Versuch einer makro-Standortbestimmung an Hand von Charts.
Um etwas Ordnung in meine Denkwelt zu bekommen. Könnte sich im Fazit wie eine Durchhalteparole anhören…. ![]()
Zum Goldbug wurde ich auf Grund meines Verständnisses unseres derzeitigen (Kredit-) Geld-systems und der historischen Geld- und Goldfakten.(Die Geldgeschichte ist eine Geschichte von Lug und Betrug)
Dass das derzeitige System zu einem Ende kommen wird wenn der globale Kreditrahmen und die Schuldentragfähigkeit überdehnt ist, scheint mir außer Frage. Das System hat sich bis jetzt ‘resilienter‘ gezeigt als von mir erwartet. Resilienter und kreativer. Wer hatte schon Null- und Negativzins auf dem Radar ? Für mich stellte sich die Frage, was wird passieren wenn die Systemgrenzen erreicht und die Schuldentragfähigkeit überschritten wird.Wenn sich dies erkennbar abzeichnet (GO) sollte aus meiner Sicht eine Flucht aus Finanz-Aktiva in bleibende Werte einsetzen.Und der historisch mit weitem Abstand bleibendste Wert dürfte unstrittig Gold sein. Der größte Teil der weltweiten Aktiva (Vermögen) dürfte neben Immobilien im Anleihemarkt allokiert sein. Was liegt also näher, als diesen Markt als Fieberthermometer des Finanzsystems zu betrachten ?
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Hier der 75 Jahre-Rendite-Chart des US-Longbonds (30 j. US Staatsanleihe). Wie man sieht hatten wir nach dem WW2 einen steigenden Zinstrend bis Ende der 70 er Jahre . Geld hatte noch echten Wert. Wir hatten nach Bretton-Woods auch noch soetwas wie einen Goldstandard. FIAT (US-$) war konvertibel in Gold. Mit der Schließung des Goldfensters durch die USA 1971 hatten wir unser heutiges Kreditgeldsytem. Und 40 Jahre fallender Zinsen folgten. Geld wurde immer ‘wertloser‘ .
Für mich war immer klar: wenn die Flucht aus der US-Staatsanleihe beginnt und dieser fallende Zinstrend durch dann steigende Zinsen gebrochen würde….dann sind wir nicht auf dem Weg zurück zur Normalität, nein, dann brennt die Hütte. (Und ich dachte, dann MUSS Gold abheben….
)
Ich hatte als kurz- bis mittelfristigen Indikator für den Goldpreis häufig TIP (inflationsgeschützte Anleihen) verwendet.
Jetzt wechseln wir von der Zinsseite auf die Bondseite:
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Auch hier Verluste. Selbst diese Anleihen werden verkauft. Und Gold folgt…
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Hier in einem Chart der US-Longbond (Nicht die Rendite !) , der 10-j.-US Bond, der TLT Staatsanleihenfonds und der TIP, SOWIE Gold….Absetzbewegungen aus allen Anleihe-Bereichen.
Und Gold ?
Gold fällt. ![]()
Es werden Bonds verkauft, es werden Aktien verkauft, Kryptos fallen, Immopreise im Sinkflug und Gold….im Sinkflug. ![]()
Die (meine) Erwartung war, dass mit dem Verfall der Vermögenspreise eine Flucht ins Gold als quasi ‘Value of last resort’ einsetzt. Aber aktuell findet die Flucht offensichtlich in Cash statt: ergo klassische Deflation. Vermögenspreis-Deflation.
Der Markt , die Markterwartung der Big-Player also immer noch im Normalitätsmodus. Man scheint sich für eine weitere Runde im Kreditgeld-Zyklus zu rüsten und Cash für die Schnäppchenjagd zu horten.
Ganz aktuelle Zahen habe ich nicht, aber die weltweite Verschuldung dürfte so im <Bereich von 330 Bio. $ liegen. Das weltweite BIP bei roundabout 90 Billionen. Ein Zinsanstieg auf 4 oder 5 % wie jetzt von der FED in den Raum gestellt, würde die globale Zinslast auf ca. 10 % des BIP schrauben. (wenn ich richtig rechne). Da könnte man meinen: ist machbar , Herr Nachbar.
Eine weitere Runde im Kredditgeld-Monopoly würde wieder steigende Bonds und fallende Zinsen bedeuten:
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Dann sollte die jetzt erreichte untere grüne Linie halten…
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…und dann sollte die FED demnächst zur Volte blasen. ![]()
Dass Gold auch mit steigenden Zinsen steigen kann sehen wir hier:
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Entweder setzt sich in sehr absehbarer Zeit die Erkenntnis durch, dass ein Finanzreset ansteht (FED fährt/führt weiter an die Wand) und die Fluchtvaus Anleihen nimmt Fahrt auf….dann wird beim Goldpreis alles gut. ![]()
Oder wir gehen in die nächste Runde, die wieder X-Jahre dauern kann. Dann wirft die FED das Ruder herum und alle Vermögenswerte profitieren….zunächst auch Gold.
Schau‘n mr mohl , dann sehen wir schon.
(Durchhalteparole Ende!)
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