Beiträge von GoldBullish

    Höchst interessant. Allerdings sollte der Begriff "Marge" vorher definiert werden.


    Hier scheint mit "Marge" der Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis gemeint zu sein.


    Erlaubt sei an der Stelle die höfliche Mitteilung, daß nach unserer Kenntnis noch nicht einmal 5% der verkauften Münzen aus Ankäufen von privat stammen, bei den meisten Händlern dürfte diese Quote sogar signifikant unter 1% liegen.


    Insoweit ist die Marge des Händlers die, die zwischen Einkaufspreis ab Münzprägestätte oder ab Großhändler und dem Verkaufspreis der Ware liegt. Nach unseren Beobachtungen verkaufen nahezu alle Händler hier unter den von Ihnen erwähnten 5% Marge, eher im Bereich zwischen 1 und 3%, einige noch darunter.


    Von dieser Roherlös-"Marge" müssen allerdings auch noch alle Kosten gedeckt werden, wie Werbung, Versicherung, Forderungsausfall, Kursabsicherungskosten, Angestellte, Raumkosten, Alarmaufschaltung etc.


    Die Marge im Edelmetallgeschäft ist im Vergleich zu nahezu allen anderen Branchen sensationell niedrig, - allein die Menge der umgesetzten Produkte und der häufige Kapitalumschlag machen dies teilweise wieder wett.

    Natürlich müssen Verbraucherschützer auch die unmündigen Verbraucher schützen, die bedenkenlos in ebay 1kilo Gold von Giuseppe aus Palermo im Sofortkauf zu 90% vom Spot kaufen würden und sich dann wundern, dass nach der Western Union Überweisung keine Ware kommt.


    In Ihrer Aufklärungspflicht schiessen sie allerdings oft über das Ziel hinaus und "schütten das Kind mit dem Bade aus"


    Der wirklich mündige Verbraucher liest aber auch hier im Forum. Gold und Silber reicht ohnehin nicht für alle, insoweit muß man froh sein, daß viele den Knall noch nicht gehört haben und weiter Finanzierungsschätze des Bundes kaufen. Diese werden von den Verbraucherzentralen ausdrücklich empfohlen.


    Wie toll die Rendite solcher Top-Empfehlungen in der Realität ist, läßt sich empirisch leicht überprüfen. Vielleicht werfen die Verbraucherschützer mal einen Blick hierauf:


    [Blockierte Grafik: http://www.bankenverband.de/pic/images/012011/11-01-geldan11-f.jpg/image]

    Hat jemand hier aus dem Forum Erfahrungen mit Global Metal Agency aus Frankfurt gemacht?


    Wir erinnern uns, das waren die, die vorgaben "in Kürze" eine 103 Kilo-Goldmünze herauszugeben, die allerdings keinen Nennwert und kein Ausgabeland hatte. Wie ich einem anderen Forum entnehme, ist deren Homepage nicht mehr auffindbar ... offensichtlich gibt es auch ein laufendes Insolvenzverfahren. Gibt es User, die noch offenstehende Forderungen(*) haben? Gibt es überhaupt User, die da jemals gekauft und etwas erhalten haben?


    * Offene Forderungen sollten im Insolvenzverfahren 810 IN 814/10 G-7 bis spätestens 4.4.2011 gemeldet werden.

    Wir enthalten uns einer Würdigung deutscher "Steuersparmodelle" einiger Wettbewerber.


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    Bezüglich der Steuerpflicht österr. Silbermünzen IN ÖSTERREICH erlauben wir uns darauf hinzuweisen, daß in Österreich anderes Recht als in Deutschland gilt. In Deutschland sind Silbermünzen dann steuerpflichtig, wenn sie einen Sammlerwert haben, - dies gilt i.d.R. wenn für die Münze ein vom Nominal nach oben abweichender Preis bezahlt wird.


