Beiträge von woernie

    Vorsicht Leute, "Hochmut kommt vor dem Fall."


    (* aus dem Alten Testament der Bibel, im Buch der Sprüche Salomos, Kapitel 16, Vers 18, wo es heißt:
    „Hoffart kommt vor dem Sturz und Hochmut kommt vor dem Fall.“)


    Grüße.



    Ich will weder hochmütig sein noch Herrn Stanzl zu nahe treten. Den Satz ( Der Herr Stanzl ist ja ein ganz sympathischer...) habe ich ernst gemeint und ich hätte noch hinzufügen können: ...und ein ganz guter Analyst. Trotzdem muss es gestattet sein eine derart markig angekündigte Analyse....



    Große Wende beim Gold und niemand schaut hin?


    ... inhaltlich zu hinterfragen.


    Und inhaltlich finde ich eben die Aussage aus dem Analysetitel nur relativ schwach begründet. Ich finde , dass der Herr Stanzl mehr einem 'Gefühl' , einer 'inneren Sorge' Luft macht , als dass er 'messerscharf' technisch analysiert. :S

    :thumbsup:


    ...jetzt ein Goldtop und die große Aktienhausse auszurufen ist ja gerade en vogue und in aller (vieler) Munde. Aber die Argumente für dieses Goldtop kommen doch recht schwächlich daher. Große Wenden sehen anders aus...


    Fassen wir es zusammen:


    Da kommt zunächst etwas diffuses aus der 'Sentimentkiste': Goldankaufsläden bei uns schießen aus dem Boden und Goldverkaufsläden in China. Ja ? Und ? Was ist damit ? :whistling:


    Zweites Argument: bärische Candlestickmuster im 3 Monatschart. Völlig illegitimes Prognoseinstrument aus meiner Sicht. Wer gründet Kauf-/Verkaufsentscheidungen auf den Quartalschart ? Antwort: niemand ! Und wer schaut auf Kerzen im 3 Monatschart ? Antwort : niemand ! Außer Herr Stanzl natürlich. :D Und Papillion, dem wahrscheinlich auch jedes Argument recht ist um seine Prognose zu 'untermauern'.



    Dann begibt sich Herr Stanzl auf's 'Fundamentalparkett'...und schießt sich prompt von hinten ins Knie:


    Zitat

    Am Geldmarkt gibt es eine Knappheit an Vermögenswerten. Es existiert nur eine begrenzte Anzahl guter Aktien....


    :hae:


    Es gibt aber auch nur eine begrenzte Menge an Gold/Silber. Dieses Argument dürfte also nicht greifen. :thumbsup:


    Gehen wir näher auf das Kernargument von Herrn Stanzl ein: er sieht eine mögliche generelle Trendwende im Fokus der Anleger zu Gunsten der Aktie . Ähnlich hat ja auch John Murphy, der Altmeister der Intermarkt-Anallyse argumentiert. Man kann im Ratio-Chart von S&P500/Gold soetwas wie Gegenwehr oder ein kleines Zucken ausmachen. Manche machen daraus eine Bodenbildung und eine General-Trendwende. Schauen wir detailliert hin:


    Die Aktienindizes, hier der SPX, haben Gold seit letzten November klar ausperformt. Stanzl behauptet gar:


    Zitat

    Seit November tendiert der S&P 500 Aktienindex in den USA aufwärts, das Gold abwärts. Das ist das erste Mal der Fall innerhalb des gesamten zwölfjährigen Haussezyklus des Goldes, dass es fällt, während Aktien steigen.


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    Dass es auch zuvor Zeiten steigender Aktien und fallenden Goldes gegeben hat zeigt dieser Chart (Gelbe Bereiche)


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    Im Monatschart offenbart sich die *Ironie an* geballte Wucht des Trendbruches und die solide Kraft der Bodenbildung. *Ironie aus*.


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    Allerdings hätte man einigen anderen Stellen im Chart bereits zu einem früheren Zeitpunkt die gleiche Diagnose stellen können...


