Den Bericht in der Welt fand ich auch sehr bemerkenswert. Aus ihm geht auch hervor, daß Herr Bernanke mit dieser Sicht der Dinge nicht allein dasteht. Wenn ein ehemaliger US-Finanzminister und der CNN-Chef sich ähnlich äußern, ist die Lage dort sicher ernst - und wahrscheinlich viel ernster, als allgemein (Mainstream) vermutet wird.
Anlaß zur Sorge besteht ja durchaus. In Grunde warnen sie lediglich vor einer gefährlichen Entwicklung, welche jeder logisch denkende Mensch eigentlich selbst erkennen müßte. Aber (nicht nur) der Präsident dieses Landes ist eben eine Kategorie für sich [Blockierte Grafik: http://www.goldseitenforum.de/images/icons/icon6.gif]
Daß es in den USA Volksaufstände geben wird, kann ich mir persönlich nur schwer vorstellen, denn eigentlich gelten die Amerikaner ja als sehr optimistisch und pragmatisch - zwei Eigenschaften, die sich in einer Krisensituation eher positiv auswirken sollten. Das Privateigentum als solches wird von den Amerikanern auch vergleichsweise hoch geachtet. Bis dort (hoffentlich nie!) Zustände wie in Südrhodesien herrschen, muß das Chaos - auch weltweit betrachtet - noch erheblich zunehmen. Ob es in diesem recht hypothetischen Fall dann hier in D gemütlicher wäre, wage ich zu bezweifeln.
@ mesodor39:
Auch wenn ich deine Beiträge sehr schätze, kann ich deinen (in letzter Zeit immer stärker werdenden) ausgeprägten Pessimismus nicht teilen. Gerade die Reaktionen der Herren Bernanke, Paulson und Dobbs zeigen, daß auch die US-Elite nicht komplett blind ist und den Karren mit Vollgas vor die Wand fahren will. Ich vertraue (noch immer) darauf, daß sich am Ende die Vernunft durchsetzt.
...und ich hoffe sehr, daß ich damit recht behalte!
silver1st
P.S.
Wenn ich bedenke, wie schlecht die Meinung über B. Bernanke (nicht nur hier im Forum) zu seinem Amtsantritt war, muß ich sein bisheriges Verhalten (bei aller systembedingten Kritik) doch als positive Überraschung bewerten.