    In Österreich hingegen ist diese Definition weiter gefaßt. Diese Münzen dürfen dann MwSt-frei verkauft werden, wenn der Verkaufspreis den Nennwert um nicht mehr als 20% überschreitet.


    Dies ist z.B. hier auch anschaulich aufbereitet: http://www.biallo.at/artikel/G…t-umsatzsteuer-sparen.php

    ... kommen sicherlich auch andere Optionen zum Zuge.


    Im BMF hat man - gemeinsam mit Experten - natürlich bereits die verschiedenen Optionen erörtert.


    Man wird sicherlich keine Münzen verkaufen, deren Materialwert alleine schon signifikant über dem Verkaufspreis liegt.

    Wer einen sehr hohen Warenumschlag hat, kann ggf. auf ein Hedging verzichten, wenn er die Marge so kalkuliert hat, daß Schwankungen von den Gewinnen aufgefangen werden.


    Allerdings bedarf es hier eines Feintuning und ggf. eines großen Kapitaleinsatzes.


    Einige Händler vergessen bei der Planung des Geschäftes, daß es auch Phasen zurückgehender Kurse geben kann :)


    Einige Händler vergessen auch, daß auch sie einmal das Risiko des Paketverlustes, Raubes, Überfalls, Einbruchs treffen kann.


    Auch am letzten Wochenende wurde wieder bei einem "jungen" Kollegen eingebrochen, der meinte, keine Alarmanlage zu haben, wäre auch eine Option. Spar sicherlich auch Geld. Allerdings nur am Anfang...

    Umsatzgrößen zu erfassen ist für Außenstehende sicherlich sehr schwierig, - da in der Regel Firmenkonstruktionen gewählt werden, die eine Veröffentlichung der Umsatzzahlen nicht notwendig machen.


    Allerdings gibt es verschiedene Hilfskriterien, die man zur Umsatzeinschätzung heranziehen kann und einem Händler sind i.d.R. ja seine eigenen Zahlen bekannt.


    Größere Münzhändler in Deutschland oder Europa machen sicherlich einen Umsatz, der im dreistelligen Millionenbereich p.a. liegt, die Branchenriesen, zu denen aber noch keine Handvoll zählt, haben diese Größenordnungen bereits nach oben verlassen.

    Edelmetallhändler "überleben", weil sie trotz der geringen Marge grosse Mengen umsetzen und das eingesetzte Kapital sich sehr häufig im Jahr umschlägt.


    Grosse Mengen setzt der um, der zufriedene Kunden hat.



    Nur alleine durch kleine Margen setzt man allerdings keine großen Mengen um, ein Fehler, den viele Anfänger in dem Business machen, die meinen, nur mit Minimalstaufschlägen auf den Einkaufspreis bekommt man tausende Stammkunden.


    Daß es nicht alle Edelmetallhändler schaffen, sieht man daran, daß immer wieder welche kommen und gehen. Niemand würde sein Geschäft von alleine einstellen, wenn es Geld und Gewinn wie Brei vom Himmel regnet. Das ist auch im Edelmetallgeschäft nicht der Fall.

    Zitat

    Ich kenne niemanden, der seine Waren unter Zeugen mit Videoaufzeichnung verpackt!!!!


    Das dürfte bei privaten Versendern auch eher unüblich sein :)


    Mir sind allerdings mehrere gewerbliche Edelmetallversender bekannt, die das Packen der Pakete und den Inhalt videoaufzeichnen, - i.d.R. mit Zuordnung. Grosse Edelmetallversender haben i.d.R. mehrere Packplätze, die alle videoüberwacht sind, einige schaffen sogar die Zuordnung der Videosequenz zur Rechnungsnummer und können das Packvideo vom PC zusammen mit der Rechnung aufrufen.


    F

    hpsk schrieb:

    Zitat

    Irgendwo habe ich das Teil heute schon gesehen. aber vergessen.
    Der Preis war 1200,-- .


    und

    Zitat

    WAS ich gesehen habe, weiß ich.
    Nur WO ?, ich suche noch.....


