...Ab dem Jahre 1900 hortete die Reichsbank immer mehr die sich im Umlauf befindlichen Goldmünzen in ihren Tresoren.
...Die Banken gaben für ihre ausgegebene Banknoten keine Goldmünzen mehr zurück....
Das ist so nicht ganz richtig.
Das "Horten" ergab sich zwangsläufig daraus, dass die Bevölkerung das Papiergeld im täglichen Zahlungsverkehr als praktikabler empfand und das Gold schließlich irgendwo bleiben musste.
Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden Banknoten uneingeschränkt gegen Gold eingetauscht. Warum etwas in Zweifel stellen, was bis dato funktionierte. Heute sind wir natürlich schlauer, aber längst nicht die Mehrzahl, sieht man ja an der derzeitigen Situation.
Einige waren auch schon zur damaligen Zeit etwas heller im Kopf, aber die sind in der Regel mit ihren Goldfüchsen vermutlich ausnahmslos auch über die schlechten Zeiten gekommen sofern sie nicht im Schützengraben endeten.
Der Umtausch von Banknoten in Gold funktionierte auch nach dem Ausbruch des 1. WK eingeschränkt.
Z.B. waren die Banknoten zu 1000 Mark der Serie 1910 mit einem roten Siegel bedruckt. Nach Ausbruch des Krieges wurden sie unverändert mit einem grünen Siegel weitergedruckt und die roten aus dem Verkehr gezogen. Die aus dem Ausland einlaufenden mit rotem Siegel wurden weiterhin auf Verlangen in Gold umgetauscht.