Beiträge von meggy

    schuldenblase
    hat hier einen genialen Thread mit dem Ober-Dummbaddel, "Nils Jacobsen" eröffnet.
    Leider geht der Link inzwischen ins Leere.
    Glücklicherweise verliert das www. nichts und ich habe den lesenswerten Bericht an anderer Stelle wieder gefunden. Ich möchte ihn einfach in ganzer Länge einstellen, damit er nicht irgendwann für immer verloren geht.


    In den letzten drei Wochen wollte fast jedes Wirtschaftsmedium den Anlegern weismachen, was für fantastische Perspektiven ausgerechnet die Krisenwährung Gold böte. Doch wie immer, wenn alle einer Meinung sind, ging es schief: Die Gewinne sind futsch.


    Jede Übertreibung hat ihren eigenen Ausdruck. Gold, ausgerechnet Gold, eines der langweiligsten und unrentabelsten Investments der letzten zwei Jahrzehnte, wurde in den letzten Wochen immer öfter und immer nachdrücklicher zum neusten must-have erkoren. Am vergangenen Donnerstag erreichte ein edler, glänzender Goldbarren schließlich den Titel der Wirtschaftswoche. ?Warum alle Welt das edle Metall kauft und wie Sie von dem Boom profitieren können.?


    Nun muss man das renommierte Anlegermagazin aus der Verlagsgruppe Handelsblatt nicht größer machen als es ist ? die Tendenz der Weltbörsen wird es dann doch nicht beeinflussen ?, aber die alte Börsenweisheit traf einmal wieder fast auf den Tag genau zu: ?Steht?s auf dem Titel, ist?s vorbei.? Am vergangenen Freitag markierte das begehrte Edelmetall erst ein neues 25-Jahreshoch bei 541 Dollar je Feinunze. Sieben Tage in Folge war der Goldpreis gestiegen und konnte dabei ein Plus von mehr als zehn Prozent verzeichnen. In dieser Woche war der Goldrausch dann schon wieder zu Ende ? jeden Tag verlor der Goldpreis weiter an Boden und durchbrach am Donnerstag dabei gar die psychologisch so wichtige 500-Dollarmarke. Wie gewonnen, so zerronnen!


    >> Gold ist ein totes Investment: Es schafft keine Werte und wirft keine Dividende ab


    Ich muss zugeben, dass ich das Treiben mit einer Mischung aus Kopfschütteln und gebanntem Interesse beobachtet habe. Warum nur diese Aufregung über ein Edelmetall, das keine Produktivität besitzt, das sich, wie es Marcel van Leeuwen sehr plastisch geschrieben hat, auch nicht über Nacht vermehrt. Um es noch einmal ganz klar zu sagen: Gold ist ein totes Investment! Gold schafft keine Werte, Gold wirft keine Dividende oder Verzinsung ab, an Gold besteht kein existenzieller Bedarf wie z.B. am Rohstoff Öl ? Gold ist ein Luxusgut, das die Welt nicht braucht.


    Und es ist natürlich eine Krisenwährung, die gerne auch als Inflationsschutz herhalten muss. Doch in welcher Welt leben wir eigentlich? Einerseits ist die Wiederkehr einer regelrechten Geldentwertung wie in den 20er-Jahren so realistisch wie ein dritter Weltkrieg. Andererseits funktioniert die Absicherung in Gold nur solange, bis sie unter ihren Einstandskurs fällt ? was, wie die letzten enorm volatilen Tage beweisen, sehr schnell passieren kann. Wenn Sie im Glauben an die täglich über das Edelmetall kursierenden mutmaßlichen Traumchancen in einen Goldrausch verfallen wären und auf der Spitze bei 541 Dollar gekauft hätten, lägen Sie nun schon um mehr als acht Prozent hinten.


    >> Ende des Goldrausches: Ein Minus von mehr als 40 Dollar in einer Woche


    Acht Prozent Wertverlust in einer Woche mit einem Anlageinstrument zur Wertsicherung ? wie absurd ist das?! Einen Wertverlust von acht Prozent haben die Bundesbürger im laufenden Jahrzehnt inflationsbedingt jedenfalls nicht hinnehmen müssen ? bei Gold nun im schlechtesten Fall gar aber in einer Woche! Allein diese enorme Volatilität disqualifiziert das Edelmetall als defensive Anlage, selbst wenn zuvor im laufenden Jahr Gewinne im zweistelligen Bereich eingefahren wurden.