    Das würde uns überraschen :) Der Einkaufspreis ex Mint liegt in der besten Staffel bereits über diesem von Ihnen angeblich gesichteten Wert. Wenn Sie tatsächlich noch irgendwo etwas zu diesem Preis finden, geben Sie uns bitte Bescheid. Wir würden gerne noch mehr Exemplare kaufen und machen dies auch gerne zu einem niedrigeren Preis als bei der Münzprägestätte, wo die Ausgabe bereits durch Vorbestellungen AUSVERKAUFT ist.


    Vermutlich haben Sie etwas verwechselt.

    50% der Auflage ist für USA und Kanada vorgesehen, die restlichen 50% für den Rest der Welt (vor allen Dingen: Europa, Japan, Australien).


    Eine niedrigere Auflage als Nachfrage ist die Voraussetzung für Wertsteigerungen :) Hat allerdings als Pferdefuß, daß es dann auch Sammler gibt, die leer ausgehen. Warten wir es ab.

    Zitat

    Wie sind die 925er Silberzehner hergestellt worden?
    Ist die Herstellung von Silberzehnern ähnlich teuer wie die von Bullionmünzen?


    Die Herstellung von Silber-Zehnern aus 925er-Silber ist eingestellt worden, weil es sich nicht mehr rechnet. Es hat sich auch schon nicht mehr gerechnet, als das darin enthaltene Silber noch weniger als 10 Euro wert war. Ein prima Beispiel.


    Zitat

    Der Rest des Aufgeldes ist der Monopolstellung der Münze und deren Aufgabenstellung geschuldet.


    Da befinden Sie sich im Irrtum, es gibt eine ganze Reihe von freien Münzprägestätten auf der Welt, auch in Deutschland, die über hervorragend ausgestattete Maschinen verfügen, einige der Bullionmünzen (wie z.B. Andorra) werden ja dort hergestellt. Die Hersteller/Initiatoren suchen sich schon weltweit die günstigsten Prägestätten aus, auch unter den privaten. Sie werden nur schwerlich weltweit eine Münzprägestätte finden, die das signifikant unter Philharmoniker-Aufgeldern produziert...Es ist ja nicht alleine der Prägevorgang, sondern Sie müssen zunächst aus dem Rohsilber, was in Barrenform angeliefert wird, Bleche walzen, dann aus den Blechen runde Münzrohlinge ausstanzen, dann diese auf das Gewicht kontrollieren, dann diese ggf. noch oberflächenbehandeln und dann müssen diese erst dem Prägevorgang zugeführt werden, anschliessend mehr oder weniger genau auf Qualität kontrolliert werden und verpackt werden... und dann müssen diese Dinger auch noch von der Münzprägestätte zum Großhändler kommen :)
    Und dann muß man dazu vielleicht noch einen Prospekt drucken, eine Messewand herstellen oder auf eine Münzmesse fahren, um mit Großabnehmern aus aller Welt darüber zu sprechen. Je weniger Münzen man herstellt, desto mehr anteilige Kosten werden auf jede einzelne Münze umgelegt... insoweit sind Kleinauflagen immer etwas teurer als grössere Auflagen :)


    Wir geben Ihnen aber uneingeschränkt Recht, wenn Sie glauben, daß bei der Produktion noch Kosteneinsparungspotential da wäre und gleichfalls würden wir uns freuen, wenn Münzprägestätten weniger pro Münze verdienen wollen, aber auch dort wird ökonomisch gedacht und man möchte Gewinne erzielen.

    Äh... da empfehlen wir einmal die Besichtigung einer Münzprägestätte. Meines Wissens machen alle 5 deutschen Prägestätten regelmässig Führungen. Da wird ganz schnell der Unterschied sichtbar.


