Beiträge von taheth

    den 72er kann ich jetzt nicht so recht einordnen, der könnte auch extrem stark poliert worden sein.

    Hier gut zu erkennen, dass die Glyphen und Ziffern konkave Oberflächen und am Münzgrund Rundungen haben (wirkt wie aufgelötet).
    Bei den echten Stücken sind sie flach und am Münzgrund scharf.

    Wenn es wirklich knapp wird, werden viele Verkäufer Granulat akzeptieren, würde ich meinen.

    Mein "Granulat" sieht so aus:



    Halbe Mark, halbe Franken, Dimes. :) Immer wieder in Säckeln zu bekommen.


    Von 50 Rappen (~2g) bis 50 Franc (27,5g) ist alles noch reichlich zu bekommen.
    Aus dem Murmelspielalter bin ich raus.

    Na ja, so hat jeder seine Ideen, ich jedenfalls habe mir zwei Walzen endlos graviert, da schütte ich das Granulat hinein und am Ende kommt es gestempelt und durch die Bruchkanten leicht prüfbar heraus.

    Ein nette Gimmick, aber damit wirst Du im Ernstfall niemanden beeindrucken können. Genausogut kannst Du Mickymaus draufstempeln.

    Ein kleines Fläschen mit leichter Säure erhellt den Durchblick, wenn zwei verschiedene Metalle im Spiel sind (aussen Silber, innen Zinn,Messing usw)

    Bringt aber immer noch kein Licht in das von mir beschriebene Szenario.
    Ein Metall, aber ist es Silber?
    Metallkullern kann jeder, bei Münzen wird es schon schwieriger.
    Fakt ist, dass Du niemanden mal eben überzeugen kannst, dass Deine Kullerchen Silber sind.
    Der Hund lugt schon um die Ecke. :D

    Weil ein Silberkügelchen schnell und ohne grossen finanziellen Verlust per Seitenschneider aufgekniffen und geprüft werden kann.

    Nun du weißt dann zwar, dass innen das gleiche Metall wie außen ist, aber welches weißt Du dann immer noch nicht.
    Die Option mit Hund von der Kette ist also immer noch wahrscheinlicher.

    Moin,


    alter Schwede, wie konntest Du den übersehen =O Da hat Dir wohl der Chinese beim 94er Albert im Nacken gesessen [smilie_happy] Ist doch aber nicht schlimm, das der Goldgehalt stimmt würde ich sagen: ab in die Schmelze.


    Grüße
    Goldhut

    Dafür ist er mir irgendwie wieder zu schade.
    Der kommt zu den Hausmännern ins Schreckenskabinett. :D
    Die nehme ich zum Goldpreis immer.

    Ehrlich gesagt, würde ich auf so ein Real-Time-Ereignis auch gerne verzichten wollen - auch wenn ich mit Edelmetall vielleicht einigermaßen gut vorgesorgt habe.
    Man weiß nämlich nicht, was so etwas alles für Auswirkungen mit sich bringen kann (auch in Europa) - in früheren Zeiten jedenfalls nicht allzu viel Gutes.

    Es wird sich über kurz oder lang nicht vermeiden lassen.

    Heute bin ich mal etwas ratlos.


    Ist jemand informiert, aus welcher Alchimistenküche Wilhelm II. 1914 (Jäger 252!) kommen könnte?
    Für einen Hausmann halte ich den nicht, dafür ist er nicht exakt genug (ggf. ein frühes Werk?).
    Die Münze ist fast vollgewichtig (7,91g) und die Abmaße stimmen auch.
    Typische Merkmale einer Gussfälschung fehlen, aus meiner Sicht definitiv geprägt.


    Den habe ich in einem Lot von ein paar Willies gestern in Ulm aufgesammelt, zusammen mit einem echten Albert v. Sachsen 1894 zum gleichen Preis :]
    Während meiner Verkaufsverhandlungen hat ein Chinese genervt, der meinte zum Preis von den Willies den Albert rauskaufen zu können, da hab ich den falschen Kameraden übersehen. :pinch:

    Dem Staat ist immer recht, was ihm nutzt. Die Ostmark war knapp und Edelmetalle teuer. Bei einem Besuch in Leipzig kurz vor der "Wende" sahen meine Frau und ich in der Passage im Alten Rathaus, nahe Auerbachs Keller, einen Schmuckladen, der den Ankauf von Gold und Silber anbot.
    Die Preise sind mir entfallen, sie waren aber ein Vielfaches der hiesigen; Die D Mark war ja die Zweitwährung, die dort vieles ermöglichte....


    Grüsse
    Edel

    Den Laden kenne ich als alter Leipziger gut.


    Die Ankaufpreise waren:


    Gold 220.000.- M/kg fein (~6843.- M/oz)
    Silber 6.045.- M/kg fein (~188.- M/oz)


    Für einen 5er Hindenburg gab es also schlappe 75 Mark und für eine Vreneli 1277 Mark.
    Mit einer halben Handvoll Hindenburger kam man also ein paar Wochen gut über die Runden.

    Weil dann die Drückerei von einem auf den anderen Tag ihr Ende finden, und das Schneeballsystem des ungedeckten Papiergeldes in sich zusammenbrechen würde.
    Was wiederum einen historisch in seiner Tragweite einmaligen Vorgang darstellen würde.

    Der Tag wird kommen.
    Wann, entscheiden die Russen und Chinesen.