Das westliche Imperium stürzt
Angesichts der immer sichtbarer werdenden Legitimationskrise des Merkelregimes möchte ich hier noch einmal einen Text von mir einstellen, den ich bereits 26. November 2015 veröffentlicht habe: „Das westliche Imperium wankt“. Damals saß Obama noch im Weißen Haus und alles sah nach Clinton als Nachfolgerin aus. Es kam bekanntlich anders. Dennoch ist die Aktualität meiner damaligen Erläuterungen ungebrochen, weshalb ich sie hier noch einmal in Erinnerung rufen möchte. Denn jetzt wankt das Imperium nicht mehr nur, es befindet ich bereits im Sturz und schon bald werden sich die Ereignisse überschlagen.
Auch Trump kann nichts tun, als den Gesetzmäßigkeiten eines untergehenden Imperiums zu folgen. Mein Artikel erklärt einige prinzipielle Zusammenhänge über die alles entscheidende Legitimationskrise, die ein Imperium wie das Transatlantische zu Fall bringen muss und die wir jetzt auch verstärkt in BRD-Deutschland als dessen Kolonialgebilde erleben. Die unausweichliche Existenzkrise einer sich zugunsten des EU-Faschismus auflösenden BRD, die Glaubwürdigkeitskrise der westlichen Konzernmedienmacht, die nicht mehr als 4. Gewalt, sondern nur noch als „Lügenpresse“ wahrgenommen wird, die Glaubenskrise des Katholizismus, in die der Jesuitenpapst Franziskus seine Schäfchen führt und nicht zuletzt der Untergang der „Volksparteien“ der Siegermächte über Deutschland, SPD und CDU sowie der unaufhaltsame Aufstieg der AfD sind ihre nicht mehr zu verdeckenden Symptome.
Auch wenn einige den Text bereits kennen, so hoffe ich, seine erneute Auflage kann angesichts des gerade zusammenbrechenden Merkelregimes in Deutschland denjenigen von Nutzen sein, die sich in all dem Chaos einen klaren Blick bewahren und erkennen wollen, dass auch die sogenannte EU als vatikanisch vereinigte Kalergi-Staaten von Europa nicht mehr die geringste Chance hat, weiter zu bestehen. Nicht nur die NATO ist obsolet, wie Trump sagte, sondern auch die Jesuiten-EU.
Das westliche Imperium wankt
Veröffentlicht am 26. November 2015 von Diogenes Lampe
Wer verstehen will, was in Deutschland wirklich geschieht, seit es von der Schröder-SPD und Merkel-CDU in Grund und Boden regiert wird, muss sich etwas näher mit dem unaufhaltsamen Wandel des US-Imperiums beschäftigen, der sich seit Ende des letzten Jahrtausends vor unseren Augen abspielt.
Jedes Imperium besteht (ähnlich wie Staaten) aus einem Konglomerat finanzieller, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, militärischer und vieler sozialer Systeme, die in sich hierarchisch strukturiert sind. Umfasst und zusammengehalten werden sie von einer Idee, einer Art Glaubenssystem, welches dieser Systemzusammenballung die Machtlegitimierung liefert und die Machtinhaber in seinem Sinn schützt.
Auch Imperien verschleißen
Beispielsweise wurde das Römische Imperium von der Ideologie „Rom“ umhüllt, die im Römischen Recht und im Kaiserkult kulminierte. Das Britische Weltreich umhüllte der Calvinismus (Kapitalismus), das Sowjetreich der Kommunismus und das US-Imperium wird vom kosmopolitischen Globalismus umfangen. Es hat Römisches Recht, Kaiserkult (Papsttum), Kapitalismus wie Kommunismus kongenial in sich vereint; eine Idee, welche der papistische Jesuitismus, d.h. der politische Arm der römisch-katholischen Kirche, bereits im 18. Jahrhundert gegen enormen Widerstand innerhalb derselben als universellen Weltkatholizismus vordachte, entwickelte und öffentlich propagierte (siehe Jesuitenstaat Paraguay, Russland- und Asienmissionen und den großen Ritualstreit, worauf ich hier aber aus Platzgründen nicht näher eingehen kann).
Wie jede Maschine ein System ist und verschleißt, so verschleißen auch Imperien, die vom Prinzip her nicht anders funktionieren als politische Großmaschinerien. Aber wann ist der Punkt erreicht, an dem die Maschine – das System stottert und schließlich nicht mehr läuft? Sobald die verfügbaren Kraftreserven, die es sich von außen zuführen muss, sprich die Ressourcen nicht mehr ausreichen! Denn auch im Politischen System gibt es kein Perpetuum mobile.
Im heutigen Finanzsystem des US-Imperiums ist das evident. Der Dollar, der weder durch Gold noch durch die Wirtschaftsleistung der USA gedeckt ist, braucht zu seiner Stützung den Zugriff auf die weltweiten Ölressourcen, die ihn seit 1973 als Weltleitwährung aufrechterhalten und seinen Wert bestimmen. Er wurde zum Petrodollar, kann sich aber durch seine Inflationierung inzwischen nicht mehr ausreichend mittels Investitionen absichern. Er verliert einerseits durch die Schuldenkrisen der Staaten der sogenannten 3. Welt, die ihn sich leihen und verkonsumieren, und andererseits durch die aufstrebenden BRIC-Staaten, die ihn nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptieren wollen. Der notwendige Rückfluss in die USA stockt. Die Nachfrage sinkt und somit auch die Seigniorage-Einnahmen (Einnahmen durch Gelddrucken). So muss die FED der US-Regierung zunehmend die Staatsanleihen abkaufen, die andere Staaten nicht mehr haben wollen.
