Moin moin @Edel Man,
ich hatte am Freitag im Thread von Argonaut einige günstige Perlen durch einen Vergleich bei Haywood herausgesucht:
Wirklich billig beim Vergleich der Bewertung von Ressourcen alle Kategorien und Reserven sind MUX, SEA, CKG und SSP, wobei nur MUX (Haywood S. 22) schon produziert.
Es gibt ebenfalls einen deutlichen Unterschied im Produkt Mix. MUX hat knapp 50% Gold plus viel Silber und Kupfer, SEA ca. 70% Gold, CKG ca. 53% Gold und SSP ebenso. (Haywood S.23)
Anschließend habe ich mir die Werte näher angesehen.
Das Projekt von Seabridge ist riesig mit gewaltiger Kapex. Ich vermute, dass sich zwei Majors das Risiko teilen werden. Newmont könnte es eventuell auch alleine stemmen. Sie haben mit Boddington in Australien - 1 Million oz pro Jahr - schon so ein riesiges Projekt. Einen Produktionsstart, dem dann über viele Jahre ein kontinuierlicher Ausbau folgt, halte ich frühestens in 5 - 6 Jahren für realistisch.
Wie zurückhaltend selbst die relativ aggressiv operierende WPM bei der Finanzierung von Projekten ist, sieht man am Beispiel von SSP. WPM hat eine Finanzierungszusage über 30% der Kapex gemacht. Da bleiben für den Zwerg mit großem Goldschatz noch einige hundert Millionen übrig, was ich, außer bei stark steigendem Goldpreis, für sehr schwer finanzierbar halte. Ein feiner Happen für ein kapitalstarkes Unternehmen mit hohem Cashbestand. Eine Übernahme würde mich nicht überraschen.
CKG hat ein sehr großes Projekt in Mexiko. Kapex ca. 1,5 Mrd. $. Ebenfalls ein attraktives Übernahmeziel für ein Unternehmen mit gut gefüllter Kasse.
Von SBR rate ich auf Grund der Macht der Mehrheitsaktionäre - 88% - ab. Es dürfte noch eine weitere Verwässerung zum Nachteil der wenigen freien Aktionäre geben. Im Zweifel fallen im langen sibirischen Winter Wodka, Nutten usw. unter Betriebsausgaben.
MUX befindet sich als Juniorproduzer ebenfalls bei den Minen mit sehr niedriger Bewertung der Ressourcen. MUX wird im aktuellen Report von Goldherz als große Chance für 2018 bezeichnet. Mc Ewen hält ca. 25 % an MUX.
Nach der Finanzierung der Übernahme von Black Fox für 2,25 C$/Share ist der Kurs in jüngster Zeit angesprungen und der Chart zeigt Kaufsignale. Der Factsheet ist übersichtlich gestaltet und zeigt klar die Richtung und die Möglichkeiten von MUX. 2020 sollen 223.000 oz Gold(äquivalent) produziert werden. Die aktuelle Marktkap. beträgt 890 Mio. C$. Dank der Übernahme von Blackfox hat MUX ein Taxloss von 150 Mio. US$, was sich günstig auf den Cashflow auswirken sollte. Die Projekte in der Pipeline sind relativ klein und damit aus dem Cashflow finanzierbar. Ich erwarte - ohne Übernahmen - bis 2020 keine Kapitalerhöhungen mehr. Das gilt nur solange nicht das riesige Kupferprojekt in Argentinien - Kapex 2,4 Mrd. US$ - Los Azules gebaut werden soll. Dazu braucht es nach einer PEA noch eine bankfähige Feasability Studie. Da ab 2026 Prognosen von einem Kupferdefizit ausgehen, würde ich frühestens ab 2023 mit einer Realisierung rechnen, es sein denn der Kupferpreis steigt stark.
Wenn ich mir die Projekte von MUX ansieht, halte ich eine weitere Übernahme einer Mine mit kurzfristigem Produktionspotential 2018 oder 2019 für wahrscheinlich, da ansonsten das Wachstumspotential fehlt. Das kann allerdings auch aus erfolgreicher Erweiterung produzierender Minen kommen. Das kann ich im Moment nicht abschätzen.
Wer hat einen genauen Überblick über die vielen Beteiligungen von MUX?
Hier vermute ich erhebliches Wertpotential, das durch Übernahme und Entwicklung, Verkauf, Veroptionierung eines Anteils und eventuell über Royalties gehoben werden kann. Der Cashflow ist vermutlich nicht ausreichend für die Entwicklung sehr großer Projekte und könnte so aufgebessert werden.
Wer kann nachrechnen, wie Haywood auf die günstige Bewertung kommt?
Desgleichen erschließt sich mir nicht, wie Capitalcube auf die Bewertung "overvalued" kommt. Das Rating beträgt bescheidene 59/47o (To/NY) und hat sich in letzter Zeit nicht wesentlich verändert.
Die fundamentale Bewertung von MUX bei Haywood und die Zahlenanalyse der Rechenknechte von CC widersprechen sich leider. Vielleicht kann dieser Widerspruch uns helfen die Stärken und Schwächen des jeweiligen Systems zu verstehen. - Die Charts zeigen aufwärts.
Die "bestechende" Analyse von Goldherz hilft uns nicht wirklich weiter: "Es ist keine Aktie, die Sie „geschenkt“ bekommen. Qualität hat bei Goldaktien immer einen hohen Preis. Doch ich glaube, dass McEwen Mining auf dem aktuellen Niveau eine preiswerte Investition ist und preiswert ist für diese Aktie eher selten. Darum würde ich an Ihrer Stelle damit beginnen zuzugreifen und ein paar Stücke einzusammeln (so lange das gegenwärtig günstige Kursniveau besteht)." - Laber-Rabarber - 
Vermutlich gab es an anderer Stelle eine Kaufempfehlung. Eine neue Kirkland sehe ich jedenfalls nicht in MUX, auch wenn die Aktie in der Vergangenheit ein hohes Beta von 2,7 auf den Goldpreis hatte.
Mein nächster Kauf im EM-Sektor wird vermutlich SSL. Vorher schaue ich mir das Unternehmen noch genau an.
Mein letzter Kauf war Argonaut. Bei einer Fusion mit Leagold entsteht ein Unternehmen mit ähnlicher Marktkap. wie McEwen. Beide zusammen haben 2017 über 300.000 oz Gold produziert. Argonaut schafft bis 2019 alleine 200.00 oz Gold durch Ausbau der Projekte in Mexiko. Dazu kommen zwei Projekte (Cerro del Gallo und Magino), die die EM-Produktion um insgesamt ca. 300.000 bzw. 400.000 steigern können. LMC und AR werden beide in Bezug auf ihre Reserven von Haywood als günstig eingestuft, und gelten bei CC als undervalued.
Viele Grüße
Vatapitta