Zitat von Beitrag 864 aus dem Thread: Allgemeine Sachlage bei Minenaktien
Moin moin,
wer lange genug sucht, der findet dann doch die anscheinend unglaublichen Nachrichten.
Es sollen doch 46.000 Tonnen sein, im Wert von 1,7 Billionen US$.
Alles anzeigenGoldproduktion im Sudan steigt rasant
Schon vor rund 4.000 Jahren wurde Nubien, der Vorgänger des heutigen Sudan, von den alten Ägyptern als bedeutender Lieferant von Gold geschätzt. Und jetzt scheinen sich die Sudanesen wieder auf diese Epoche zu besinnen. Denn die Goldproduktion in dem Land steigt rasant. Einem Bericht des Nachrichtenportals Gulf News vom vergangenen Samstag (28.11.15) zufolge förderte man dort im Jahr 2009 gerade mal vier Tonnen Gold. Bis zum Jahr 2013 schwoll dieser Wert auf 34 Tonnen an. Ein Jahr darauf waren es bereits 70 Tonnen, und im vergangenen Jahr 82 Tonnen. Im Jahr 2016 sollen es mehr als 100 Tonnen von dem gelben Edelmetall werden, die aus den nördlichen Wüstenregionen des Landes aus dem Boden geholt werden. Laut der Tageszeitung Sudan Tribune machen diese Zahlen den Sudan schon jetzt zum drittgrößten Goldproduzenten auf dem afrikanischen Kontinent, just hinter Ghana und Südafrika. Doch spätestens bis zum Jahr 2018 will der Sudan Südafrika überholt haben und an der Spitze der afrikanischen Goldproduzenten stehen. Die Marschrichtung wurde vom sudanesischen Präsidenten, Umar al-Baschir, selbst vorgegeben. Unmittelbar nach der Abspaltung des Südsudan sagte er den vielzitierten Satz:
800 Goldlagerstätten warten im Sudan auf ihre Ausbeutung
Tatsächlich scheint dieses Wachstum gezielt und von langer Hand vorbereitet worden zu sein. Im Jahr 2012 wurde eine neue Scheideanstalt eingerichtet, deren Kapazität bei rund 300 Tonnen Gold im Jahr liegt. Doch dem Anschein nach ist das nur der Anfang. Ein Fingerzeig in die Zukunft sind die rund 800 Goldlagerstätten, die in dem immer noch riesigen Land identifiziert wurden und auf ihre Ausbeutung warten. Derzeit sind im Sudan 132 Unternehmen registriert, die diese Lagerstätten auf den Abbau des gelben Edelmetalls vorbereiten. Erst 13 dieser Minenbetreiber haben die Goldförderung bereits aufgenommen. In Khartoum, der Hauptstadt des Sudan, arbeitet man derweil an einem neuen Regelwerk, das den Goldabbau besser regulieren und effizienter machen soll. Dazu gehört die Einführung neuer Technologien ebenso wie das Hausieren bei großen internationalen Minenbetreibern aus Russland, China und den USA, die man für die Ausweitung der Goldproduktion gewinnen will. Mit Saudi-Arabien hat man sich schon darauf verständigt, gemeinsam eine Mine für Gold, Silber und Kupfer nahe des Roten Meeres auf die Beine zu stellen.
Gold im Wert von 1,7 Billionen Dollar?
Aber damit nicht genug. Und um es gleich vorwegzunehmen: Es sind die Worte des sudanesischen Bergbauministers Ahmed Sadiq al-Karun, der laut der Sudan Tribune einen Bericht der Nachrichtenagentur Business Prime vom vergangenen Juli bestätigte. Demnach habe man letzten Sommer mit einem russischen Minenbetreiber und Investor den größten Investment-Deal in der Geschichte des Sudan abgeschlossen. Bei der Exploration in zwei Provinzen seien gleich zwei gewaltige Goldlagerstätten entdeckt worden, sagte Al-Karun. Zusammen sollen dort rund 46.000 Tonnen Gold liegen, wiederholte der Minister auf mehrfaches skeptisches Nachfragen von Journalisten. Ja, sagte der Minister, es handle sich um die größten Goldlagerstätten der Welt. Zusammengenommen hätten sie einen Wert von 1,7 Billionen Dollar (Engl. 1.7 trillion), betonte Al-Karun. Die Frage, warum nicht bereits die internationalen Medien auf diese Mega-Story aufmerksam geworden seien, ließ der Minister indes unbeantwortet. Sollte diese Meldung auch nur im Entferntesten zutreffen, dann dürften sich die finanziellen Sorgen Khartoums in naher Zukunft in Luft auflösen.
Goldrausch wie einst in Kalifornien
Doch das wirklich Kuriose an dem sudanesischen Versuch, das schwarze Gold mit dem gelben Edelmetall zu ersetzen, ist, dass bislang 90 Prozent des im Sudan geförderten Goldes nicht von Unternehmen, sondern von Privatleuten geschürft wird. Auf Geheiß des Präsidenten kauft die sudanesische Zentralbank jedes privat geförderte Gold auf, veredelt und exportiert es. Meist sind es junge Kerle, nicht selten arbeitslos und ohne Perspektive, die sich in Gruppen zusammentun, in einen Metalldetektor investieren und in die Wüste hinausfahren um dort ihr Glück zu versuchen. Nicht wenige haben auf diese Weise in den vergangenen Jahren ihre bittere Armut hinter sich gelassen. Manche sind gar zu Millionären geworden. Und die Erfolgsmeldungen stecken an. Im Jahr 2010 gab es im Sudan geschätzte 200.000 private Goldschürfer. Jetzt sollen es mehr als eine Million sein. Nochmal mehr sind zugleich in Nebenindustrien tätig und verkaufen Ausrüstung, Nahrung und Trinkwasser an die Goldschürfer. Der frühere sudanesische Bergbauminister Abdelbaqi Al Jaylani sagt, im Sudan spiele sich ein Goldrausch ab wie einst in Kalifornien. Man mag es nennen wie man will. Durch das ehemalige Nubien weht ein neuer Wind der Hoffnung. Man jubelt wieder. Und bei all dem hat die Fahrt gerade erst begonnen.
Es gibt neue wissenschaftliche Erkenntnisse, wie die schweren Elemente des Periodensystems, darunter Gold entstehen - 200 Erden aus Gold.
Gruß Vatapitta