Beiträge von vatapitta

    Hallo Caldera,


    ich würde die Gerade an die Tiefpunkte 2000/01 und Ende 2015 anlegen.
    Du schreibst ja selber 15 Jahreszyklus!

    @Pete . Die Kenntnis von Zyklen für das betrachtete Asset ist immer hilfreich. Deshalb will ich Dich hierbei unterstützen. Hier der 15-Jahreszyklus für Gold. Im Zyklusfaden findest Du mehr , auch zum HUI.
    [Blockierte Grafik: https://goldtadise.com/wp-content/uploads/2017/10/Chart333gold.png]
    :rolleyes: Caldera
    Nachtrag : Nun , mit der Kenntnis des 15-JZ oder auch z.B. mit dem 7,5-JZ läßt sich viel einfacher erkennen, daß wir den Bären bereits erlegt haben !

    Deine Linienführung kann ich nicht nachvollziehen.
    Wann wäre der Ausbruchszeitpunkt bei meiner Linienführung?
    Die Tangente wird dann steiler und wir können den Schampus früher genießen.



    Viele Grüße
    Vatapitta

    Moin moin,


    der "CanadianInsider" liefert erstaunliche Erkenntnisse zu den Methoden, besser gesagt Machenschaften, des Günther Goldherz :thumbdown: . Könnte auch sein, dass er hier mitliest.


    Natürlich liefert er bei seiner Vielzahl von Empfehlungen auch gelegentlich Treffer. Bei marktengen Werten ziehen diejenigen, die seiner Empfehlung folgen, den Kurs nach oben oder bieten zumindest die Gelegenheit die empfohlenen Werte auf erhöhtem Niveau loszuschlagen.


    Ein Beispiel für dieses Vorgehen liefert uns Jaxon. Der Kurs stieg ab Juni an und fiel seit der Empfehlung durch "Pechherz" trotz fast wöchentlicher "guter News" kontinuierlich. Wie uns CanadianInsiders verrät, gab es in dem Wert regen Insiderhandel. Überraschend ist das phantastische Timing der Insider, die stets sehr günstig kauften und mit ihren Verkäufen erstaunlich gut die Hochpunkte erwischen. - Solche Zufälle gibt es bei keinem der unten aufgeführten Unternehmen!



    Wenn wir uns seine neueste Empfehlung Golden Ridge Resources ansehen, dann müssten bei den in Kürze erwarteten guten Neuigkeit, die Insider doch kräftig zugreifen. - Dachte ich! - Doch leider wissen die Insider weniger als unser Lügenmaul :thumbdown: Wirklich kein einziger hat auf die erwarteten guten Nachrichten hin Aktien des Unternehmens gekauft. Der Kurs wurde ab dem 18. Oktober von 14 Cent auf 28 Cent hochgepflegt, Die mickerige Marktkapitalisierung von 9 Mio. auf 18 Mio. C$ verdoppelt.


    Auch wenn das Reizwort Golden Triangel euch scharf macht, Finger weg! Mich würde es nicht überraschen, wenn wir in Kürze auf diesem Niveau Verkäufe der Insider sehen. Vielleicht kommen die auch erst, wenn ein paar besonders gierige Jünger von G.Gh. :thumbdown: die Aktie auf einen neuen Höchststand geschoben haben. Das bessert dann die Bilanz von G.Gh. :thumbdown: - ein geschicktes Modell der Verarschung. Die Options wollen bis Weinachten in möglichst viele Dollars getauscht werden. Dieses Management hat an ehrlicher Arbeit kein Interesse!


    Geschickt mischt GGh auch Themen, die einen allgemeinen Konsens mit der Zielgruppe seiner Werbung herstellen sollen, unter seine Empfehlungen. Auf diese hinterhältige Weise wird das Vertrauen der Zielgruppe erschlichen.


    Interessante Insiderkäufe/-verkäufe


    Bei Premier Gold gab es ab Mitte August bis Mitte September ca. 150.000 Aktien Insiderverkäufe aus Exercise of rights von 10 verschiedenen Insidern. Das sagt uns zumindest, dass bis Mitte September niemand kurzfristig bevorstehende positive News erwartete.



    Bei meinem momentanen, und im Forum skeptisch beäugten, Favoriten wurden von 5 verschiedenen Insidern immerhin ca. 200.000 Aktien "Acquisition in the public market" seit Ende Juni bis zum 24. 10. 2017 gekauft. Kaufen muss niemand und wird ohne guten Grund auch niemand. CNL war entgegen der desaströsen Entwicklung vieler Minen in den vergangenen Wochen relativ stabil, konnte allerdings das Hoch Mitte Oktober nicht halten. Nur ein Insider hatte beim Kaufen ein gutes Händchen und hat das Zwischentief der Aktie am 17. 08. zu einem kleinen Kauf genutzt. Die Insiderkäufe wurden zu Kursen zwischen 3,16 und 3,96 C$ getätigt. Der Kurs steht aktuell bei 3,11 C$. Ich bin etwas tiefer mit einer mittleren Position eingestiegen. =) =)



    Zum Vergleich: Bei der im Forum hoch gelobten Klondex gab es am 01.09. den einzigen kleinen Insiderkauf in the public market.


    Bei NGD gab es im September von einer Person Verkäufe im public market. Am 26. 10. gab es "Opening Balance-Initial SEDI Report" Käufe(?). Ich vermute, dass das die Begrüßungsaktien für die 2 neuen Direktoren waren.


    Bei Alio =) gab es im September Aktien über Opitions für 7 Insider. Keiner hat bisher verkauft. Haltefrist?


    Bei BGM =) schlagen die Insider seit Ende September heftig zu - keine Verkäufe.


    Bei GSV hat Awde, Jonathan Charles Timothy sich im Oktober schlanke 100.000 Shares zugelegt. Welche Funktion/Aufgaben hat der Gute bei GSV?


    Bei Iamgold ist ein Interesse an Aktien des eigenen Unternehmens aktuell nicht vorhanden.


    Bei Novagold sehe ich ebenfalls nur Desinteresse am eigenen Unternehmen.


    Bei LIO trennt man sich von den eigenen Aktien.


    Bei PGM gab es im Mai einen großen Kauf - und das war es dann.


    Bei NVO gab es vom 20. - 25. Oktober 2,4 Mio. "50 - Grant of options" ??? für 7,70 C$ = 18,48 Mio. C$


    Bei MUX gab es nichts, keine Käufe oder Verkäufe, keine Options. - Warum soll man kaufen, wenn es die Insider des Unternehmens am Jahrestief nicht tun?


    Bei AKG sieht man wie falsch auch Insider liegen können. 490.000 Aktien in public market von Ende Juni bis Anfang September zu Preisen zwischen 1 und 1,94 C$ von 6 Insidern gekauft. Kurs aktuell 1,24 C$.


    Für den Anleger bedeutet das, dass er sich auf das Verhalten der Insider allein nicht verlassen kann, obwohl das eine Auswahl der potentiell starken Werte vereinfacht. Dazu kommt dann noch die fundamentale und charttechnische Analyse, eine Betrachtung politischer und sonstiger Risiken und ein Blick auf das Management.
    "Den seinen gibt´s der Herr im Schlaf" - darauf sollte man sich lieber nicht verlassen.
    ;)



    Viele Grüße
    Vatapitta

    Moin moin,


    da die Cyanidlaugung im Bergbau zu Recht viel Widerstand hervorruft habe ich nach Verfahren zur Entgiftung von Zyaniden gesucht - alles eine Frage der Kosten. Die Studie kommt vom Freiburger Institut des BBU und enthält viele eindrückliche Beschreibungen von Unfällen mit Cyanidlauge (Stand 2007/2008).