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    Gerne wird um zu zeigen was man gerne zeigen möchte mit der Skalierung gespielt. Gut. Spiele ich auch mal. Im lg. Chart ist der Abwärtstrend des Ratios voll intakt:


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    Und man mag es auf den ersten Blick nicht glauben: seit dem Ratio Top bis zum heutigen Stand hat sich Gold etwa 5 mal besser entwickelt als Aktien (S & P 500). Um die bisherigen Ratio Tiefs zu erreichen müsste er sich aber nochmals mehr als 5 mal besser entwickeln als Aktien. Sprich in Relation zum SPX müsste (und wird) sich Gold verfünffachen !


    Edit: habe genauer nachgerechnet...im Tief waren nur 0,13 Unzen nötig für den Erwerb eines Anteils am S & P 500...also ist vom heutigen Niveau aus auch eine VERACHTFACHUNG des Goldpreises nichts weiter , als eine Wiederholung dessen was wir bereits hatten. ;)



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    In diesem Sinn , wünsche ich allen Bugs einen schönen Sonntag und die notwendige Geduld bei ihren 'Anlage-Entscheidungen'.


    :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    Ich sehe die 1520 eher nicht...Zwar haben wir einen kurzfristigen Aufwärtstrend im Dow gegenüber Gold und der Trend kann noch anhalten, aber der Indikator zeigt klar, dass gold jetzt outperformen sollte gegenüber Dow. So einen hohen Wert hatten wir nur einmal bis jetzt. Meine Einschätzung zu 2013, langsam hoch bis 1790, vielleicht auch noch 1920, aber in 2014 gewaltiger Ausbruch Richtung 2500....



    Du bist hin und her gerissen. 8)


    Klar, wenn eine Assetklasse underperformt (Gold) , dann müssen andere outperformen. :P


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    Hoppla ! Ich stelle mich weder dumm noch mache ich ein 'Kasperletheater'. Wenn sich gerade jemand zum Kasperle macht, dann bist Du das. Ich denke jeder kann sich am Geschriebenen ein Bild machen, wer jetzt um den heissen Brei herum redet. Ich habe bis hier lediglich sachliche Fragen zu Deiner Analyse gestellt. Dies mit einer Gegenfrage abzuschmettern, ist zwar schlechter Stil, aber angesichts der offensichtlichen Analysemängel verständlich. Die 'Kernfrage' zur übergeordneten EW Standard-Zählung die Du hier vertrittst, und die offensichtliche Disharmonie der Dauer der einzelnen Wellen hast Du wie alle anderen sogenannten 'EW-Gurus' 'gekonnt' umschifft mit nur einem einzigen Satz:


    Zitat

    eine Welle ii darf Welle i bis max 99% korrigieren. kommt selten vor, aber ist regelkonform.


    Das folgende Gesülze zu Wellenproportionen und zeitlichen Vorgaben ist um so unverständlicher als Du kein einziges Wort zur Erklärung der überaus marginalen Dauer von Welle 1 ( i ) aus dem September 1999 verlierst. Hier stellst Du Dich wie alle EW Fuzzis einfach taub. Meiner Meinung nach ist EW schlicht ein untaugliches Instrument um Währungen zu analysieren , weil Währungen sich nicht an einige Grundannahmen der EW Lehre halten. Beispielsweise bin ich überzeugt , dass sich Währungen IMMER korrektiv verhalten. Und Gold ist nun mal eine Währung um nicht zu sagen : DIE Währung schlechthin. Aber zugegeben, , letzteres ist ein 'Glaubensbekenntnis'.


    Aprospos: Du wolltest wisssen wieso ich an Kurse jenseits von 4 000 Dollar 'glaube'. Das sind drei Faktoren: 1)Trend 2) fundamentale Überzeugung 3) Lehren aus der Vergangenheit. (Siehe Gold Langfristchart 200 Jahre+/Dow/Gold Ratio etc.) .


