätigen den Trend. Wegen des Zinsrückgangs hinterfragen Manager sogar das tragende Element dieses Produkts: den Garantiezins.

    Was ist eigentlich an diesem Wörtchen Garantie so schwer zu verstehen? Wer Vertragsbedingungen nicht einhalten kann, muß entsprechend Abstriche bei seinem Gewinn machen.


    Zitat

    Der Garantiezins ist den Versicherern schon länger ein Dorn im Auge. Denn er steht bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit des Vertrages fest - doch den Versicherern fällt es schwer, Anlagen zu finden, die über eine so lange Zeit sichere Renditen abwerfen.
    ...
    Melsheimer verweist darauf, dass Lebensversicherungs-Kunden vielfach die über Jahrzehnte eingegangenen Verträge nicht mehr durchhalten. Ihnen solle es erleichtert werden, Lebensversicherungen auszusetzen. "Wir werden zum Prinzip einer Einmalversicherung kommen müssen, wie sie im angelsächsischen Raum üblich ist."


    Die Logik treibt mir Zornesfalten ins Gesicht. Jahrelang haben die Lebensversicherer mir den Vertragsabbrechern gut gelebt, solange sie ihren Vorteil daraus ziehen konnten. Jetzt, nachdem der Garantiezins zum Verlustfaktor wird, soll die Garantie per Gesetzesbeschluß abgesenkt werden, ohne das dem Versicherer ein Nachteil entsteht. Im Gegenzug ist man ja nach jahrzehnte langer Praxis geneigt, dem finanziell Schiffsbrüchigen entgegenzukommen. Aber nur Ausetzen, nicht ein Sonderkündigungsrecht ohne Finanzverlust gewährleisten.


    Sollte es den Menschen aufgehen, daß eine Lebensversicherung doch nicht das Leben versichert, dann aber Holland in Not.


    Das Verhalten paßt recht gut zu Stillen Reserven: Gesetz zu Lebensversicherern erneut auf dem Prüfstand

    Zitat

    Die Änderungen des Versicherungsvertragsgesetzes erfolgte auf Druck der Branche. Danach werden ausscheidende Kunden nicht mehr automatisch mit der anteiligen Hälfte der stillen Reserven auf festverzinsliche Wertpapiere beteiligt, sondern nur mit einem - je nach Lage an den Kapitalmärkten - deutlich reduzierten Wert. Dadurch werden Kunden mit ablaufenden oder gekündigten Verträgen spürbar weniger erhalten.

    Anstatt eine Änderungskündigung mit Sonderkündigungsrecht des Versicherten vorzunehmen, wird mal so eben das Gesetz geändert. Würden ja sonst zuviele Versicherte ohne finanziellen Verluste entkommen können.


    Jeder sollte sich in Zukunft überlegen Kapitallebensversicherungen abzuschließen. Ich befürchte, es werden sich genug Dumme finden lassen, wenn denn weiterhin genug Einkommen erzielt wird (oder auch nicht) :D


    Nochmals zur Übersicht die tragenden Säulen einer KLV:
    Garantiezins (---> Inflation)
    Überschußbeteiligung (---> variabler Anteil)
    Bewertungsreserven (---> bei Beendigung)

    Zitat

    Wer noch keine physische Ware hat, wird wohl gegen Jahresende nochmal sehr gute Kaufgelegenheiten finden.

    Das bedeutet doch für einen Kleinanleger wie ich es bin, Nachkauf in der nächsten Woche, weil die bekannten EM Händler in die Weihnachtsferien gehen bzw. ihre Inventur durchführen? Aufgrund unausgebauter Kontakte läuft die Zeit für den kleinen Mann bzw. kleine Frau in diesem Jahr kurzfristig ab.

    Zitat

    Wer noch keine physische Ware hat, wird wohl gegen Jahresende nochmal sehr gute Kaufgelegenheiten finden.

    Das bedeutet doch für einen Kleinanleger wie ich es bin, Nachkauf in der nächsten Woche, weil die bekannten EM Händler in die Weihnachtsferien gehen bzw. ihre Inventur durchführen? Aufgrund unausgebauter Kontakte läuft die Zeit für den kleinen Mann bzw. kleine Frau in diesem Jahr kurzfristig ab.

    Hallo Silberne Bockwurst,


    trotz der finsteren Lage mußte ich ob deiner Worte schmunzeln. Humor ist wenn man trotzdem lacht. PatroneLupos Rasurvergleich ohne Schaum schmerzt allein durchs Nachdenken. Ich staune immer noch über die hohe Auslastung von Bus und Bahn in der frühesten Morgenstunde. Ich gebe Bescheid, wenn sich die Häufigkeit ändern sollte, aber dann ist es für Herrn und Frau Jedermann sowieso ersichtlich wie es um den Arbeitsmarkt bestellt ist. Griechenland läßt grüßen.