    Es werden 7 unterschiedliche Verfahren zur Entgiftung von Zyanidlauge beschrieben.

    Zitat

    7. Cyanidentgiftung durch Pilze und Bakterien
    Im Wasser und im Boden werden Cyanide von Mikroorganismen, die keine eisenhaltigen Enzyme enthalten (z.B. Milchsäurebakterien), abgebaut. Für andere Mikroorganismen und höhere Lebensformen sind Cyanide stark giftig.Wasserlösliche Cyanide sind stark wassergefährdend und daher in die höchste Wassergefährdungsklasse (WGK 3) eingestuft.
    Erzgiftschlämme können durch Pilze und Bakterien geklärt werden. Den Mikroorganismen macht die giftige Umgebung nichts aus. Im Gegenteil, sie „ernähren“ sich teilweise von den Giften. Bakterien wie Pseudomonas oder Burkholderia schlucken Cyanid und verwandeln es in Ammonium und Kohlendioxid.Parallel dazu binden Pilze wie Aspergillus oder Epicoccum die gelösten Schwermetalle an sich. Die schwermetallhaltigen Pilze können dann einfachabgetrennt werden. Das Verfahren selbst ist nicht neu, denn schon seit 1984 bauen Bakterien und Pilze bei der Homestake-Mine in South Dakota Zyanide und Schwermetalle in großen Mengen ab. 21.000 m3 Abwasser klären die Mikroben am Tag. Das gereinigte Abwasser kann dann problemlos in den Whitewood Creek eingeleitet werden. Allerdings gibt es auch Giftcocktails, die zu hoch konzentriert sind, dass selbst die widerstandsfähigsten Mikroorganismen in ihnen nicht überleben können. In solchen Fällen kann man chemische Verfahren für die Abwasserreinigungeinsetzten. Cyanid kann beispielsweise mit Chemikalien wie Chlor,Wasserstoffperoxid oder Ozon in unschädliche Stoffe umgewandelt werden. Besondere Pionierarbeit in der Cyanidabbauforschung leistet die Golden-Cross-Mine in Neuseeland, nahe der Stadt Waihi. Dort läuft ein Testprojekt zum Recycling von Cyanid. Einfache Schwefelsäure (H2SO4) reicht aus, um Cyanide in gasförmige Blausäure (HCN) umzusetzen. In einem geschlossenen Turm wird die verdampfende Blausäure wieder aufgefangen, in Soda gelöst und wieder verwendet. Das Verfahren ist aber nur rentabel, wenn viel Cyanid verbraucht wird. Für die meisten Unternehmen dürfte das Verfahren deshalb zu teuer sein (Natur & Kosmos 04.2000).

    Interessante Wochendlektüre für Minenfans.


    Ansonsten bei den Minen alles grün, bis auf Klondex und Novagold.



    Gruß Vatapitta

    Moin moon value,


    Du hattest einen guten Riecher für die Kapitalerhöhung.



    Heute wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von ca. 7 Mio. Aktien (ungefähr 8,3%) zu 7 C$ bekannt gegeben. Newmont macht mit und der Kurs von TMR steigt heut um 11% auf 7,83 C$. Mit ca. 50 Mio. C$ soll jetzt die Mine voran gebracht werden. Ich vermute, dass Newmont beim rechnen geholfen hat und auch technischen Support leisten wird. - Deine Einschätzung scheinen die Profis zu teilen.




    Gruß Vatapitta

    Moin moin,


    Neues aus Kolumbien. Der Kurs von CNL ist seit meinem Einstieg minimal gestiegen.


    Der Bergbau ist in Kolumbien bei der Bevölkerung nicht beliebt.




    Bei den vielen die gegen den Bergbau stimmen, sind auch einige, die selber Gold mit Hilfe von Quecksilber abbauen. Das Freisetzen von Quecksilber verursacht viel nachhaltigere Schäden an Gesundheit und Umwelt, als die Verwendung von Zyanid. Zyanid lässt sich durchaus neutralisieren und ist in der EU beim Goldabbau verboten. Alles nur eine Kostenfrage. Auch der Kokainmafia dürfte eine wirtschaftliche und soziale Veränderung in ihren Hochburgen nicht gefallen und Widerstand leisten.


    Stop Loss auf Einstand.


    Gruß Vatapitta


    PS: In den letzten 4 Monaten sind ca. 200.000 Aktien von Insidern im Markt gekauft worden.
    Alles im grünen Bereich!

    Moin Moin,


    @KPO Du sagst es! - Guter Ausstieg, denn heute ging es über 20% abwärts auf 0,165 A$.


    Nun ist es also passiert, dass der Kurs unter den Ausübungspreis für die Optionen zum Jahresende bei 0,18 A$ gefallen ist. Die Aktie wird bei onvista heute heftig diskutiert.



    [quote='onvista','http://forum.onvista.de/forum/Blackham_Resources-t540131']stksat|228891975 : hier droht ein Totalverlust!
    anscheinend leiden hier ein paar an Realitätsverlust!
    Denn das hier kann jetzt ein Totalverlust werden!!!
    das ist das xte schlechte Quartal in Folge! Die verbrennen nur Geld!
    lächerliche 15.619 Unzen gefördert! und Die quatschen, dass Sie ein 200.000 Unzen Förderer werden wollen...
    werden sie nie im Leben, weil es die Metallurgie dort nicht zulässt!! Lest lieber mal nach warum!


    AISC!!! jeder seriöse Miner veröffentlicht den AISC! Haben Sie aber nicht!! warum wohl? weil der für die paar Unzen unglaublich hoch gewesen ist! deshalb kein AISC! das wird nix... nur mehr 10Mio in Cash und Unzen. wieviel ist da noch Cash? nächste massive Kapitalerhöhung wird passieren!! ist gleich massive dilution durch den niedrigen Aktienkurs...
    das Ding wird in ein paar Monaten bei 0,05 pro Aktie landen!! Deshalb bin ich raus.
    (alles meine persönliche Meinung)


    Genauer - in English - findet ihr es hier:
    der User fasst das gut zusammen:


    1. Production well below expected level for reasons that are not entirely clear - was it just due to pit wall subsidence or were there other factors that resulted in the lower volume of ore mined which resulted in mill being under-utilized. the mining operations are still underperforming and this is the key to becoming cashflow positive (assuming the higher ore grade is actually there).


    2. Once again the grade of ore milled was well below expectations, another reason for the low level of production.


    3. ASIC was not specified in the report and would have been over $2000/ounce


    4. The report has not mentioned expected ore grade, costs and production level for the December quarter (and to end June 2018) - most likely the mine is still underperforming and they will produce less than 20k ounces in December Q.


    5. Actual cash on hand is just under $8m + some bullion, while debt is $37m, of which $14.8m is due to be repaid this quarter.


    6. Cash/bullion fell by around $10m during the quarter, (after factoring in debt repayment of $2.8m, which was offset by $1.8m in inflows from the issue of new shares).


    7. Note the very high strip ration of 26.8:1 in the September quarter, way above forecast level - can one believe them that things will improve enough in the December Q?


    8. Why did the secondary crusher need to be completely rebuilt this quarter - how bad is the rest of the second hand processing equipment?


    9. The way BLK is trending they are likely to be close to running out of cash this quarter, even if the $14.8m in debt repayments is re-scheduled into a subsequent period. I doubt that that debt holders will let things get that close given BLK's payables level. That will mean that BLK will need to do a capital raising - they can use the Lind facility which will prove costly in terms of shareholder dilution.


    10. Dixon needs to move on - the Chairman can no longer allow this farce to continue. He has no credibility left, and I doubt that the Denver Gold Forum would invite him back.


