Beiträge von fritz

    Noch ein paar Gedanken zu den Zahlen. Ich runde auf Mio USD.


    Cash and cash equivalents Ende 2020: 345, Ende 2019: 68 (Equinox) + 78 (Leagold), Zuwachs 199.
    Die gesamten current assets stiegen von stiegen von 149 auf 646, also um 497.
    Zu Leagold siehe hier:
    https://www.goldseiten.de/arti…oduktionszahlen-2019.html


    Total liabilities Ende 2020: 1,225, Ende 2019 (nur Equinox): 436, Zuwachs 789. Getilgt wurden 546, das dürften im wesentlichen die von Leagold gewesen sein. Bleiben vom Zuwachs 243, das entspricht in etwa dem Zuwachs an flüssigen Mitteln. Deren Stärkung ist in wirren Zeiten bei starken Investitionen kein Fehler.


    Die gesamten assets stiegen von 839 auf 2.672 auf mehr als das dreifache. Die Schuldenquote (total liabilities/total equity) betrug Ende 2020 rund 46 %, Ende 2019 (nur Equinox) 52 %.


    Der Umsatz (revenue) war 843, der Gewinn vor Steuern (net income before taxes) 42, rund 5 %. Die Steuer hat dann davon ziemlich genau die Hälfte geschluckt. Für ein schwieriges Jahr kein schlechtes Ergebnis. Natürlich bleibt viel zu tun (entschuldigt die Wiederholung).


    Gruß! Fritz

    Da sind sie:


    https://www.equinoxgold.com/investors/financial-reporting/


    Ich finde die Zahlen nicht soo schlecht, für ein Jahr mit Fusion und Corona. Dazu rund vier Monate Produktionsausfall bei Los Filos durch die Blockaden. Trotzdem noch ein bescheidener Gewinn.


    Ob man sich mit den Blockierern früher hätte einigen können, lässt sich von hier aus schlecht beurteilen.


    Ob bei der Rückzahlung der Schulden von Leagold mit neu aufgenommenem Geld (über 500 Mio USD) das Management optimal verhandelt hat oder von den Banken über den Tisch gezogen wurde, kann ich auch nicht sehen. Aber das wiederholt sich jedenfalls nicht.


    Hoffen wir für 2021 das beste. Ich bleibe dabei.


    Gruß! Fritz

    Es ist doch ganz sicher, dass niemand Gold gekauft hat, das nicht ein anderer verkauft hat.


    Fest steht auch, dass mit dem vorhandenen Gold vielfach gehandelt wird, wobei Bestände sowohl vergrößert als auch verkleinert oder aufgelöst (z.B. beim Tod eines Goldbugs) werden.


    Deshalb sind Darstellungen wie in post 38962 zwar interessant (keine Kritik am poster!), bei der Interpretation ist aber Vorsicht geboten.


    Gruß! Fritz

    wombelchen, die 450 Mio CAD Marktkapitalisierung habe ich einfach aus dem Eröffnungspost übernommen. Ich wollte ja nur eine Beispielrechnung machen. Du hast sicher recht, und Dein Recchner ist heil.


    Gruß! Fritz

    Interessant, vielen Dank.


    Kommt mir ziemlich teuer vor. 450 Mio CAD Marktkapitalisierung entspricht etwa 360 Mio USD, also 300 USD je Unze erwarteter Produktion 2021. Bei einem Reingewinn von 3 USD je Unze wäre das ein KGV von 100.


    Was verlangt denn Marokko an Steuern und sonstigen Abgaben?


    Gruß! Fritz

    Wer Geld und Geduld hat, kann GCM.TO jetzt über GLDX.V günstig bekommen. Mein Kauflimit bei GCM war 5,50 CAD, das entspricht nach dem Umtauschverhältnis 3,8214 CAD. Momentan steht GCM etwas höher, GLDX gibts etwas billiger.