    Euro-Umlaufmünzen werden auf sogenannten "Schnell-Läufern" hergestellt, Maschinen, die mehrere hundert oder tausend Münzen in der Minute herstellen, die dann alle in einen Trog aus der Maschine geschleudert werden und dort aufeinander rasseln.


    Silberunzen können auf diesen Maschinen bislang nicht hergestellt werden, die Maschinen laufen drastisch langsamer, haben damit einen geringeren Ausstoß pro Minute und benötigen einen höheren Prägedruck, was die Maschinen auch teurer macht. Letzte Woche war ich in einer international bekannten Münzprägestätte, die gerade eine neue Prägemaschine für Silberunzen eingeweiht hat, die Kosten waren im höheren einstelligen Millionenbereich.


    Leider kosten sowohl halbe Libertads als auch halbe Britannias betragsmässig im Einkauf ungefähr dasselbe Aufgeld wie ganze Unzen, sodaß sich prozentual pro Gramm Silber naturgemäß ein höheres Aufgeld ergibt.


    Aufgrund der Resonanz im Vorfeld, den Kaufwünschen von Händlern und auch der Nachfrage von gestern kommen wir zu der vorsichtigen Erkenntnis, daß die Auflage von 50.000 vermutlich nicht zu hoch bemessen ist :)


    Leider sind die Britannias in halber Unze genauso "bescheiden" verpackt wie die ganzen Unzen, die British Royal Mint lässt sich leider nicht von der Sinnhaftigkeit von Röhrchen/tubes überzeugen...


    Es wird sicher nicht die preiswerteste Form sein, ein Kilo Silber zu kaufen, dennoch kann ein Kauf ökonomisch sinnvoll sein, wenn z.B. nach dem Kauf der Marktwert prozentual mehr steigt, als dies bei Massenauflagen von regulären 1-Unzen-Silberunzen der Fall ist.


    Wir zwingen niemandem zum Kauf :) Derjenige, der das Produkt kaufen möchte, möge dies in der Anzahl, die er für richtig hält, tun. Wer das nicht möchte, lässt es.


    Wir finden den Ansatz der Mint gut und stimmen mit einer Vielzahl von Käufern überein, daß es grundsätzlich noch interessanter wäre, wenn man die Münzen noch preiswerter abgeben könnte, - ggf. auch dadurch, daß man mehr herstellt oder ein anderes Herstell-Verfahren wählt.

    Silber wird immer teurer, die Anlage-Unzen kosten schon fast 30 Euro... daher riefen einige Sammler schon nach der Einführung von Halbunzen. Halbe Silbermaples, halbe Silbereagles und halbe Silberphils gibts noch nicht. Halbe Libertads sind existent, Halbunzen-Eigenkreationen des einen oder anderen Händlers gibts schon und jetzt kommt als nächstes:


    1/2 Unze Britannia Silber. Im ersten Jahr (2011) auf 50.000 limitiert (hoffentlich bleibt das auch so... und wird nicht nachgelegt...)


    Bild und Details siehe: http://goldmarkt.blogspot.com/…munze-jetzt-auch-als.html


    Den ein oder anderen wirds freuen, der ein oder andere mag das Motiv nicht und wieder andere mögen die Verpackung für suboptimal halten, aber es ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung.


    Voraussichtlich am deutschen Markt: Anfang Mai 2011 - bei der Münzprägestätte komplett im Vorverkauf abverkauft.

    Professionelle Versender haben dafür in der Regel eine separate Versicherung, die "Valorenversicherung" genannt wird und das Versandrisiko abdeckt, - unabhängig von den AGBs von Post, UPS und anderen Paketdiensten. Deswegen hatten wir bereits in der Frage "versichert" angegeben. Interessant ist für uns der Tenor, den wir auch als Bauchgefühl hatten, daß das Gros keine Zustellung durch einen ersichtlichen Werttransporter mit womöglich bewaffneten Zustellern hat.