    11. Forget about the 200k pa ounce expansion - BLK is in survival mode



    Eine Rückzahlung des Kredits in Q 4 wird es m. E. n. nicht geben. Die Gläubiger werden den Laden vor Jahresende oder in Q1 übernehmen und verwerten. Das Unternehmen ist insolvent.
    Für die Aktionäre bleibt nichts!
    Noch könnt ihr eventuelle Bestände verkaufen.

    Bin dort nie beteiligt gewesen.

    Gruß Vatapitta

    Moin moin,


    wenn ich mich recht erinnere gibt es in der Dominikanischen Republik guten hochprozentigen Rum.


    Wenn bei den Herren aus Beitrag 437 der Kater abgeklungen ist, dann werden sie vermutlich mit einem Investitionsschutzabkommen zwischen Kanada und der DomRep. (ähnlich wie TTIP) konfrontiert. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Barrick dort ein riesiges Projekt finanziert, wenn es ein solches zwischenstaatliches Abkommen nicht gibt, das z. B. eine Enteignung der Investitionen über konfiskatorische Steuern verhindern soll.


    Das hat auch schon die kolumbianische Regierung realisieren müssen. Dort gibt es ein solches Abkommen.


    Wirtschaft der DomRep.: Auswärtiges Amt



    Dominikanische Republik erhöht Anteil an Goldförderung.



    Die drittgrößte Goldmine der Welt ist in der Dominikanischen Republik.


    Der Gebrauch von Zyaniden im Bergbau ist seit 2010 in der EU verboten.

    Doktorarbeit zur Zyaniddetoxifikation von Mathias Ebel, 2007


    Und hier noch eine aufschlussreiche pdf zum Thema.



    Mal schauen.


    Gruß Vatapitta


    PS: GQC heute fast 9% plus ???

    Danke für die Rückmeldung, Hedda!


    Der Brand des Tesla S in Österreich vor ein paar Tagen nach einem kleinem Unfall, lässt mich an der Straßenverkehrszulassung zweifeln. Die haben die Zulassung für ihren fahrbaren Brandbeschleuniger genau so bekommen, wie VW u.a. für die "sauberen" Diesel. Ein Fahrzeug, das nach so einem Minicrash - auf Grund der Lithiumbatterie einen Totalschaden erleidet, dürfte auch kaum versicherbar sein. Die europäischen Crashtests sind eh ein Witz.


    Deine Einschätzung bezüglich des Verlustes der Marktstellung von Tesla manifestiert sich schon mit den Absatzzahlen von Juli 2017. Insgesamt ist die Stückzahl lächerlich.


    Gerade nach den Zahlen (+12%) halte ich Amazon für einen Superbär. Sie profitieren von einer Verlagerung des Handels in das Internet, während Kaufhäuser und kleine Händler auf Grund viel höherer Kosten aus dem Wettbewerb ausscheiden. Dazu kommt der Reichtumseffekt dank steigender Preise an den Assetmärkten. Dieser Konsumtreiber vergeht über Nacht, wenn es mit den Vermögenspreisen auf Grund steigender Ölpreise und anziehender Zinsen abwärts geht.


    Normalerweise müsste das unverschämte Steuerprivileg von Amazon sofort gekippt werden. Mal schauen, woher Macron und Jamaika die Kohle für ihre ganzen Projekte nehmen wollen.



    Wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    Vatapitta


    PS: Tesla Short am 02.11. glatt gestellt. Der hatte sogar ein Aufgeld von über 7%, das ich mit eingesackt habe. :] Bin bei umgerechnet 298 $ raus.

    Genau so habe ich es gemeint, cadafi.
    Die restlichen 83 % sind verteilt auf Immo, EM und Liquidität außerhalb des Depots.


    Tesla hellt meine Miene wieder auf. Knapp 60 % Plus in einer Woche. :thumbup:
    Habe mit dem Knockout 2 - 3 Monate gewartet, bis ich das Vorhaben umgesetzt habe.


    Immer vor den Quartalszahlen jagt Elan Musk eine "Futuresau" durch die Medien, damit die Anleger sich nicht so sehr auf seine miesen Zahlen konzentrieren. Diesmal war es die Autofabrik in China. Nur mittlerweile glaubt das keiner mehr. =) Bei einigen Unternehmen aus dem Minensektor scheint das ähnlich zu sein. Durch Musk lerne ich viel über das Täuschen und Tricksen bei der Öffentlichkeitsarbeit.


    Auf meiner Watchlist steht derzeit Fortescue Mining. - Eisenerz, Australien, günstigster Produzent, fokussiert und hohe Dividende, dazu sozial und ökologisch nachhaltig, soweit das möglich ist bei dem Job. Zuschlagen werde ich erst, wenn sich der Eisenerzpreis stabilisiert. - Projekt Seidenstrasse!


    Bei den Minen finde ich auch Centatmin mit ihrer Goldmine in Nubien/Ägypten sehr interessant - lange Lebensdauer, trotz diverser politischer Probleme in der Vergangenheit in Ägypten scheint die Mine problemlos zu laufen, Output steigerungsfähig, hohe Dividende und für mich ein Top Kandidat für ein großes Projekt im Sudan (46.000 Tonnen Gold), da die Geologie und die klimatischen Bedingungen im Südosten Ägyptens ähnlich sind, wie im Nordsudan. Das Projekt muss ja nicht unbedingt in einer Bürgerkriegsregion (Darfur) liegen. - Ist auf der Watchliste.


    Zijin Mining könnte interessant werden. Wenn ich mich recht erinnere halten sie 10 % an Pretium und zahlen ca. 4 % Dividende. Haben 2016/17 viele Projekte im Gold und Kupferbereich übernommen. Das ist im aktuellen Kurs nicht enthalten und könnte eine positive Überraschung spätestens für Q 1 2018 sein.



    Gruß Vatapitta

    Danke für deine Einschätzung EDEL!


    Das nächste Kursziel, ohne eine Erneuerung der positiven Aspekte, sehe ich bei 1 Dollar. Wenn die Aktie am Hoch 2 $ über der 200 Tagelinie stand, warum sollte sie dann im Tief nicht auch 2 $ unter der 200 Tagelinie stehen können? ;) In einem starken Abwärtstrend können Aktien für längere Zeit oder immer wieder in den überverkauften Bereich abtauchen. Dann ist jede Erholung eine Chance zum Verkauf und nicht zum Kauf!


    M. E. aktuell eher ein Verkauf, als ein Kauf, zumindest wenn man die Marktphase berücksichtigt. Kauf eventuell Mitte Dezember zu 1 Dollar. Wo sollen die guten Nachrichten herkommen, wenn so wenig exploriert wird.



    VG Vatapitta

    Moin moin,


    aktuell stehen 17 % meines Vermögens für Investitionen in Minen zur Verfügung. Dann ist ein Absturz des Sektors zwar auch nicht schön, aber es ist kein Drama. Um so schöner ist es, wenn der Anteil sich dann verdoppelt.


    Ich schreibe das, weil ich den Eindruck habe, hier gehen zu viele Leute all in.


    Wer sich die potentiellen Vervielfacher, die zunächst über 5 oder 10 Jahre echte Cashburner und Verwässerer oder Schuldenkönige sein können - und in deren Reihen es auch leicht zu Pleiten kommen kann - in das Depot legt, für denjenigen sind die aktuellen Zeiten schwer.



    EM sind zwar auch volatil, aber bei einem Anteil von 70% Gold/10 € Münzen ist man zumindest immer relativ schnell flüssig, wenn es nötig ist. Bei den Zehnern besteht augenblicklich zudem ein maximales Verlustrisiko von 5-7%, eher weniger. Das schont die Nerven und ist gut für einen erholsamen Schlaf.



