Man studiert ja nicht 10/20 Jahre @Dark-End. @hammwolln du sagst, vor 12 Jahren hättest du das gekonnt.
Dann betrachten wir den Markt vor 12 Jahren, also 2011. 21 Jahre nach DDR! Ich bin auch 1990 eingewandert, mit einem Kunstlederkoffer
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2011 hat der Immo Mark angefangen sich zu erholen aus dem Tief nach 2008. Heißt, die Preise waren noch relativ niedrig. Eine 3ZKB in Frankfurt hat nur etwa 220k gekostet, Neubau wohlgemerkt.
Der Zinssatz lag damals bei ca 4% für 10 Jahre. Wenn man EK für die Baunebenkosten von ca 20k hatte, war die Rate 1.100 € bei 2% Tilgung. Die Miete für eine Erstbezugwohnung wäre damals bereits ca 1000 gewesen, grob. Eine Bestandsmiete (Altbau) allerdings nur ca 700€. Wer nicht bereit war die 1.100 hinzulegen, hat schlicht verloren.
Seit dem haben sich die Preise verdoppelt. Wert heute ca 450k
Nach 10 Jahren, also 2021 hatte man eine Restschuld von 166k.
Netto Vermögenszuwachs von 284k € - Da will ich mal die Aktionäre und auch die reinen Goldbugs sehen, wo sie inzwischen stehen.
Die 166k hat man 2021 mit wahnsinnigen 1% refinanzieren können.
Bei Beibehaltung der Rate 1.100€ - hat man nach 15 Jahren Zinsfestschreibung, also 2036 42k Restschuld.
Was die Immobilie in 13 Jahren kostet weiß keiner. Aber wichtig ist, dass sie ein beträchtliches Vermögen darstellt wird.
Sagen wir in den ersten 10 Jahren hat der Eigentümer auf eine gleichwertige Immobilie zur Miete daraufgezahlt, wenn auch nicht viel, so ist es sicher inzwischen das nicht mehr der Fall. Es ist davon auszugehen dass er in den nächsten Jahren mit der Rate unter der Miete bleibt. Sagen wir, es verrechnet sich das ganze. Dann passiert genau das, was ich hier geschrieben habe. Das Eigentum, wurde fast komplett mit der ersparten Miete aufgebaut, zieht man das EK ab und die Restschuld, die real sicher lächerlich sein wird. Wollte er abzahlen in 15 Jahren, wäre die rate ca 1300. Sicher auch tragbar.
Geht man weiter zurück als 12 Jahren, ist die Rechnung noch besser.
Das war kein Glück, sonder für jeden vorhersehbar, der das System verstand hat. Dazu musste man auch nicht besonders schlau sein. Interesse zu recherchieren und gesunder Menschenverstand hätten gereicht. Ok, manche wussten es nicht und hatten nur Glück. Wer sich aber in solchen Foren wie diesem herumgetrieben hat, hätte es wissen müssen. Viele wie ich haben das andauernd wiederholt. Doch auch sehr viele haben dagegen gehalten und die Immobilien schlecht geredet. Ich erinnere mich an einen gewissen Tisc, Versicherungsvertreter, der vor 10 Jahren auf silber de forum von der tollen Verzinsung der KLV gefaselt hat, in der Niedrigszinsphase
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Dieses Bau-Fenster ist aber inzwischen geschlossen für die Meisten. Sie könen heute nichts mehr kaufen ohne sehr viel EK (Erbschaft). Das Eigentum wird jetzt quasi "untereinander" verkauft. Wann die nächste Generation nur mit Omas Geschenk plus Arbeit eine Immobilie wird finanzieren können, kann ich nicht sagen. Ich schätze 2 werden es mindestens nicht können.
Familie und Kinder:
Kinder kosten Geld, keine Frage. Das ist eine wichtige Entscheidung im Leben. Ich hab nur eins, immerhin. Mit einem Kind konnte ich das machen, was ich gemacht haben, ohne mich zu verbiegen. Mit 2 wäre das schon schwieriger, aber immer noch möglich, vielleicht etwas kleiner. Ich habe aber auch sehr gut verdient. Wir sind eine Großfamilie die sich gegenseitig hilft. Dann geht es eigentlich auch mit 2 Kindern. Das wollte ich aber definitiv nicht.
Bin im Kommunismus aufgewachsen und wusste, das man erpressbar ist mit Kindern. Ich sagte immer, eins nehme ich huckepack und haue ab, mit 2 wird es schwer.