Machterhalt mit Söldnern
Das hat zur Folge, dass sich auch die US-Armee finanziell einschränken und erkennen muss, dass sich das Dollar-System weltweit überdehnt hat. Es kann aber nun nicht einfach in die USA zurückbeordert werden, weil die vielen Soldaten im eigenen Land kaum zu versorgen sind und so dem Imperium im Innern gefährlich werden könnten. Um dem Zerfall seiner Armeen entgegenzuwirken, muss das US-Imperium seine Kräfte einerseits an den wichtigsten Fronten zusammenziehen (das tut es gerade in der Asien-Pazifik-Region) und andererseits die somit entstehenden Lücken in anderen Regionen mit privatisierten Söldnerunternehmen schließen, die der US-Staat nur mit Waffen versorgen muss (was zu Investitionen in den militärisch-industriellen Komplex führt, der damit für den Dollar und seine Rettung immer bedeutender wird). Diese Söldnerverbände haben nur noch die Aufgabe, als Kanonenfutter Chaos zu stiften, damit die vom Imperium nicht mehr zu haltenden Einflussbereiche wie die im Nahen Osten, Nordafrika, Südamerika ect. wenigstens weiter geschwächt werden bzw. bleiben.
Ob diese Söldner nun Blackwater, Academy, Mudschahedin, Taliban, Al Quaida, ISIS, ISIL oder IS, Dash oder Gladio oder sonst wie heißen (alle haben mehr oder weniger deutliche Verbindungen zur CIA), ist hierbei ohne Bedeutung. Sie alle haben die gleiche Aufgabe, wobei der Zweck, das Imperium vor dem Zerfall zu retten, jedes Mittel heiligt; -gerade auch den Terrorismus, der nur von den Geheimdiensten gelenkt zu werden braucht und dabei höchst effektiv wirken kann, um ganze Regionen mit wenig – noch dazu meist ausländischem Personal – in Schach zu halten.
Doch mit der Krise des Imperiums treten Reformnotwendigkeiten in seinem Innern zwingend zutage.
Es hat nun einerseits die Möglichkeit, seine Überdehnung zurückzufahren, d.h. anzuerkennen, dass seine Macht immer nur die Macht über die vorhandenen Ressourcen sein kann und folglich beim Schwinden derselben ein Angleichungsprozess in allen Systembereichen notwendig ist, also ein freiwilliges Abgeben von Machtbereichen.
Die größten Angleichungsprobleme hat damit jedoch das Glaubenssystem, also die Hülle und deren ideologischer Putz. Denn seine Krise läuft auf die Legitimationskrise des Imperiums schlechthin hinaus, weshalb es kein Imperium in der Weltgeschichte gegeben hat, dass angesichts seines drohenden Untergangs diesen Weg der Gesundschrumpfung gegangen wäre.
Wie die Legitimation des Systems erodiert
Stattdessen müssen dort, wo Vernunft und Realitätssinn ignoriert werden, Lug und Trug das System notdürftig zusammenhalten. Wir dieser Betrug jedoch zu offensichtlich, dürfte daraus eine das System zerstörende Glaubenskrise erwachsen und eine Revolution der Gläubigen im Innern des Imperiums entfacht werden. Dieser Gefahr eingedenk formt sich daher – von der Spitze bis zur Basis der wankenden Machtpyramide – unwillkürlich ein starker Selbsterhaltungswille all derjenigen, welche bisher vom Imperium und seinen Systemen besonders profitiert haben und die folglich am meisten verlieren können, wenn es fällt. Sie spalten sich in Reformkräfte und Beharrungskräfte auf und fallen übereinander her.
Um sich an der Macht zu halten, müssen sie faule Kompromisse schließen und dabei subtil oder offen zu Unterdrückungsmaßnahmen durch Militär, Polizei, Geheimdienste und Zensur greifen. Am Ende wird sich auch das US-Imperium der eigenen Bevölkerung erwehren müssen, die seine Legitimation infrage stellt, da es ihr immer schlechter geht – ebenso wie den Völkern seiner Helotenstaaten, in denen deshalb der Druck auf die Statthalter dort erhöht wird, um Widerstand im Keim zu ersticken.
Drohung, Erpressung und Bestechung werden notwendig zu politischen Größen des Systemerhalts. Die Propagandamaschine muss jetzt auf Hochdruck laufen und in jede Richtung mit dem Holzhammer wirken, führt sich damit aber über kurz oder lang selbst ad absurdum. Die Legitimationskrise lässt sich durch sie nicht mehr aufhalten, sondern spitzt sich noch zu.
Obendrein bleiben natürlich die Feinde im Äußeren: Die BRICs mit ihren schier unerschöpflichen Ressourcen und Investitionsmöglichkeiten auf 4 Kontinenten, einer eigenen Entwicklungsbank, die sich vom Dollar-System gelöst hat und einem Militär wie das russische, das nach einer langen Phase des Tiefstapelns nun in Syrien bei der Bombardierng der Hilfstruppen des Imperiums und seiner arabischen Helotenstaaten zeigt, das es vor dessen Militärmaschinerie keinerlei Furcht mehr haben muss. Eher umgekehrt.