    Wer als ersten EM Wert eine Royalty kauft, macht nichts falsch. Dann kann man sich mittlere oder größere Werte ins Depot holen - z.B. Agnico Eagle auch gestern mit dickem Plus von 3,8% (im Hoch mit 8% Plus), die von ihren vielen Beiprodukten Zink, Blei, Kupfer profitieren. Als gute Basis erweisen sich vor allem schuldenfreie Unternehmen, die freien Cashflow haben und Dividende zahlen. - Den Geschäftsbericht kann man mit Google Übersetzer lesen, damit man so ungefähr ein Gefühl dafür bekommt, ob der Laden läuft oder der CEO nur säuft. ;)



    Der hier oft gezeigte Optimismus hält der Realität nicht stand. Die Dinge entwickeln sich viel langsamer, als mancher in seiner Angst vor einem Zusammenbruch, vermutet.


    Wenn man einfach mal eine Woche oder einen Monat keine Nachrichten verfolgt, hat man im Anschluss nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.


    Wer investieren möchte, tut natürlich gut daran, sich mit dem Unternehmen auseinander zusetzen. - Das ist viel Arbeit.


    Das Problem bei sich anhäufenden Verlusten ist das Folgende:
    Bei 10 % Minus brauchst Du 11% Gewinn, um wieder beim Einstiegskurs zu sein.
    Bei 20 % sind es schon 25 % Gewinn, die benötigt werden.
    Bei 30 % sind es gut 40 %
    und bei 40 % sind es 67 %
    und bei 50 % brauchst Du schon 100 % Gewinn zum Ausgleich.
    Bei 60 % Verlust werden 150 % gebraucht.
    Bei 70 % mehr als 230 %
    Bei 80 % sind es 400 %
    und bei 90 % Verlust benötigt man satte 900 % Kursanstieg zum Ausgleich.


    Die Kurve wird immer steiler und es wird damit immer unwahrscheinlicher, dass man einen Ausgleich oder gar Gewinn erzielt. Deshalb bin ich beim Verbilligen sehr zurückhaltend, besonders, wenn ein Wert schlechter verformt, als die Vergleichsgruppe. Besser ist es meist Underperformer früh raus zu schmeißen. Wiedervorlage nur, wenn die Richtung und die Fundamentals stimmen.



    Alles Gute
    Vatapitta

    Moin moin,


    GSV macht ein neues Tief nach dem anderen.


    Ich habe mir die Präsentation und Unternehmensmeldungen noch mal angesehen.


    Es sollen 2017 knapp 49.000 Meter gedrillt werden. GSV ist noch dabei seine Landposition zu vergrößern. Also nahezu unendlich weit entfernt von einer Aufwertung der Ressourcen. 49.000 Meter sind fast nix. Entwicklung einer Mine oder Produktion wird dort noch nicht mal angedacht.


    Wir werden also vor allem Kapitalverwässerungen sehen, ist ein sogenannter Cashburner. - Für die aktuelle Marktphase als Anlage vollkommen ungeeignet. Fürs Traden aktuell wohl auch nicht geeignet, da es nur südwärts geht. Selbst bei einer Übernahme, wird es nur für die Gewinne geben, die knapp vorher eingestiegen sind. Bei dem derzeitigen Stand der Entwicklung, halte ich eine Übernahme in den nächsten 24 Monaten nicht für wahrscheinlich. Die Granden, die dort beteiligt sind, werden sich, wenn es so weit ist, den Happen günstig einverleiben.


    Wenn jemand ermutigende oder gegensätzliche Informationen hat, nur her damit. Dass Institutionelle Investoren beteiligt sind, reicht nicht mal zu einer Kursstabilisierung aus. - Habe sie leider noch nicht verkauft.



    Gruß Vatapitta

    Unsere Freunde in der Dom-Rep. bei Wikipedia



    Partido de la Liberación Dominicana



    [Blockierte Grafik: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/02/PLD_flag.jpeg/150px-PLD_flag.jpeg]
    Logo des PLD
    Der Partido de la Liberación Dominicana (PLD) ist im 21. Jahrhundert zur bedeutendsten Partei der Dominikanischen Republik aufgestiegen. Er wurde am 15. Dezember 1973 von Juan Bosch gegründet und positionierte sich anfänglich als sozialdemokratische, progressistischeMitte-links-, seit 2000 eher als liberale, progressistische Mitte-rechts-Partei. Präsident ist der dreimalige Staatspräsident Leonel Fernández. In den Wahlen 2016 gewann der Kandidat des PLD, Danilo Medina, überlegen die Präsidentschaftswahl, die Partei gewann zusammen mit dem Allianzpartner Partido Revolucionario Dominicano (PRD) 127 von 190 Sitzen der Abgeordnetenkammer (Cámara de Diputados, Unterhaus) und 28 von 32 Sitzen im Senat (Oberhaus) und behielt damit die seit 2006 bestehende absolute Mehrheit in beiden Kammern. Sie stellt seit 2016 mit 95 von 155 Bürgermeistern auch deren Mehrheit.[1] Das Logo der Partei ist ein gelber fünfzackiger Stern auf violettem Hintergrund.


    [Blockierte Grafik: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b6/Leonel_Fernandez.jpg]Leonel Fernández, Parteipräsident



    Danilo Medina - Präsident Wikipedia



    [Blockierte Grafik: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/19/Presidente_Lula_recibe_a_Danilo_Medina_cropped.jpg/220px-Presidente_Lula_recibe_a_Danilo_Medina_cropped.jpg]
    Danilo Medina (2012)
    Danilo Medina Sánchez (* 10. November 1951 in Arroyo Cano, Bohechío, Provinz San Juan, im Südwesten der Dominikanischen Republik) ist ein Volkswirt und dominikanischer Politiker (Partido de la Liberación Dominicana (PLD)) und Staatspräsident der Dominikanischen Republik seit 2012.
    Davor diente Medina von 1996 bis 1999 und von 2004 bis 2006 als Stabschef des Präsidenten (Ministro de la Presidencia). Er gewann die Präsidentschaftswahl 2012gegen Hipólito Mejía vom Partido Revolucionario Dominicano (PRD) mit 51,21 % der Stimmen. Bei der Präsidentschaftswahl vom 15. Mai 2016 wurde er als Führer einer Wahlallianz gegen den Oppositionsführer Luis Abinader vom Partido Revolucionario Moderno (PRM) mit 61,74 % der Stimmen wiedergewählt.



    Was nützt es dort Gold zu finden? Sollen sie doch selber die Arbeit machen. - Werde den Laden bei einer Erholung verkaufen. - Mein Bedarf an Überraschungen ist ausreichend gedeckt.


