Original von TheBug
warum wird hier immer von entweder oder gesprochen? - entweder hyperinflation ODER hyperdeflation? versteht mich nicht falsch, ich schätze die statements von weissgarnix, dottore und dem baron sehr, aber ich denke es gibt kein entweder oder, m.E. rauschen wir allesamt in eine hyperdeflationäre hyperinflation und später stagflation (nettes wort
). Warum? - Wir sehen schon seit geraumer zeit, wenigstens seit Monaten inflationäre tendenzen bei rohstoffen und vor allem bei lebensmitteln gleichzeitig aber deflationieren aktien, immobilien und teils auch konsumgüter.
Warum sollte das nicht so weiter gehen? Es spricht doch eigentlich alles dafür - die bankpleiten zahlt Vater Staat mit der Druckerpresse. ich glaube kaum daß hier in deutschland eine bank vor die hunde geht. Bis jetzt wurden sämtliche bankpleiten mit staatlicher hilfe verhindert, vertuscht, wie auch immer. Die märkte brauchen liquidität und die werden sie auch bekommen. -> Inflation
Die Leute haben, mal ganz abgesehen von steigenden lebensmittelpreisen die zusätzlich noch ganz andere gründe haben (siehe http://www.rohstoff-welt.de/news/artikel.php?sid=5597), immer weniger geld in der tasche, der konsum wird auf das nötigste zurückgefahren -> Konsumgüter wie Elektronik usw wird billiger, damit überhaupt noch jmd was kauft. Der Staat tut alles um den Konsum noch weiter herunter zu fahren, siehe Antirauchergesetz (Ich war desöfteren mal einen trinken oder auch mal essen, jetzt nichtmehr - lieber koche ich zuhause und lade freunde und bekannte hier auf ein bier ein).
Damit fallen die Aktien weiter, denn die firmen können gewinne aus vergangenen zeiten beileibe nicht in einer derartigen situation verwirklichen. Die Spirale fängt an sich zu drehen, der konsum nimmt aufgrund schwindenden vermögens weiter ab. die arbeitslosigkeit wächst, es muß ja gespart werden - konsum nimmt noch weiter ab, die spirale dreht sich weiter und vater staat denkt nichtmal dran die rahmenbedingungen für unternehmer zu ändern, die bürokratie fordert ihre opfer.
Immobilien gehen in den Keller, schon allein aufgrund schwindender nachfrage - warum sollten sie auch steigen? - Gibt es eine erhöhte nachfrage? Wo denn? Mir sagte mal jemand, daß immobilien einfach das beste sei was es gäbe, irgendwann seien nunmal sämtliche Bauplätze bebaut, sie könnten also nur steigen.
Der gute mann hat leider nicht bedacht, wer denn die ganzen immobilien kaufen soll... eventuell haben wir bald alle zusätzlich zum zweitwagen noch eine zweitimmobilie? - wohl kaum, das gegenteil ist der fall, siehe osten, dort sind die preise aufgrund des bevölkerungsschwundes in den keller gegangen. nun wie sieht es denn aber mit dem gesamtdeutschen bevölkerungswachstum aus? die frage kann sich wohl jeder selber beantworten...
Die Spirale dreht sich weiter - Die Banken sind aufgrund ihrer wirtschaftlichen lage nunoch gewillt finanzierungen für kunden mit bester bonität durchzuführen, die nachfrage nach immobilien nimmt weiter ab.
Da aber das gros der bevölkerung sowieso kein geld hat die eigenkapitalquote für eine immobilienfinanzierung zu erfüllen geht es weiter bergab, leute die bereits eine immobilie für die altersvorsorge besitzen werden sehen, daß wenn sie pech haben ihre vorsorge für die katz war und den konsum dementsprechend zurückfahren und evt sogar in sichere vermögenswerte wie gold investieren. Die Spirale dreht sich weiter....
Also ich bleibe dabei - Inflation bei Lebensmitteln, Energie und teilweise Rohstoffen. Deflation bei Sach- und konsumgütern wie Immobilien, Elektronik, PKWs, Aktien.
Ich frage mich nur grade was oben beschriebene Spirale aufhalten soll oder irgendwann stoppen kann 