Vn Zertifikaten würde ich die Finger lassen, nur meine bescheidene Meinung... Zertifikate sind nur Schuldverschreibungen bzw. Derivate. Die Fondsindustrie bezeichnet die ja gern auch als "strukturierte Finanzprodukte", um den Anschein zu erwecken, da würde irgendein Wert drinstecken.
Im Falle einer Krise/Pleite sind die weg, liquide sind sie sowieso nicht, bzw. kann der Handel jederzeit nach Belieben ausgesetzt werden.
Von den Aktien hat man u.U. schon etwas mehr: zumindest wird dadurch ein echter Anteil an einer Gesellschaft verbrieft, also gewissermaßen ein Eigentumsrecht begründet - inwieweit man diese Rechte nach einer echten Krise geltend machen oder durchsetzen kann, bleibt der Fantasie des Einzelnen überlassen... Aber auch da besteht natürlich immer das Risiko des Totalverlusts, Enteignung, Verwässerung des Aktienwerts, Betrug der Gesellschafter, Besteuerung etc.
Der Aktionär ist doch jetzt schon der Dumme bzw. das letzte Glied in der Fresskette... Zudem lässt sich heutzutage niemand mehr effektive Stücke ausliefern, d.h. keine Aktienurkunden im Tresor - nur ein Gedankenspiel: wie weise ich nach, dass ich 1.000 Stammaktien der Gute-Laune-AG besessen habe, wenn der Online-Broker verschwunden ist, bzw. keine Daten mehr dazu auffindbar sind...
Ja klar, Aktien zählen zu den Sachwerten und haben in der Vergangenheit diverse Krisen und Inflationen auch immer weitgehend unbeschadet überstanden - ich denke aber nicht, dass sich das so für die Zukunft fortschreiben lässt - in der nächsten Krise werden da die Spielregeln sicher geändert - erst wird verstaatlicht (Gerechtigkeit schaffen), und dann wird neu gemischt... Sicher ist nur, was man unterm Kopfkissen oder vergraben hat... 