    @EDEL - Wie siehst Du die Lage?
    Das Management hält zur Zeit mit einer guten Meldung pro Woche dagegen - immer nur ein Bohrloch. :hae:


    Gruß Vatapitta

    Moin moin,


    NGD hat nach Börsenschluss in New York die Ergebnisse des 3. Quartals veröffentlicht:


    2017 Third Quarter Highlights

    • Rainy River successfully achieved start-up on September 14, 2017 with the first gold pour announced on October 6, 2017
    • Commercial production successfully achieved in mid-October, ahead of plan
    • Amendment to Schedule 2 of the Metal Mining Effluent Regulations required to close two small creeks and deposit tailings, became effective on September 27, 2017
    • Gold production of 82,027 ounces and copper production of 26.0 million pounds (includes Peak Mines)
    • Operating expense from continuing operations of $601 per gold ounce and $1.30 per copper pound
    • All-in sustaining costs(1) of $792 per ounce, including total cash costs(2) of $339 per ounce
    • Cash generated from operations of $66 million, or $0.11 per share
    • Cash generated from operations before changes in non-cash operating working capital(3) of $61 million
    • Net earnings of $27 million, or $0.05 per share
    • Adjusted net earnings(4) of $4 million, or $0.01 per share
    • September 30, 2017 cash and cash equivalents of $207 million
    • Entered into copper price option contracts covering approximately 60 million pounds of 2018 production ensuring a guaranteed floor price of $3.00 per pound while providing continued exposure to increases in the copper price up to $3.37 per pound

    Die Wirkung der Zahlen auf die Börse kann ich nicht einschätzen. Sie haben auf jeden Fall eine Menge Cash, allerdings auch Schulden und können sich interessante Projekte sichern. Peak Gold in Australien ruht jetzt wohl.
    Eine ordentliche Marge, die positiven Cash Flow generiert. Ein Teil der Kupferproduktion des Jahres 2018 wurde gehedgt, was ich nach dem starken Anstieg des Kupferpreises in 2017 positiv sehe. So ist ein Teil der Einnahmen für 2018 gesichert. Mal sehen, wie der Markt reagiert.



    Gruß Vatapitta

    Teil 4


    Mit 150 in Keneh angeworbenen Ababde wurden die Schürfungsarbeiten zu Umm-Garayat in Angriff genommen und die Ingenieure waren von ihren Leistungen durchaus befriedigt. Ababde und Bischarin sind die hamitischen Nomadenstämme, die das weite Gebiet des Etbai seit undenkbaren Zeiten innehaben. Die Nile-Valley-Company ist auch hinsichtlich der Wasserfrage vom Glück begünstigt gewesen, indem sie sich in einem 113 Fuß tiefen Brunnenschacht beständigen Zufluß sichern konnte, der vermittelst Pumpen täglich 2000 Gallonen (10 000 Liter) liefern sollte.
    In das Gebiet der Nile-Valley-Company fällt auch eine interessante in Südost von Umm-Garayat gelegene örtlichkeit im Uadi Onguat, das von Süden dem Uadi Alaki zufließt. Auf einer von Kapitän Lyons entworfenen großen Manuskriptkarte seiner Aufnahmen von 1895 sind bei dem Bir-Ongat oder Onguar, einem sehr wasserreichen Brunnen unter 22° 14' n. Br. Felsinschriften mit rohen Zeichnungen von langhörnigen Rindern und rohgemeißelten Hieroglypheninschriften angegeben. 200 Fuß westlich davon ist die Inschrift »der Schreiber Amenhotep« zu lesen.
    Im südlichsten und bisher am wenigsten erforschten Teil des Etbai war 1903 dem Gabait (Sudan) Mining Syndikate eine Mutung zugewiesen worden, deren Gebiet (später Victoria Investment Corporation) in einer Ausdehnung von ungefähr 8000 engl. Geviertmeilen innerhalb 20° und 22° n. Br. von der Roten Meerküste landeinwärts bis zum 36° öst. L. von Gr. reichte und im Norden an das Gebiet der Egyptian Sudan Minerals grenzte. Veranlassung zu dieser Konzession gab die von Theodore Bent im Jahre 1896 gemachte Entdeckung von alten Goldminenstätten im Westen des Irbagebirges, nahe bei Kap Rauai unter 21° n. Br. Bent hat über seine damals waghalsige Exkursion in ein Gebiet, das zum Teil noch von Mahdisten besetzt war, in dem Journal der Londoner Geographischen Gesellschaft (Juli 1896) berichtet, aber keine Karte dazu entworfen. In sechs Tagereisen erreichte er von dem ägyptischen Küstenposten Mohammed-Ghul (Rauai) aus, den Gebel-Irba auf der Nordseite umgehend, das Uadi-Gadai und drei Wegstunden weiter westlich das Uadi-Gabait, wo er die Überbleibsel einer alten Minenstadt auffand. Bei den Trümmern von 700–800 Steinhütten fanden sich Hunderte von wohlgearbeiteten Steinmörsern zum Zerkleinern des Goldquarzes, der in der Nähe gefördert worden war. Auch einer griechischen Inschrift daselbst tut Bent Erwähnung, er war aber wegen ihrer schlechten Erhaltung außerstande, sie zu lesen. Auch im Uadi Hayet fand der Reisende ausgedehnte Reste von einer alten Niederlassung, desgleichen an einer weiter im Westen gelegenen Stelle mit Namen Oso.
    Im März 1903 waren die Ingenieure des Gabait-Syndikats Noel Griffin und W. H. Snell zu einer vorläufigen Rekognoszierungstour durch das Konzessionsgebiet aufgebrochen. Sie sind drei Monate unterwegs gewesen und wollen 1200 englische Meilen zurückgelegt haben. Im September d. J. hat das Syndikat, das sich einer großen Öffentlichkeit befleißigt, eine in größerem Stil angelegte Expedition dahin ausgesandt, geführt von dem Ingenieur Griffin, dem elf weiße Bergleute beigegeben waren. Die Arbeiten sollten zunächst an den von Bent erkundeten und von Griffin auf seiner ersten Expedition untersuchten Minenstätten von Akelabellah (Okele-Belha) und Uadi Oie in Angriff genommen werden. Der erstgenannte Platz ist, der Angabe nach, bloß 11 engl. Meilen vom Militärposten Mohammed Ghul entfernt.
    Im Uadi-Oie sind, nach dem ersten Bericht von Griffin, die alten Werke von großer Ausdehnung. Eine dort vorhandene Galerie oder Schachtgrabung soll sich in 675 Fuß Länge hinziehen und mit einem 4 Fuß hohen und 50 Fuß tiefen Zugang versehen sein. Der genannte Ingenieur behauptet, daß ihm in Rhodesia, dem alten Ophir, nichts vorgekommen sei, was sich an Größe der Anlagen und an Ergiebigkeit der Gänge mit denen der Konzession vergleichen lasse. Er fand drei alte Türme von 30 Fuß Höhe und 12 Fuß Dicke, zwei von diesen in geringer Entfernung von der Küste. Der eine der Türme soll mit einem solid gewölbten Kuppeldach versehen sein. Bent hielt sie für Signaltürme. Griffin ist der Ansicht, daß genaue Nachforschungen daselbst einem Altertumsforscher wichtige Ergebnisse liefern könnten.
    An den alten Minenstätten von Gabait sind Hausruinen nach allen Richtungen über das Land zerstreut und bedecken daselbst viele Acres, streckenweise zählen sie nach Hunderten. Griffin brachte auch von den merkwürdigen Steinmörsern bezw. Handmühlen, die Bent beschrieben und abgebildet hat, mehrere Exemplare mit. Die von ihm vorgelegten zwei Proben von Goldquarz ergaben an Reingold, auf die Tonne zu 2340 Pfund berechnet, die eine 5 Unzen 16 Pfgw. 23 Gr., (dazu 1 Unze 8 Pfgw. 2 Gr. Silber), die zweite 13 Unzen 4 Pfgw. 17 Gr. Gold und 1 Unze 8 Pfgw. 19 Gr. Silber Troy-Gewicht. In einem der alten Schächte, zu dem die Ingenieure hinabgestiegen waren, wurde ein Quarzpfeiler von 18 Zoll Durchmesser vorgefunden, der als Deckenträger im Gestein ausgespart war und eine Prüfung des hier ausgebeuteten Ganges gestattete. Er enthielt Gold und Silber in reichem Verhältnis. Von den großen Haufen des zutage geförderten Gesteins, die in einer Reihe von 1500 Fuß Länge aufgeschichtet waren, wurde ein großer Vorrat von Proben behufs chemischer Analyse mitgenommen. Der Goldgehalt, der sich daraus ergab, betrug zwischen 2 und 4 Unzen pro Tonne, mit entsprechendem Anteil von Silber. Der Durchschnittsertrag von vierzehn Proben lieferte 17 ½ Pfenniggewicht Gold und 4 Pfenniggewicht Silber, auf die Tonne berechnet (20 Pfgw. = 1 Unze). Außer den von Th. Bent entdeckten Minen wurden auch noch im südwestlichen Teil der Konzession alte Werkplätze bei Gabatilo und Radschakinde festgestellt, die namentlich bei der letzten genannten Örtlichkeit von großer Ausdehnung sind und durch zahlreiche vorgefundene Steinmörser von der Emsigkeit des alten Betriebes Zeugnis ablegen.
    Aus den obigen Angaben wird ersichtlich, daß in dem großen Gebiete des noch so wenig bekannten Etbai zwischen 19° und 25° n. Br. Überbleibsel aus dem Altertum in großer Zahl vorhanden sind und nur ihrer Erforschung von geübten Archäologen harren, um die Wissenschaft mit den wichtigsten Tatsachen zu bereichern.
    Gerade im Jahre 1904, als die von verschiedenen Minengesellschaften ausgerüsteten Expeditionen sich meistens noch im Stadium einer versuchsweisen Erkundung von geeigneten Schürfungsstellen befanden, wo sie unablässig bestrebt waren, alle Winkel und Schluchten der fast menschenleeren Gebirgseinöden zu durchspüren, durfte die Gelegenheit für wissenschaftliche Forschungsreisende eine besonders verlockende gewesen sein, sich an dem einen oder anderen Unternehmen zu beteiligen. Da die Gesellschaften in ihrem Besitz durch die räumliche Feststellung ihrer Konzessionen gesichert waren, hätten sie auch gewiß, jeder Geheimtuerei abhold, nichts gegen eine solche Begleitung ihrer Expeditionen einzuwenden gehabt, aber die Wissenschaft hat die ihr dargebotenen Aussichten auf Erfolg nicht auszunützen verstanden.