    Ich denke ich habe im Laufe der Zeit 'drüben' in 'Charttechnik für Bugs' genug Langfristcharts mit technischen Hinweisen auf höhere Kurse gebracht.
    Da Du kein Interesse an fachlichem Austausch zu haben scheinst ist es wohl wirklich besser wir beenden das Thema an der Stelle. Wir werden ja dann sehen wqo wir im Jahr 2036 stehen. :D
    Und davor werden wir gesehen haben wo wir im Jahr 2014/2015/2016 etc. gestanden haben. :D :D :D


    Ich kann übrigens in keinster Weise feststellen, dass Du innerhalb der EW in einer besonderen Liga sppielst. Das kommt Dir vielleicht nur so vor. ;)

    http://goldseiten.de/artikel/1…uer-Edelmetallaktien.html



    ..könnte man vieles sagen. Wichtig erscheint mir, darauf hinzuweisen, dass Hussman als 'Ersteller' dieser Grafik:



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    ...die ja auf eine jährliche Rendite über die folgenden 3 Jahre von 60 % ( !!! ) hinweist, weitere 'Bedingungen' für ein solches 'Auskommen' formuliert hat. Die wären:
    1)Die Inflation ist höher als vor 6 Monaten.
    2)Die Staatsanleihenrendite ist niedriger als vor 6 Monaten.
    3)Die Einkaufsmanagerindizes befinden sich unter 50 %, also im Kontraktions-/Rezessionsmodus.


    Alles nicht der Fall. Nur zur Klarstellung.


    Abgesehen davon: jetzt ist immer und ausschließlich vom XAU die Rede um die historischen Ratio-Tiefs zu bekräftigen. Im HUI, wiederum nur zur Klarstellung, sieht das alles ganz anders aus. Da gibt es schon noch Platzfür Abqwqärtsbewegung in den Minen-Indizes.



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    Meine Meinung ? Ich bin in Minen investiert und baue diese Investition ggf. weiter aus.

    ich fühle mich gar nicht gedrängt. nochmal nimm deine Projektionen zurück und diskutiere sachlich mit mir, sonst bringt das nichts!



    Hallo Papillion,


    ich finde eigentlich schon, dass ich sachlich mit Dir diskutiert habe. Bzw. dass ich Dir 'sachliche Fragen gestellt habe. Was genau bitte fandest Du unsachlich ?


    Zurück zur 'blauen' Trendlinie, die also eine 2-4 Trendlinie ist. Du sagst: sie muss zuerst vorhanden sein ...um anschließend eine Welle 5 ausbilden zu können. Das leuchtet ja zunächst ein. Denn was nicht ist , kann ja auch keine 'Auswirkungen' haben...
    Allerdings stelle ich mir folgende Frage: eine 2 - 4 Linie ist eine Linie die durch exakt 2 Punkte definiert ist ! Durch das Ende der Welle 2 und durch das Ende der Welle 4 . Also recht willkürlich. Jedenfalls ex ante...ex post sieht das natürlich wie vieles im Leben anders aus. Da die Welle 4 für Dich ja noch garnicht beendet ist...ähem...wie kannst Du da eine 2- 4 Linie zeichnen ? Ex ante sozusagen ?


    Jetzt mal wirklich rein als 'fachliche' Frage ???


    Wenn das tatsächlich als 2 - 4 Linie von Dir 'gedacht' ist...dann ist das eine pure Spekulation bzw. Vermutung. Bitte kläre mich auf wenn ich mich irre.

    du verdrehst gerne die worte. es sind nicht "meine persönlichen erwartungen". ich bin kein eingefleischter Gold- bzw Edelmetallbulle wie du es bist.
    die Erkenntnisse mit Hilfe der technischen Analyse zeigen mir, dass es in den nächsten 20 Jahren nicht zu exorbitanten Preissteigerungen kommen wird.
    ich verstehe dass es für dich als überzeugter Edelmetallhalter schwer zu glauben ist. No Problem. Jeder soll das Glauben was er für richtig hält und so hat jeder seine Meinung. eine Meinung kann sich auch ändern. ;) We well see 8)



    Jetzt Moment mal: was habe ich verdreht ? ?)
    Ich habe (nach meinem Empfinden) höflich 3 konkrete Fragen gestellt:


    1)Wie kommt es, dass diese (blaue) Trendlinie JETZT erst relevant/diskutabel wird ?
    2)Ob es wohl eine plausible Erklärung für die doch sehr unharmonischen Wellen was deren Dauer anbelangt aus Deiner Sicht gibt. Welle i zu Welle ii etc. Du wirst doch nicht in Abrede stellen, dass solche 'Wellenbeziehungen' nicht gerade typisch sind ? Da hätte mich Deine Meinung schon echt interessiert.
    3)Gibt es einen EW/Charttechnik erkennbaren/zwingenden Grund der ~ 4000 ins Reich der Träume verweist?


