ich denke nicht, dass das so einfach funktionieren wird.
dafür schwanken die kurse einfach zu stark. wenn ich heute morgen für eine unze gold umgerechnet 625 euro bekomme, aber heute abend nur noch 600 werde ich dieses geschäft nicht eingehen, solange das fiat-money.-..
Na ja, die Schwankungen sind ja nur eingebildet, weil man eben noch in Papiergeld denkt... Solange man glaubt, es wäre ein Gewinn/Verlust, für die Unze Gold 600 Euro oder nächste Woche 590 oder 625 eintauschen zu können, wird es schwerlich funktionieren... Das Gute daran wäre aber gerade, dass man in dem Fall kein Fiat bräuchte und auch keine Schwankungen, in EM gerechnet, auftreten würden - die Unze bleibt ja eine Unze - wie Mike schreibt: Man vereinbart eben einen Fixpreis in EM - und dich hindert ja auch nichts daran, einen für den Käufer günstigeren Umtauschkurs (etwa 570 Euro/Unze) zu vereinbaren, so dass es in jedem Fall günstiger ist, die Unze anstelle des Geldes zu nehmen --- na ja, und die Steuerproblematik natürlich... Wenn ich keine/weniger Steuern zahle, brauch ich ja auch nicht so viel Fiat oder tausche nur nach Bedarf um... Na ja, aber wie gesagt, geht das m.E. auch nur als paralleles Tauschmittel, das eine entsprechende Verbreitung bräuchte... und eben nicht als Spekulationsobjekt... ich denke, solch ein Szenario ist gar nicht so absurd - gerade auch angesichts der aktuellen Inflationserwartungen - Wahnsinn bei 3,6 % offiziell erwarteter Inflationsrate in Euroland werden immer mehr Leute überlegen, wie sie zumindest einen Teil ihres Geldvermögens langfristig vor der Entwertung retten können... naja, für den Staat ist's natürlich besser, wenn Inflation, Tariflöhne und Steuereinnahmen im Einklang miteinander steigen, schon klar...
PS: Dazu kommt noch die Problematik der Altersvorsorge - auch Reinhard Deutsch hatte mal was Prophetisches dazu geschrieben (Silber als Altersvorsorge)...
Na ja, es leuchtet ein, dass es z.B. nicht viel Sinn macht, jahrzehntelang in langfristige Vorsorgeverträge der hochgeschätzten deutschen Versicherungswirtschaft einzuzahlen, wenn man mit den prognostizierten Erträgen im Rentenalter voraussichtlich ohnehin unterhalb der gesetzlich garantierten Grundsicherung liegen wird (so es diese dann noch geben sollte)... In dem Fall wäre es wohl sinnvoller, anstelle von RV und Rürup-Riester etc. wenigstens Gold und Silber zu erwerben und zu vergraben...