    Gruß Vatapitta

    Teil 3


    Als nächstes Konzessionsgebiet reihte sich im Süden das der Egyptian Sudan Minerals an, einer reichen, 1896 konzessionierten, aber 1905 liquidierten Gesellschaft, deren Anrecht sich über 5500 englische Geviertmeilen eines zwischen 22° und 23° n. Br. befindlichen und landeinwärts bis zu 34° östlich. Länge v. Gr. reichenden Gebirgslandes erstreckte, im Herzen des alten nubischen Goldlandes, dessen grausamer, auf äußerste Ausbeutung menschlicher Kraft basierter Minenbetrieb zu ptolemäischer Zeit uns in den Berichten von Agatharchides und Diodor klargemacht worden ist. Hier sind die vom französischen Ingenieur Linant de Bellefonds in den dreißiger Jahren wiederaufgefundenen Goldminendistrikte die sich im Umkreise des Gebel Ellebe oder Elba befinden. Das große, gegenüber von Dakkeh am Nil auslaufende Uadi Alaki (Allagi), von dem später die Rede sein soll, nimmt in diesen Bergen seinen Ursprung. In den vom Westabhange des zentralen Gebirgsmassivs herabkommenden Quelltälern des großen Sammeluadis liegen die alten Minenstätten, die heute den Namen Derekib und Hegatt führen und wo zahlreiche Zeugnisse von einem ungemein ausgedehnten Minenbetrieb vorliegen, die für den Altertumsforscher gewiß noch manche Überraschung aufbewahren mögen. Vor allen Dingen handelt es sich um Ausfindigmachung von Inschriften, die dort doch irgendwo vorhanden sein müssen. Die Gesellschaft der Egyptian Sudan Minerals hat das Hauptquartier ihrer Arbeiten zu Derekib aufgeschlagen und ein altes Kastell, das die Ansiedlung beherrscht, wohnlich eingerichtet. Nach Linants Beschreibung sind hier mit dem Granit Schiefer in Kontakt, die von weißen Quarzgängen durchzogen werden, an die sich rote und gelbe Tonlager anschließen. Die Umgegend ist nach allen Richtungen hin von Gruben und Stollen durchsetzt. Tiefe Vertikalschächte sind durch Galerien unter sich in Verbindung gebracht, und an dem Ende einer solchen fand man den goldhaltigen Gang durch eine solide Mauer aus Ziegelstein verbarrikadiert. Es fehlt nicht an Wasser in den Brunnen und natürlichen Zisternen.
    Am Vereinigungspunkte des Uadi Alaki mit den Uadi Alfaui sind die Werke gelegen, die den Namen Alfaui führen und die gleichfalls im Altertum ausgebeutet wurden. Die alten Schächte sind jetzt verschüttet. Da die besten Quarzgänge, die meist zwischen Schiefern und Granit verlaufen, bereits von den Alten ausgebeutet worden sind, ist hier, wie bei Derekib auf einen höheren Ertrag als 1 Unze auf die Tonne nicht zu rechnen. Man ist daher auf die Suche nach neuen Gängen gezogen und dabei, wie es scheint, erfolgreich gewesen. Ende März 1903 konnten die bei Alfaui tätigen Werkmeister Lake und Kay berichten, daß sie in einem neuen Schacht bei 40 Fuß Tiefe auf einen Gang gestoßen seien, von dem die Probe 6 Unzen Reingold auf die Tonne ergab. Der Durchschnittsertrag soll 2 ½ Unzen betragen haben.
    Im Westen ihres Gebietes hat die Gesellschaft der Egyptian Sudan Minerals, die es in verschiedene Teilkonzessionen zerlegte, die Sseïga-Konzession prospektiert. Man kann zu Kamel von Assuan aus in vier Tagen dahin gelangen auf einem auch für Karren und selbst Fahrräder zugänglichen Weg. Die Entfernung beträgt gegen 210 km (nach Linants Karte) in Südsüdost von Assuan. An drei Stellen findet sich unterwegs reichliches und gutes Trinkwasser, bei Umm Hobal, bei Nagib und im Uadi-Haimar. Über die Sseïgawerke berichtete im Februar 1903 der Verwalter der Gesellschaft Captain Mc. Cormick voller Begeisterung. Die alten Minen daselbst wären geradezu ein Wunderwerk und die von allen Mitgliedern der Expedition geteilte Ansicht ginge dahin, daß nie so schöne Gänge gesehen und auch nirgend welche angetroffen seien, die leichter zu übersehen und auf Schürfungsfähigkeit zu erkunden wären.
    Die Alten scheinen bei Sseïga ihre Schächte nur bis zu 60–90 Fuß Tiefe geführt zu haben. Einem ungeheueren Quarzgang von 10–30 Fuß Mächtigkeit folgend, der in eine Schieferformation ausläuft, haben sie dort einen besonders reichen Erzgang erschlossen. In »African World« sind photographische Abbildungen von diesen interessanten, für Archäologen sehr verlockenden Vorkommnissen, zu sehen.
    Am erfolgreichsten in ihren Erkundigungen scheint indes von allen Konzessionsgesellschaften bis jetzt die Ende 1901 gebildete Nile-Valley-Company gewesen zu sein, deren Gebiet sich westlich vom 34° östl. Länge von Gr. an das der Egyptian Sudan Minerals anschließt und den Unterlauf des Uadi-Alaki innehat, der alten Heerstraße der frühesten ägyptischen Goldexpeditionen. Das zwischen 22° und 23° nördl. Breite gelegene und bis an den Nil zwischen Uadi Haifa und Dakkeh reichende Gebiet dieser Mutung umfaßt einen Flächenraum von über 7000 engl. Geviertmeilen. Laut Bericht verfügte die Gesellschaft 1905 über einen Barbestand von eingezahlten 225 000 Lstr. arbeitenden Kapitals. Ihr stand das Recht zu, Teilstrecken von je 25 engl. Geviertmeilen an Nebengesellschaften in Pacht zu geben. Die Teilnehmer sind gebunden, 6 Monate nach Abschluß des Pachtvertrages mit den Arbeiten zu beginnen. Der der Muttergesellschaft zu entrichtende Anteil am Gewinn wird je nachdem auf zwischen 30 und 45 Prozent festgesetzt.