    Die genaue und höfliche Formulierung lautete wie folgt:


    Zitat

    Mal ganz ehrlich: hat diese Erkenntnis etwas mit dem Regelwerk von EW zu tun oder ist es eher Deine persönliche Erwartung ?[/


    Wenn Du Dich da in eine Ecke gedrängt fühlst liegt das wohl mehr an Dir als an mir. Edelmetallbulle hin oder her.




    Ich frage mich natürlich wieso wir das erst jetzt erfahren ? Gerade die Forderung die sich aus der Trendlinienanalyse ergibt, hätte ja schon vor Jahren formuliert werden können ! Sie hätte all die Jahre wie ein Damoklesschwert über allen starken Anstiegen gestanden. :hae:



    ...Und der Zeitfaktor der Wellenverhältnisse...mit allem gebührendem Respekt vor Elliott und vor Dir...da rollen sich bei mir einfach nur die Fußnägel auf. :S





    Zitat

    Welle ii war zeitlich zur bisher ausgebildeten Welle iii sehr kurz, eine Welle iv wird zeitlich viel mehr zeit brauchen. auch preislich wird sie mehr korrigieren als die bisherigen 23% auf bisher 1520$. Auch gehe ich davon aus, dass die Korrekturwelle iv' of iii noch nicht ihr tief gefunden hat. ich gehe davon aus, dass noch eine letzte abwärtswelle bis mind. knapp unter 1500$ ausstehend ist. Erst dann können wir wellentechnisch von einer vollständig ausgebildeten Korrekturwelle seit okt top 1790 sprechen. sollte es anders kommen dann ist aktuell 1634$ das signal für das ende der korrektur seit 1683$.


    Sobald dann ein neues Top >1910$ vorliegt muss man sich jederzeit auf gewinnmitnahmen einstellen. vielleicht kommt die grosse preiskorrektur nicht sofort, sondern stellt sich dann erst nach ein paar monaten seitwärtsbewegung in einer preisspanne von 100-150$ ein, aber sie wird kommen und sie wird Alle überraschen. Denn wie bereits erwähnt der bisherige 1655$ Anstieg (255-1910) wird preislich wie zeitlich korrigiert werden müssen und ein erreichen der blauen TL dürfte nicht vor 2017 sein.



    Diese , sehr weit verbreitete EW Zählung hat immer meine allergrößte Skepsis , um nicht zu sagen Widerwillen, hervor gerufen. Welle 1 , oder bei Dir Welle i hat gerade einmal ein paar Tage gedauert. Genaugenommen 11 Tage. Wenn man gewaltig an dem Chart zerrt und drückt und den kleinen Zacken davor als welle 1 der i zählen würde , dann kämen wir auf 26 Tage. Dann wäre diese Welle immer noch nicht einmal 1 % der Gesamtlänge des 'Konstruktes' zu dem sie nach dem Willen der EW-Analytiker gehören soll. Ich habe im Laufe der Jahre sicher tausende von EW Zählungen auf den unterschiedlichsten Märkten und in den unterschiedlichsten Degrees gesehen und nachzuvollziehen versucht. Aber diese (gängige) Goldztählung ist die bei weitem unharmonischste und für mich hahnebüchenste die ich überhaupt jemals gesehen habe. Wie es zu solch gewaltigen 'Verwerfungen' in der Struktur einer Bewegung kommen soll/könnte hat mir bisher jedenfalls kein EW'ler plausibel erklären können. Kannst Du es ?



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    Zitat

    aber das erreichen von 4000$ wird eher etwas für träume sein. ;)



    Mal ganz ehrlich: hat diese Erkenntnis etwas mit dem Regelwerk von EW zu tun oder ist es eher Deine persönliche Erwartung ?

