Irgendwie ruhig geworden die letzten Monate... aufgrund der Kursentwicklung aber irgendwo verständlich. Auch ich habe mir über den Sommer eine Pause gegönnt, wenngleich ich doch immer stiller Mitleser geblieben bin. Einige Trades und Umschichtungen habe ich vorgenommen. Auf den Herbst wird sich das jetzt wieder ändern - und das geht sicher nicht nur mir so. Meine aktuelle Einschätzung zur Marktlage unter Berücksichtigung der Korrektur seit dem vergangen Sommer möchte ich hier kurz wiedergeben. Wer mag ist herzlich eingeladen, vielleicht ein paar meiner Gedanken zu teilen.
Insgesamt bin ich weiterhin optimistisch und orientiere mich am Verlauf der 1970er Jahre. Die zwischenzeitliche Korrektur dauerte bekanntlich damals etwa eineinhalb Jahre:
Für mich das große Bild. Demnach könnte es also noch bis Januar oder maximal März 2022 ungemütlich bleiben. Nicht wenige im Charttechnikfaden halten Kurse von 1500 USD ja noch für möglich. Die Stimmung wäre dann wahrscheinlich auf dem absoluten Tiefpunkt. Mir persönlich hat die letzten Wochen gefallen, dass selbst einige alte Hasen allmählich pessimistisch werden. Sollte es jedoch Anfang 2022 noch immer nicht aufwärts gehen, werde auch ich meine Hoffnung begraben, so viel steht fest. Aktuell jedoch werde ich das Feld nicht räumen - viel zu groß sehe ich die Gefahr, zum richtigen Zeitpunkt nicht dabei zu sein. Die Uran-Minen haben es die vergangenen Wochen vorgemacht, der Anstieg wird wie wir es aus dem Sektor nicht anders gewöhnt sind, wieder steil sein. Januar 2016 oder April 2020 verdeutlichen das.
Da wir hier im Minenfaden sind, möchte ich speziell hierzu nun meine Sicht seit vergangenem Sommer darlegen. Ich erinnere mich, dass wir im August 2020 hintereinander 14 oder 15 steigende Tage im POG hatten - historisch hatte es solch einen Anstieg nicht einmal in den 1970ern gegeben. Der RSI war bei 2000 USD deutlich überkauft, was mich zu einem Short bewogen hatte. Im Faden von @Nebelparder hatte ich dies gepostet. Wir schossen bekanntlich noch bis 2086 USD, die anschließende Korrektur nutzte ich vorzeitig zum Verkauf des Shorts auf Einstand, weil mich meine Courage verlassen hatte. Ich schreibe das, weil mir das in den letzten Jahren ganz selten passiert ist und mir in Erinnerung blieb, welche Euphorie zu diesem Zeitpunkt im Markt war. Spekulative Wetten mache ich immer dann, wenn der RSI mir deutliche Signale liefert. Dies bedeutet für mich oftmals nur einen Trade alle 3-4 Monate, die Trefferquote ist dann aber wirklich fantastisch. So auch bei den letzten kleinen Markterholungen über den Sommer 2021.
Zurück zum Juli 2020. Wenn die Qualitätstitel bereits gut gelaufen sind, versucht man in der zweiten oder dritten Reihe Nachzügler ausfindig zu machen. Die letzten Boote, die von der Flut gehoben werden können. Ich kann mich erinnern, dass wir hier reichlich spekulative Explorer diskutierten, die sich innerhalb des vergangenen Jahres nun drittelten oder sogar noch stärker im Kurs nachgaben. Orefinders, Mistango, Stratabound, Patagonia Gold, Genesis Metals oder Red Lake Gold, Golden Goliath und Co im Red Lake District waren nur einige davon. Ähnlich wie Anfang dieser Woche bei den Uran-Minen konnte man wirklich alles kaufen - niemals ein gutes Zeichen, wenn Qualität keine Rolle mehr spielt.
Die Frage, die ich mir heute rückblickend stelle, ist folgende: Sind die Minen, die deutlich nachgaben, wirklich zu unrecht gefallen, oder war hier teilweise einfach zu viel heiße Luft im Markt? Bei der Analyse meiner Watchlisten mit hunderten Unternehmen aus dem Minensektor muss ich mittlerweile sagen, dass die Kursverluste großteils völlig zurecht erfolgten. An einigen Beispiel möchte ich dies nachfolgend verdeutlichen. Aufgrund der begrenzten Zeichenanzahl musste ich hier einen Cut machen, da ich die Zeichenanzahl überschritten hatte. Meine Ergebnisse erläutere ich im nachfolgenden Beitrag.