    Den Mittelpunkt dieser seit November 1902 schwunghaft betriebenen Schürfungen bildete die von den arabischen Geographen Idrisi und Abulfeda beschriebene alte Minenstätte im Uadi-Alaki, die heute den Namen Umm-Garayat (arabisch »Mutter der Dörfer«) führt, im ägyptischen Altertum aber Akita hieß. Umm-Garayat liegt unter 22° 40' n. Br. und 33° 18' ö. L. von Gr. in Südost 40 engl. Meilen vom Nil bei Dakkeh. Auf Linants Karte des Etbai vom Jahre 1854 ist Garayat richtig eingetragen, obgleich weder dieser noch irgend ein anderer Reisender vor Mr. Wells, dem früheren Minenverwalter der Gesellschaft, diesen Platz besucht zu haben scheint. Gegenüber von Dakkeh liegt am rechten Nilufer das Dorf Kuban, wo das große Uadi-Alaki ausmündet, und an diesem Platze wurde die Steininschrift aufgefunden, deren Wortlaut in der »Geschichte Ägyptens« von H. Brugsch ausführlich wiedergegeben ist und die über die unter Ramses II. vorgenommene erfolglose Brunnenbohrung im Tal der Goldgruben berichtet. Aus einem merkwürdigen Papyrus der Turiner Sammlung, der sogar graphisch die Grubenanlagen von Akita zum Ausdruck bringt, geht ferner hervor, daß bereits Seti I. (1400 v. Chr.) dort Gold gewinnen ließ. Die folgenden Beischriften auf diesem Papyrus dürften von Interesse sein: »die Berge, aus welchen das Gold herausgezogen wird. Sie sind mit roter Farbe angemerkt«. »Die Straße, welche verlassen ist, nach dem Meere zu.« »Die Häuser von ... der Goldwäsche.« »Der Brunnen.« »Der Denkstein des Königs Mineptah I. und des Seti I.« (wäre aufzusuchen!) »Das Heiligtum des Ammons in dem heiligen Berge« usw.
    Die heutigen Mineningenieure wissen von »zahlreichen Überbleibseln alter Dörfer (»Mutter der Dörfer«) mit zerstörten Wachtürmen auf den Bergen« zu berichten, die der Gegend von Umm-Garayat ein eigenartiges Gepräge erteilen. Die Masse der aus den alten Gruben daselbst zutage geförderten Steine wird von ihnen auf einige 100 000 t geschätzt. Die eigentliche Minenarbeit der Alten ergab sich aus der Betrachtung mancher Einrichtungen und Gerätschaften, die sich vorfanden, so der Sortierhäuser, der Handmühlen und Mörser, der großen Haufen von Steinscherben, verschiedener Schlagwerkzeuge aus hartem Gestein u. dgl. Das zum Waschen des zerkleinerten goldführenden Quarzes erforderliche Wasser wurde aus Brunnen und Sammelbecken geschöpft, auch fanden sich aus Stein errichtete Staudämme zum Aufspeichern des Regenwassers.
    Andere Minenstätten des Altertums sind in der Nachbarschaft vorhanden, so bei Absciel, wo ungeheure Massen von Steintrümmern und große Schlackenhaufen von der Emsigkeit des alten Betriebes Zeugnis ablegen, und wo die Prospektoren noch reiche Funde zu machen hoffen, da auch Kupfererze daselbst nachgewiesen worden sind. Andere Werkplätze aus alter Zeit sind zu Autschani zu sehen, ferner bei Dimhed, Umm-Gadia und besonders bei Marara, an denen während des Septembers 1903 prospektiert worden ist. Umm-Garayat liegt übrigens bereits nahe an der Westgrenze der Granitregion, denn wenige Kilometer weiter in West beginnt der Nubische Sandstein, der sich ununterbrochen bis zum Nil ausdehnt. Die mit besonderem Eifer hierselbst ins Werk gesetzten Schürfungen lieferten überraschende Ergebnisse. Ein alter Vertikalschacht wurde bei 69 Fuß Tiefe bis auf den Grund freigelegt. Der goldführende Gang ergab Proben im Werte von 4 bis 10 Unzen auf die Tonne berechnet. Bei Weiterführung des Schachtes wurden noch 2–3 Unzen pro Tonne erzielt und die 10 bis 30 Zoll starke Quarzader bis auf 106 Fuß Tiefe verfolgt. Alsdannn wurde in verschiedenen Richtungen mit Querstollen vorgegangen, wobei man an einer Stelle auf derartig reichen Goldquarz stieß, daß im Laufe von zwei Tagen Gold im Werte von 1180 Lstr. ausgeschieden werden konnte. Ferner wurde ein mächtiger Quarzgang von 6 Fuß Dicke in Angriff genommen, der zwei Unzen pro Tonne ergab. Mit solchen wertvollen Probestücken kehrte Wells nach England zurück, um Vorbereitungen zu einer neuen Expedition in größerem Maßstabe zu betreiben. Diese brach im September 1902 auf. Im Juli 1903 konnte berichtet werden, daß allein durch die bisherige Probegewinnung bereits Gold im Wert von 13 557 Lstr. gewonnen sei, während die Gesamtausgaben der Gesellschaft im ganzen den Betrag von 32 000 Lstr. erreicht hatten. Im Februar 1906 berichteten die Ingenieure Lake und Currie, daß der Hauptschacht bereits bis zu einer Tiefe von 424 Fuß getrieben worden sei.