    ...keine Trendwende. Für manche git: zwei Schritte vor, ein Schritt zurück, für andere ein Schritt vor und zwei zurück. Man muss sich die ersteren merken. ;)

    Genau, da wir in einem Chart-Faden sind: Das ist mal ein richtig unseriöses Diagramm (Engl.: chart) von bullionvault. Wenigstens haben sie die kummulativen Anstiege noch reingeschrieben, denn auf den ersten Blick wird suggeriert, dass die cash costs stärker gestiegen seien, als der POG. Endweder, man malt so etwas als relativ-chart mit 100% Startpunkt, oder man lässt es bleiben.....


    Sorry für (halb-) ot, aber so etwas tut mir sofort in den Augen weh, ist schwer tendentiös und verleidet es mir, sich überhaupt mit dem übergeordneten Thema auseinanderzusetzen......


    Auf den ersten Blick , kommt bei mir die Botschaft an, dass sich POG und Cash-costs in die gleiche Richtung bewegen. Das was Du als 'unseriös' bezeichnest, dass etwas suggeriert wird was nicht stimmt, hatte ich beispielsweise garnicht bemerkt...dass nämlich der letzte Zacken Cash-costs den POG übersteigt. Wie Du schon sagtest, Sowohl die jährlichen als auch die kumulativen Anstiege werden im Chart deutlich ausgewiesen. Somit ist der Chronisten- und Informationspflicht (aus meiner Sicht) wohl genüge getan.

    ...ob es 'immer' so ist , dass man die 'Förderkosten' herauszaubert 'wenn es charttechnisch oder fundamental keine Erklärung mehr gibt' , das weiß ich schlicht nicht. Was ich sicher weiß: es war nicht der Kurti in bierseliger Runde von dem ich das gehört habe. In meinem Fall war es Dr. Jens Ehrhardt der durchaus glaubwürdig davon berichtet hat, dass die 'Gesamtproduktionskosten' (= all in costs), um mal den von Dir mit allergischen Reaktionen belegten Begriff 'Förderkosten' zu vermeiden, in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt aller Produzenten um 16 % jährlich gestiegen sind.Hauptgrund dafür sind übrigens nicht (ausschließlich) gestiegene Energie- und Personalkosten, Hauptgrund ist der rückläufige Goldgehalt im abgebauten Gestein. Im Durchschnitt findet sich nur noch 1 g Gold in einer Tonne abgebauten Gesteins. 1950 waren es noch 6 Gramm. Ob die von Dr. Ehrhardt kolportierte Zahl von 1500 $ jetzt genau stimmt oder ob es vielleichtdoch 'nur' 1300 $ all in costs sind kann ich wirklich nicht sagen. Fakt ist jedenfalls ,dass die Produktionskosten in diesem Bullzyklus überproportional gestiegen sind. Was man schon daran sehen kann , dass trotz vervielfachung der physischen Preise viele Förderer am Rande der Profitabilität herumkrebsen. Wenn man immer noch zu den von Dir unterstellten 500 - 600 $ produzieren würde, wären ja inzwischen alle fördernden Minen wahre Cashcows ! :thumbsup: Sind sie aber nicht. :cursing: Da möge sich dann auch mal jeder selbst seinen Reim drauf machen.


    Hier noch ein paar links für Dich zur 'Meinungsbildung'. Dass Du Dich etwas von Kurtis Niveau absetzen kannst, nächstens dann. 8)



    http://goldnews.bullionvault.c…old-price-floor-120320125


    Zitat

    The total all-in cost of mining an ounce of gold across the industry is currently around $1300 and for some producers it is considerably more. For example, it costs Gold Fields, which is one of the world's largest producers of gold with annualized production of 3.5 million gold equivalent ounces, $1788 an ounce.


    http://irmatters.com/2013/01/2…-whats-wrong-with-profit/




    http://business.financialpost.…parency-valuation-issues/


    Zitat

    Goldcorp anticipates all-in costs of at least US$1,000 an ounce despite being a low-cost producer. If high-cost producers used the all-in measure, some of them would be struggling to report any sort of positive margin at the current gold price of US$1,659.


    Und noch'n Chart dazu...wir sind ja in einem Technik-Faden:


    [Blockierte Grafik: http://goldnews.bullionvault.c…203-gold-mining-costs.png]



    Und 'Cash-costs' bitte nicht mit 'all-in-costs' verwechseln. Da kommen noch 300 - 500 $ oben drauf.