    Eine defensive Anlage dient zur Kapitalabsicherung ? Anleger wollen sich dabei eigentlich nicht auch noch um Timing-Aspekte kümmern. Genau das aber müssen Anleger beim Investment in Gold derzeit tun ? wer zu spät kommt, den bestraft das Leben wieder einmal gnadenlos. Aus meiner Sicht ist das einst so langweilige Edelmetall Gold in diesen Tagen damit nichts anderes als ein neuer Spielball für Zocker ? wie so viele andere Rohstoffe auch. Wenn ich wirklich Sicherheit möchte, ziehe ich doch die garantierten 2,5 Prozent Tagesgeld vor als das Risikogeschäft Gold, das im negativen Szenario zu lange mein Kapital bindet ? und im schlechtesten Fall gar mein Kapital vermindert!


    >> Das Wechselspiel von Aufstieg und Fall des Goldes zieht sich wie ein Muster durch die letzten Jahrtausende


    Und doch entfacht Gold eine enorme Begeisterung, die an die Kapriolen um manche Internetaktie erinnert! Woher sie kommt, habe ich in den letzten Nächten gelernt, als mich die faszinierende Lektüre Die Macht des Goldes um einige Stunden Schlaf gebracht hat. Die jüngst erschienene Veröffentlichung zeichnet akribisch genau die Bedeutung des gelben Metalls in der Menschheitsgeschichte nach. Das Wechselspiel von Aufstieg und Fall, das Anleger in den vergangenen Wochen im Kleinen verfolgen konnten, scheint sich wie ein Muster durch die letzten Jahrtausende zu ziehen:


    Das auffallende Merkmal dieser langen Geschichte ist vielleicht, dass das Gold fast alle Protagonisten des Dramas ins Verderben geführt hat. Immer wieder ähnelten die Charaktere Ruskins Schiffspassagier, der ertrank, während er sein Gold umklammerte, und viel zu spät entdeckte, dass das Gold ihn besaß und nicht umgekehrt.


    Midas, Jason, Krösus, die Kaiser von Byzanz, die Überlebenden der Pest, Pizarro und sein Kaiser Karl V., McArthur, der Chemiker Montagu Norman und Benjamin Strong, Charles de Gaulle und die gold bugs der achtziger Jahre ? sie alle gingen dem Gold auf den Leim und jagten einer Illusion hinterher. Und keiner davon befand sich am Ende an dem Ort, an den er gehofft hatte zu gelangen.


    >> Gold ist eine Metapher für den Wunsch nach Wohlstand


    Hiermit wird die wahre Bedeutung des mysteriösen Anlageinstruments offenbar: Gold ist vielmehr eine große Projektionsoberfläche für die Sehnsucht nach Reichtum bzw. eine Metapher für den Wunsch nach Wohlstand ? ja: gar ein vielfach verwandtes Motiv in psychoanalytischer Terminologie. Allerdings werden die Goldbullen diese Auflösung gar nicht gerne hören: Für Sigmund Freud ist Gold denn eine Symbolisierung für ? nun ja ? menschliche Ausscheidungen. Und da behaupte noch einer, Geld würde stinken…


    Einfach genial der Jacobsen!
    schuldenblase, schade, dass Du hier nicht mehr schreibst.
    lg meggy


    P.S: Vielleicht kann ja ein Mod. den Text in den ersten Beitrag von schuldenblase einfügen, da der Link nicht mehr funzt.

    China hatte im Jahr 2010 nur etwa 1000t Goldreserven, also weniger als halb so viel wie die "Zwerge" Italien oder Frankreich (je 2500t).


    Allerdings kann man bei China sicher sein, dass sie das Gold auch physisch besitzen. Insbesondere bei den Italienern wäre ich mir da nicht sicher, möglicherweise existieren dort nur noch Goldforderungen.
    lg meggy

    @Worenie,
    Danke für Deine Einschätzung.


    CT ist doch kein Voodoo... Das einzige was CT kann ist evidenzbasierte Aussagen über die Zukunft zu treffe, basierend auf den Ereignissen der Vergangenheit.


    Nach nichts Anderem hatte ich auch gefragt, sogar ich kann CT von Voodo unterscheiden.


    Keine Bange, ich richte keine weiteren Fragen an Euren elitären Kreis.


    lg meggy

    Hallo,
    ich hätte gerne mal Eure Meinung zu diesem Chart gehört.
    Ich weiß, es ist kein Gold oder Silberchart, aber es handelt sich ja wenigstens um Rohstoffe.
    Ist Eurer Meinung nach das Ende der Korrektur erreicht? Wo seht Ihr den Zielbereich bei der nächsten Aufwärtsbewegung?
    Danke.
    lg meggy

    Gut beobachtet :D Was aber nicht heißt, dass ich das Zeug nie wieder anfasse - nur reicht mir die bisherige Korrektur nicht aus - da ich den Jungs von der Drückerkolonne aber noch einiges zubillige, gehe ich davon aus nochmal wesentlich günstiger reinzukommen.