    Gruß! Fritz

    Dr. Michael Burry (der Mann, der den Immobiliencrash vor der Finanzkrise 2007 richtig vorhergesagt hat und damit reich geworden ist) sagt den hyperinflationären US-Dollar-Crash voraus und vergleich die heutige Situation mit Weimar:

    Die Inflation in Deutschland kann nicht rein monetär verstanden werden, sondern nur im Zusammenhang der allgemeinen Geschichte: Weltkrieg, Niederlage, Revolution, Ruhrbesetzung und passiver Widerstand dagegen ("Ruhrkampf").


    Mit wenig Ausnahmen hatte das Volk im Krieg alles gegeben: In runden Zahlen eine Million Kriegsfreiwillige, über 13 Millionen Einberufene (d.h. etwa jede fünfte Person, praktisch alle tauglichen Männer von 18 bis 45), zwei Millionen Gefallene, vier Millionen Verwundete, davon eine Million invalide, eine Million in fremder Gefangenschaft, Hunger, "Gold gab ich für Eisen"... Ich werte das nicht, ich stelle nur fest. Alles war umsonst, das Ergebnis war Versailles. Dazu der Verlust der Monarchie, an der viele hingen. Das wirkte desillusionierend und demoralisierend.


    Im Krieg hatte man Steuererhöhungen möglichst vermieden, um das Volk nicht auch noch damit zu belasten. Über Kriegsanleihen nahm man das überschüssige Geld wieder aus dem Kreislauf. Das funktionierte lange gut, zuletzt nicht mehr. Wieder in runden Zahlen: Volkseinkommen bei Kriegsbeginn 50 Milliarden Mark, Kriegsausgaben 150 Mrd., davon durch Kriegsanleihen gedeckt 100 Mrd., Rest kurzfristige Reichsbanktitel.


    Dann kamen gewaltige Reparationslasten in Geld und in Natur, zusätzlich zu den Kriegsfolgen im Innern. Trotz allem funktionierte die Währung, wenn auch nicht ohne Wertverlust, wie Burry ja beschreibt.


    Und dann kam die Ruhrbesetzung, begründet mit Rückständen bei Reparationen; der wahre Grund war wohl die französische Angst vor einem Wiedererstarken Deutschlands. Passiver Widerstand dagegen war die einzige Möglichkeit und nationale Pflicht, da konnte man keine Rücksicht auf die Währung nehmen. Nach einigen Monaten brach sie dann zusammen, d.h. sie hörte auf zu funktionieren.


    Sind vier Jahre Trump ebenso demoralisierend wie vier Jahre verlorener Weltkrieg? Bei aller Abneigung gegen Trump kann ich das nicht bejahen. Ist Corona vergleichbar mit dem Ruhrkampf? Auch das glaube ich nicht. Beide male wird zwar viel Geld ausgegeben, aber die Ausgangslage ist sehr verschieden. Die USA haben eine ganz andere Stellung in der Welt als Deutschland 1923. Die Produktivkräfte sind außerdem viel weiter entwickelt als damals.


    Fazit: Mit historischen Vergleichen sollte man vorsichtig sein. Der Dollar wird an Wert verlieren (wieviel?), aber nicht zusammenbrechen - denke ich.


    Gruß! Fritz

    wenn es ein anderer kauft, dann bist Du bei einem Einfamilienhaus in der Regel raus wg. Anmeldung von Eigenbedarf. Sieh zu, dass Du das Haus bewerten lässt und einige Dich mit dem Eigentümer! Ohne Makler und lästige Konkurrenten.

    Maus, ich sehe das wie Goldhut. Bin übrigens auch Jurist.


    Der Käufer, der selbst einziehen will, überbietet in der Regel den bloßen Kapitalanleger. Daher wirst Du nach meiner Schätzung mit 75 % Wahrscheinlichkeit eine Eigenbedarfskündigung bekommen. Da läuft zuerst die Kündigungsfrist, dann kommt irgendwann die Räumungsklage. Gegen die kannst Du Dich in zwei Instanzen wehren, dann gibt es noch eine Räumungsfrist, aber irgendwann bist Du draußen. Was es dann auf dem Wohnungsmarkt gibt, weiß heute keiner.


