Moin,
das glaubt doch kein Schwein, dass lächerliche 0,44% Mehr-Rendite seit Jahresbeginn Goldinvestoren dazu bewegen, selbiges abzustossen
Goldanleger und Anleihe-Anleger sind völlig unterschiedliche Anleger mit diametralen Beweggründen. Hier geht es darum, dass das derzeitige System am Ende ist und kurz vor dem Tod steht und die einzige Versicherung gegen dieses unvermeidliche Szenario wird dann verkauft - nee, ist klar
Diese Ausschläge nach unten werden lediglich durch die Nadel des "System hat fertig"-Seismographen gezeichnet. Die Erschütterungen werden halt immer kräftiger. Jeder physisch Investierte sollte sich von solchen Bewegungen nicht die Bohne in seiner Entscheidung beeinflussen lassen. Zuletzt wird gelacht
Diese "Erklärungen" für die Preisbewegungen hätte ein Baron von Münchhausen nicht besser hinbekommen.
Grüße
Goldhut
Hallo @Goldhut!
Doch, ich glaub das schon, dass es Bedeutung hat! Für die Papiergoldfuzzys. ...
Es kommt nur darauf an, aus welcher Perspektive man diese 44 Basispunkte sieht. Als Rendite - schon eher lächerlich, fürwahr.
Wir sind aber in absolut spekulativen Märkten, inzwischen, und zwar auf vielen Ebenen. Das ist das, was die Notenbanken bewirkt haben. Ich sage nur Happy Birthday, Klopapier-Squeeze!
Wie ichs also gerade sehe: In spekulativen Märkten werden solche "Maßstabverschiebungen" von 44 Basispunkten (da muss ich bald selber lachen) dann nicht mehr vorrangig als Grundlage dafür her genommen, wirklich unbedingt in solche Assets zu investieren, oder wirklich aus physischem Gold auszusteigen, sondern zunehmend als reine (Papier-)Preis-Indikatoren.
Es verändert sich also gerade nicht nur der Maßstab dessen, was scheinbar geht und was nicht geht. Ich denke es verschiebt sich auch der Rahmen dessen, was eigentlich mal die Funktion eines Assets dargestellt hat.
Siehe KGVs an den Börsen. Plötzlich alles egal, es heisst nicht mehr "Die Bank gewinnt!", bei diesem Roulett heisst es mittlerweile: "Die Bank bezahlt!"
Folge: Solche "Dead Cat Bounces" wie bei den Renditen sind den Investoren erst mal hinreichend, um spekulativ im Markt zu agieren. Inwieweit die Notenbanken dem Realitätsdruck standhalten können wird darüber entscheiden, ab wann der Damm dann wirklich bricht. Dann könnte es allerdings schnell wild werden. Ich hab keine Ahnung, was dann genau passiert, klar, woher auch, aber es würde mich dann z.B. wirklich interessieren, was ein Jeffrey Gundlach, z.B. aktuell vor hat. Allerdings kann ich mir dauerhaft über viele Jahre auch nicht vorstellen, wie das bei den Anleihen weiter gehen soll, bei den Notenbankkäufen, in Kombination mit einer immer wahrscheinlicheren Inflation. Ich sage nicht, dass sie den Spagat nicht doch irgendwie schaffen könnten - ich kann es mir nur derzeit noch nicht vorstellen, wie das gehen soll.
Glück auf!
CM