    Teil 2


    Auf Grund der durch die ersten dieser Erforschungszüge, durch die des Ingenieurs C. J. Alford im Jahre 1899, erzielten Ergebnisse hatte die ägyptische Regierung zunächst beschlossen, daß besonders leistungsfähigen und verantwortlichen Personen und Korporationen gewisse Teile des Gebiets, die Aussicht auf Erschließung ausbeutungsfähiger Lager darboten, zu je Hunderten und Tausenden von englischen Quadratmeilen zuerkannt wurden. Die Zuerkennung solcher Erkundigungsfelder (prospecting areas) geschah für eine begrenzte Zeitdauer und dem Konzessionär wurde innerhalb seiner Konzession das ausschließliche Erkundigungs- und Schürfungsrecht zuerkannt, zugleich mit der Befugnis, den Abbau jedes einzelnen der entdeckten Lager an andere zu verpachten. Die Lehensbesitzbedingungen betrafen mithin zweierlei Stadien, ein zeitweiliges der Auskundschaftung und Erforschung des zuerkannten Gebiets und ein dauerndes der Minenpachtung.
    Die ägyptische Regierung und die des ägyptischen Sudans haben hinsichtlich der Erteilung von Konzessionen verschiedene Grundsätze aufgestellt, die erstere, bedächtiger im Beginn ihrer Minengesetzgebung, legte Vorsicht an den Tag und stellte strengere Bedingungen, die letztere gestattete behufs Heranziehung des Kapitals größere Erleichterungen. So ließ sich die ägyptische Regierung an jährlicher Minenpacht (Erze und Metalle jeder Art) 2 Pfund äg. (= 20 Mk 80 Pf.) für den Feddan (= 4200 qm.) zahlen, die Sudanregierung begnügte sich mit 1 Pfd. äg., wenn Gold oder Silber, mit einem halben Pfd. äg., wenn andere Erze in Betracht kamen. Die Minenpachtung war in Ägypten auf 30 Jahre festgesetzt, mit fakultativer Verlängerung auf je 15 Jahre, die Sudanregierung verlangte eine Erneuerung der Pachtbedingungen nach Ablauf von 21 Jahren. Noch größer war der Unterschied, den beide Regierungen in betreff der Lehensbesitzbedingungen stellten. Die ägyptische erheischte vom Konzessionär ein Depot von 1000 Pfd. äg., die des Sudan war mit 100 Pfd. äg. zufriedengestellt.
    Der Erlaß einheitlicher Minengesetze war ein dringendes Bedürfnis, ließ sich aber nicht durchführen, solange die Verwaltung beider Länder nicht auf eine gemeinsame Grundlage gestellt war.
    Unter den 25 konzessionierten Gesellschaften sind fünf, die eine dominierende Stellung innehatten, durch die Bedeutung der ihnen zuerteilten Gebiete und die Zahl der sich an diese anlehnenden Nebengesellschaften. Die angesehenste und reichste scheint die Egyptian Mines Exploration Company zu sein. Sie war unter den konzessionierten die älteste und das ihr seit Mai 1900 erteilte Recht erstreckte sich innerhalb des eigentlichen Ägyptens, zwischen 25° und 27° n. Br. längs des Roten Meeres auf ein Gebiet von 10 000 englischen Geviertmeilen. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit konzentrierte sich auf die alten Goldminen von Um-Ruß, wo in Schächten von einigen hundert Fuß Tiefe goldhaltige Quarzgänge von 8 bis 36 Zoll Dicke einen Probeertrag von je 1 Unze 8 Pfenniggewicht, von 1 Unze 25 Pfgw. und in einem Fall sogar von 3 bis 10 Unzen auf die Tonne von 2240 Pfd. Troy-Gewicht des Gesteins ergeben haben sollen, laut Bericht des Oberingenieurs C. J. Alford von Februar 1903. Letzterer hielt die Minen, wenn die goldführenden Gänge sich in der Tiefe fortsetzen, für abbaufähig. Es wird behauptet, daß bei Beginn der südafrikanischen Goldspekulation keine Mine für rentabel galt, die weniger als zwei Unzen auf die Tonne zu liefern vermochte, während man sich heute daselbst mit weit geringeren Erträgen begnügt.
    Um-Ruß ist unter 25° 30' n. Br. gelegen, 7 km vom Roten Meer, in dem auch von mir 1864 besuchten Uadi-Mbaruk gelegen, das bei einer kleinen Fahrzeugen zugänglichen Bucht dieses Namens mündet. E. Floyer, der ägyptische Telegraphendirektor, der die alten Minen im Jahre 1891 besichtigt und als erster beschrieben hat, gibt die Ausdehnung der daselbst zutage tretenden Quarzgänge auf 5 englische Geviertmeilen an, und Alford schätzte das von den Gruben eingenommene Areal auf 1500 acres (6,07 Quadratkilometer). Hunderte von den alten Steinhütten der Arbeiter sind nach Floyer bei Um-Ruß noch sichtbar und von der Ansiedlung aus griechisch-römischer Epoche (Nechesia des Ptolemäus) sollen dort gegen 300 Hausruinen erhalten sein. Die alten Goldminen von Mysore in Südindien, die heute wieder genügenden Ertrag abwerfen, sollen überraschende Analogien mit denen von Um-Ruß an den Tag legen. Dort erreichten die Stollen eine Tiefe von 400 Fuß, man hoffte aber in Um-Ruß mit solchen von geringerer Ausdehnung sich begnügen zu können. [Fußnote]
    Den nördlichen Teil ihrer Konzession hatte die erwähnte Kompagnie, die das Gebiet in eine Anzahl von Prospektierungsparzellen zerlegte, bereits an eine reiche Zweiggesellschaft, an die Fatirah Exploring Compagnie in Pacht gegeben, die auf diesem 1200 englische Geviertmeilen umfassenden Gebiet in der Gegend des Gebel-Fatireh (Mons Claudianus) am Gebel Hadrabia (26° 40' n. Br.) am Gebel Aralia, am Um Esch, bei Debach und bei Fauachir (letzteres an der Keneh-Kosser-Straße) ihr Heil versuchen wollte. An allen diesen Stellen sind vielfache Spuren eines alten Minenbetriebes ersichtlich, aber die ägyptischen Landesgeologen Barrow und Hume, die das in Betracht kommende Gebiet in den Jahren 1897–1898 erforscht haben und darüber ein eigenes mit Karten ausgestattetes Werk veröffentlichten, äußerten sich über das dortige Vorkommen von Gold ziemlich skeptisch. Sie behaupteten, daß in ihren von anstehenden Gängen entnommenen Proben kein Gold nachzuweisen gewesen sei, sie wollten allerdings nicht in Abrede stellen, daß dieses Metall überall in der Region, wo metamorphisches Gestein mit Graniten in Kontakt kommt, vorhanden sein könne. Inzwischen sollen die Ingenieure der genannten Zweiggesellschaft in der Tat das Vorhandensein von Gold an den bezeichneten Örtlichkeiten nachgewiesen haben Die Fatirah-Mine soll nach einem Bericht von 1905 in einer 35 Zoll breiten Quarzader 15 dwts. 13 grns. Gold auf die Tonne geliefert haben, und in einer anderen 16 dwts. auf die Tonne.


    Auf die Egyptian Mines Exploration Cy. folgte im Süden das Gebiet der Egyptian Hamesh Concession, die dem Sudan Mining Syndicate zugehört, das unter Leitung der im südindischen Betriebe bewährten Ingenieure John Taylor and Sons stand. Die Gesellschaft hatte Anrecht auf 20 000 engl. Geviertmeilen und war vorläufig mit Prospektieren beschäftigt. Von den durch sie geförderten Arbeiten hat man trotz der darauf verwandten großen Kosten noch nicht viel gehört, aber ihr Gebiet ist von außerordentlichem Interesse. In den Bereich ihrer Pachtung, die sich südlich vom 25° n. Br. über den Rest des eigentlichen Ägyptens und über die längs des Roten Meeres hinziehende Gebirgszone erstreckt, fallen viele mit Überbleibseln aus dem Altertum versehene Örtlichkeiten des früheren Minenbetriebs, Hamesch, Sighit, Hoffeiri, Sikaït, Gebel, Sebara, Uadi Gemal, Uadi Chaschab u. a. Auch die noch etwas problematischen Smaragd- und Topasgruben gehören hierher. Die bei Hamesch und Samut begonnenen Arbeiten haben in mehreren Brunnenschächten reichen Wasservorrat erzielt. Die Ruinen von Hamesch liegen nach Floyer unter 24° 40 Min. n. Br. am westlichen Fluß der Granitkette und nahe am Ursprung des beim Gebel-Selsele in die Nilebene auslaufenden Uadi-Schaït. Die daselbst erhaltenen, von großen Scherbenmengen umgebenen Hausreste sollen einen durchaus europäischen Charakter zur Schau tragen. Viele tausend Tonnen Gestein müssen hier von den Alten aus den Schächten zutage gefördert worden sein. Mit überraschender Sorgfalt sind die Galerien angelegt und Stützpfeiler zum Tragen der Decke aus dem geförderten Gestein ausgespart. Der östliche die Küste umfassende Teil dieser Hamesch-Konzession wurde 1905 Besitz von Streeters Konzession.

    Moin moin,


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