    Na dann viel Glück!


    ist mir um die Zukunft der Edelmetallpreise nicht bange - im Fall der Fälle wird das ein böses Erwachen geben


    ...hoffentlich nicht auch für Dich!
    lg meggy


    Solange Ottornormalverbraucher sich mit derartigen Zinssätzen und einem Sparbuch zufrieden gibt (und das soll ja derzeit wieder immer beliebter werden), ist mir um die Zukunft der Edelmetallpreise nicht bange - im Fall der Fälle wird das ein böses Erwachen geben :huh:


    Hattest Du denn nicht "kalte Füße" bekommen und Deinen gesamten EM-Bestand verkauft :hae: ? Ich hab da noch irgendwas mit Griechenland im Hinterkopf!
    Weshalb sorgst Du Dich dann um die Edelmetallpreise?
    lg meggy

    :thumbsup: Endlich mal Klartext. Solange keine Beweise vorliegen halte ich das ganze für ein Fake. ;)


    Bingo,
    1000er Fein, ich finde es lobenswert, dass Du das Forum darüber informierst.
    Allerdings ist der gesamte Threat hier für den Gulli, wenn Du uns nicht die Namen nennst. Dann wärst Du vielleicht besser ruhig geblieben.
    Welches Fazit sollten wir sonst aus deiner Information ziehen?
    Nicht mehr im Forum kaufen??
    lg meggy


    - Könntet ihr freundlicherweise noch einmal etwas tiefer, auf den "POS" eingehen.
    - Wo könnte denn nach den aktuellen Daten, eine Bodenbildung stattfinden?
    - (Im Papierforum wird schon die 22 herumgereicht, bei steigendem Euro)


    Sag mal Bettel, weshalb machen Dich denn die Rücksetzer immer so nervös.
    Du bist doch physisch investiert, oder sehe ich das falsch?
    lg meggy

    Ich denke mal, für Jim Sinclair wird es heute eine recht unruhige Nacht werden, sofern die Infos bezüglich seiner Millionenwette stimmen sollten.
    Die $ 1.650 werden Morgen vermtlich nicht geknackt werden.
    lg meggy

    "Der Goldpreis fällt von 1400 Dollar je Feinunze auf 500 Dollar. Es entsteht eine Panik unter den Goldbesitzern. Sie versuchen auf Teufel komm raus ihre Bestände an dem gelben Metall zu verkaufen. Es zeigt sich, dass Gold nicht nur ein Schutz gegen Krisen sein kann, sondern auch selbst Krisen auslöst."


    Gerade wollte ich den selben Artikel posten.


    MIr scheint, dass G&B sowie der Herr Hüfner die selben Quellen nutzen. :D
    lg meggy

    Kannst du diese Behauptung auch mit (nachprüfbaren) Zahlen unterlegen?


    Du darfst das Goldseitenforum und die Verhaltensweisen/Denkansichten seiner User nicht mit dem "normalen" Bundesbürger gleichstellen. Es gab im vergangenen Jahr keine höheren Bestands- oder Neuvertragsstornierungen, als in den Jahren davor. Lediglich das Neugeschäft mit monatlicher Besparung ist rückläufig, dafür boomen Einmalzahlungen für sofortbeginnende und aufgeschobene Rentenversicherungen.


    Zitat von WELT ONLINE'


    Das machen die jüngsten Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) deutlich. Danach wurden 2009 in Deutschland Lebensversicherungen im Wert von 13,85 Mrd. Euro gekündigt. Der Wert liegt zwar geringfügig unter dem des Vorjahres. Damals zogen die Sparer die Rekordsumme von 13,99 Mrd. Euro ab. Gemessen an den insgesamt ausbezahlten Versicherungsleistungen, stieg der Anteil stornierter Policen aber von 19,5 Prozent 2008 auf 19,6 Prozent im vergangenen Jahr an. Das ist die höchste Stornoquote seit dem Jahr 2003. Nach dem Platzen der Millenniumsblase steckte die Branche in einer Krise. Vor sieben Jahren musste die Mannheimer Lebensversicherung durch die Auffanggesellschaft Protektor vor dem Zusammenbruch gerettet werden.
    http://www.welt.de/die-welt/fi…r-Lebensversicherung.html


    lg meggy