    Fast jeder Käufer wird die Miete erhöhen wollen. Auch dagegen kann man sich wehren, aber ganz unverändert wird sie kaum bleiben. Ein Leben im Dauerstreit mit dem Vermieter ist auch nicht gerade erquicklich.


    Wenn Du jetzt kaufst und finanzierst, bekommst Du das Geld noch billig. Die Zukunft ist zwar stets ungewiss; aber dass das Geld an Wert gewinnt, halte ich für ausgeschlossen. Im Gegenteil, fraglich ist nur das Ausmaß der Inflation; sie hilft Dir bei der Tilgung. Schuldner werden besser fahren als Gläubiger, weil der Staat auch Schuldner und damit auf ihrer Seite ist.


    Noch besser wäre natürlich, wenn Du eine reiche Tante bewegen könntest, das Haus zu kaufen, Dir wie bisher zu vermieten und später zu vermachen. Aber so jemand ist wohl nicht zur Hand.


    Gruß! Fritz

    Wenn man reich werden will, ohne dass andere arm werden, muss man es mit harter Arbeit vesuchen.

    Ein kluger Kollege von mir, CDU-Stadtrat in seiner Heimat, sagte vor vielen Jahren:


    "Der einzige Weg, um reich zu werden: Andere für sich arbeiten lassen."


    Und ich fürchte, er hatte im wesentlichen recht. Ausnahmen gibts natürlich, z.B. im Lotto.


    Gruß! Fritz

    "Weekly average, non-seasonally adjusted data will continue to be made available, while weekly average, seasonally adjusted data will no longer be provided."
    "The non-seasonally adjusted version of this weekly series is WM2NS, and the seasonally adjusted monthly series is M2SL."


    Woernie, das ist aus Deiner Quelle aus post 16.471. Die Wochendaten werden weiter veröffentlicht, sie werden nur nicht mehr saisonal adjustiert.


    Verzeih die Korrektur, bin nun mal ein Schulmeister.


    Gruß! Fritz

    KPO und Pesche, und wen es sonst interessiert:


    Man findet am angegebenen Ort beide Werte:


    https://www.troilusgold.com/investors/presentations/


    Da steht in der unteren Tabelle (runterscrollen) unter Costs:
    Operating costs: $919/oz Au
    Avg. All in Sustaining Costs: $ 1,051/oz Au


    https://www.troilusgold.com/tr…gold-project/pea-results/


    Hier steht unter "Capital and Operating Costs" am Ende des Abschnitts: "All in Sustaining Cost (“AISC”) is US$850 per ounce AuEq."


    Was jetzt stimmt, weiß ich auch nicht. Einmal ist von Unzen Au die Rede, das andere Mal von AuEq. Vielleicht steckt hier die Lösung des Rätsels. Wäre aber seltsam, denn dann wären die Kosten für die Goldunze ohne Rücksicht auf die Beiprodukte berechnet worden.


    Jedenfalls kein Beleg für sorgfältiges Arbeiten.


    Gruß! Fritz

    Zu post 485:


    Sorgenfrei, Deine Grafik ist wieder schön bunt, geht auch problemlos auf, aber was willst Du uns damit sagen?


    "Hier wird metalla nach oben drehen, weil sie im Kanal bleiben muss" oder


    "hier bricht sie jetzt durch, weil grad alles runter geht" (womit der Kanal zur Makulatur wird), oder


    "hier entscheidet sich jetzt, ob es wieder rauf oder weiter runter geht" (was banal wäre, denn das entscheidet sich an jedem Punkt der Kurskurve).


    Grafik gut und schön und akzeptiert, aber Deine Meinung dazu interessiert auch. Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel.


    Gruß! Fritz