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Aus der Aufstellung lässt sichleicht entnehmen, dass der SchweizerFranken in den letzten 16Jahren die stärkste Devisewar, und die IndischeRupie die schwächste. Nichtsanderes konnte man erwarten. Es kann nicht verwundern, dass Indien alszweitgrößter Netto-Importeurvon physischem Goldgilt. 2019hat das Land netto 383Tonnen Gold importiert. Hintergrundist, dass Inderdazu tendieren, ihrer „schwindsüchtigen“Heimatwährungzu entkommen, indem sie in Goldschmuckinvestieren. Wie hoch die Gold-Importetatsächlich sind, lässt sich schwer sagen. Die indische Regierung versucht dieWährungsfluchtzu verhindern, indem sie auf GoldZölle erhebt und dadurch den Goldschmuggel fördert. Andere Länder fördern den Besitz von Gold. Sowohl in China als auch in der Türkei empfiehlt diejeweilige Regierungihrer Bevölkerungexplizit, für die Altersversorgungvorgesehene Ersparnissein Goldanzulegen. Die chinesische Regierungkennt offensichtlich die „Zockermentalität“ihrer Landsleuteund in der Türkeiist es der rasche Wertverfallder Türkischen Lira,die Präsident Erdoganveranlasst hat, eine entsprechende Gold-Empfehlungzur Altersvorsorgeabzugeben. Zum 1. Januar2015 war eine UnzeGold noch 2.672Türkische Lira wert. Im Juni2021 wurde das bisherige Hochvon 16.866Lira/Unzeerreicht. Mit akt. 16.383Lira/Unze notiert der Goldpreisgerade mal 2,9 %tiefer. Wir hoffen, mit obigen Ausführungendeutlich gemacht zu haben, dass es bei allen Betrachtungen zum Goldpreis nur eineeinzige Wahrheitgibt, die man nicht wegdiskutierenkann. Gold war stets undist die stärkste Währung der Welt, und daran wird sich auch in Zukunft nichtsändern. Jeder Notenbankerweiß, dass es keine andere Währunggibt, die langfristig betrachtet nicht von „Schwindsucht“ befallen ist. Dies ist auch der Grund, warum sichNotenbanken seit Jahren darum bemühen, ihre Goldreserven zu Lasten andererWährungen zu stärken.
Wirkommen noch einmal auf die Relationvon Goldpreisund Dollarkurszurück. Seit Oktober2008 bis heutegibt es beim Goldpreiszwei klar definierte Aufwärtsphasenund zwei klar definierte Abwärtsphasen.Vom 24. Okt. 2008bis 6. Sept. 2011stieg der Goldpreisvon 682,65 $/Unzeauf 1.921,18 $/Unze,das waren + 181,43 %.Im gleichen Zeitraumverlor der US-$gegen den €uro- 9,82 %(von 0,7919auf 0,7141).Vom 3. Dez. 2015bis 7. August 2020stieg der Goldpreisum + 98,33 %von 1.046,41 $/Unzeauf 2.075,35 $/Unze.Der Dollarverlor gegen den €uroim gleichen Zeitraum– 7,29 %(von 0,9151auf 0,8484).Über mehrere Jahre hinweg gab es also die zu erwartende negative Korrelation. Die Kursverluste beim US-$ haben diegroßen Kursgewinne beim Gold aber nur unwesentlich reduziert.Vom 6. Sept. 2011bis zum 3. Dez. 2015sank der Goldpreisum - 45,53 %,nämlich von 1.921,18 $auf 1.046,41 $.Der US-$legte aber im gleichen Zeitraumum + 28,15 %gegen den €urozu (von 0,7141auf 0,9151).Auch hier gab es die zu erwartende negative Korrelation zwischen dem Goldpreis und dem Dollar-Kurs. Diekräftige Korrekturbeim Goldpreisfiel deshalb für einen europäischen Anlegerverkraftbar aus, weil die Verlustebeim Golddurch den gestiegenen US-$zu einem großen Teilwieder wettgemacht wurden. In jüngsten Abwärtsphasevom 7. August 2020bis 31. März 2021sank der Goldpreisvon seinem „Alltime High“bei 2.075 $/Unzeauf 1.677,97 $/Unze,das waren – 19,15 %.Die negative Korrelationzum US-$gab es auch in diesen 8Monaten, der US-$konnte aber nur um +0,51 % zulegen (von 0.8484auf 0.8527),sodass der Verlustnur unwesentlich reduziert werden konnte. Es ist tatsächlich so, dass auf dienegative Korrelationvon Goldund US-$nur bei längerfristiger Betrachtungzuverlässig funktioniert.Es gibt nämlich ebenso länger anhaltende Phasen,bei denen Goldund US-$gleichzeitig steigen(positive Korrelation).Wir hoffen mit den obigen Ausführungen deutlich gemacht zu haben, dass man sich bei der Einschätzung derGoldpreisentwicklung nicht von Dollar-Bewegungen irritieren lassen sollte.Zur Tabellevon Seite 2,bei der die Jahres-Performancevon Goldin US-$und €urogerechnet abgebildet ist, muss noch Folgendes gesagt werden. Durch diejeweiligen „Basiseffekte“wird der falsche Eindruckvermittelt, dass ein europäischer Anlegermit Goldin 16 Jahren16 x 9,3 % = 148,8 %Kursgewinn erzielen konnte. Tatsächlich war die Performance besser.Der Goldpreisstieg nämlich von 1.Januar 2006 von 517,03$/Unze bis heute(aktueller Kurs 1.766,45$/Unze) um 241,17%. Da in diesem Zeitraum der US-$ um + 1,51 % (von 0,8492 auf 0,8620) zulegte, fieldie Performancein €urogerechnet sogar noch um einen Tickbesser aus. Wie geht es nun weiter? Im Septemberstiegen die Konsumgüterpreiseum + 5,4 %in den USAund um + 4,1 %in Deutschland.Die stark gestiegenen Rohstoffpreise,der massive Anstiegder Produktionskostenund die Engpässeauf der Angebotsseite(Lieferketten-Problem)deuten nicht auf eine Entspannungan der „Inflations-Front“hin. Eine sich abzeichnende „Deglobalisierung“und zunehmender „Protektionismus“könnten sich als zusätzliche Inflationstreiberentpuppen. An einenmassiven Wachstumseinbruch glauben wir trotzdem nicht. Es istdeshalb zu früh,das Schreckgespensteiner „Stagflation“an die Wand zu malen. Sobald die Corona-Pandemiebewältigt ist und keine neuen Virusvariantenauftauchen, könnte die Wirtschaftwegen der lockeren Geldpolitikder Notenbankenund der expansiven Fiskalpolitikder Regierungenwieder in Schwungkommen, was eine preistreibende Wirkunghätte. Da die Notenbankenin der Schuldenfallesitzen, werden sie keinen Crashdurch eine restriktive Geldpolitikriskieren wollen. Die Realzinsenwerden dann noch negativerund das begünstigt den Goldpreis.Also: Kaufen Sie unbeirrt Minen-Aktienund physische Goldbarrenund achten Sie darauf, dassSie als Käufer nicht namentlich registriert werden, denn am „Tag X“ („Global Currency Reset“)droht zumindest eine hohe „Lastenausgleichsabgabe“. Auf jeden Fall gilt:Ceterum Censeo: Goldkaufen (am besten physisch und unregistriert)!