    P.s.: die 'Studien' von Dr. Ehrhardt kann ich hier leider nicht veröffentlichen, weil sie aus einem Bezahl-Abo stammen und demzufolge mit copyright bewehrt sind. Ehrhardt meint übrigens dass Minen zur Zeit mangels Cashflow trotzdem nicht 'günstig' oder gar 'billig' sind.



    P.s.. 2: Und noch was. Ich habe oben geschrieben:


    Zitat

    Ein Anstieg des Goldpreises auf 1800 $ würde den Gewinn vieler Minenunternehmen geradezu explodieren lassen !



    Was ist an dieser Aussage falsch ? Für viele Minen wäre der prozentuale Gewinnanstieg mit Sicherheit um ein vielfaches größer als die 11 % die das im POG bedeuten würde. Und nur darum ist es mir gegangen. 'Hebelgesetze' eben... :thumbsup:

    ...


    Woernie,
    da kennst Du mich aber (immer noch) schlecht!
    ....


    Im Übrigem sollte Jedem klar sein, dass an der Comex auch im grossen Stil "ungedeckt gekauft" wird. Die meisten Spekulanten dürften gar nicht die Mittel besitzen, das Gold oder Silber zu bezahlen, das sie über die Comex handeln! Genau deshalb funktioniert ja die Manipulation durch jemand der die tieferen Taschen hat.



    Zweimal ja ! :thumbsup:


    Und nichts für ungut ! 8)

    ...alles ist 'Folklore', so lange keine, wie auch immer geartete 'Glaskugel', mit einer Treffsicherheit von 100 % die Zukunft zeigt. Und wenn es diese '100 % Glaskugel'' geben würde bräuchten wir keine 'Folklore' mehr. Folklore is fun !


    :thumbsup:

    Wenn man an steigende Edelmetallpreise 'glaubt', spricht aktuell eigentlich auch einiges für Minenaktien. Es ist ja so eine Sache mit dem sogenannten 'Hebel auf den Goldpreis'. Denn erstens wirkt er in beide Richtungen, und zweitens schwächt er sich in einer fortgeschrittenen Hausse zu Ungunstenn der Minen ab. Im Gegenteil ist es 'historisch' sogar so, dass das physische Investment in späten Haussephasen besser als die Minenkurse 'rentierte'. Alles nachzulesen in einem sehr guten 'Know-how' Artikel aus dem Dez. 2003 von Andreas Rühl, hier auf Goldseiten.de:



    Goldminen in Extremphasen !


    Nun ist es aber so, dass wir uns aktuell in einer 'Sondersituation' befinden! Insofern nämlich, dass sich trotz stark gestiegener Edelmetallpreise die Edelmetallförderer auf Grund noch dramatischer gestiegener Förderkosten in keiner komfortablen Gewinnsituation befinden. Bei 'Gesamtförderkosten' ('all-in-cost') im Bereich von ~ 1500 $ ist es sogar so,dass viele etablierte Minen am Rande der Gewinnzone operieren. Steigende Edelmetallnotierungen haben/hätten deshalb eine starke 'Hebelwirkung' auf den Gewinn der Minenunternehmen. Ich habe dazu mal analog zu Rühls Tabelle in obigem Artikel eine Tabelle zusammengeschraubt. Ein Anstieg des Goldpreises auf 1800 $ würde den Gewinn vieler Minenunternehmen geradezu explodieren lassen !



    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/bild7opuoo.gif]


    Dieser Hebel 'wirkt' natürlich auch in die entgegengesetzte Richtung ! Wie man sieht geraten die Minenunternehmen bei sinkendem Goldpreis schnell in eine dramatische Verlustsituation :


    [Blockierte Grafik: http://www.abload.de/img/bild831u5n.gif]



    Als Trost bleibt dann nur, dass der POG im Bereich 1500 fundamental 'gut unterfüttert' sein sollte. Denn wer buddelt im Erdreich herum wenn er pro produzierter Unze 100/200/300 $ Verlust einfährt ? Antwort: niemand allzu lang !


    :thumbsup: