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Einzig ein kräftiger Anstieg der Kapitalmarktzinsen könnte diese inflatorische Entschuldung konterkarieren. Doch damit ist nicht zu rechnen.
schreibt das Handelsblatt unter Japan droht keine Pleite.
Nicht damit zu rechnen? Ist das ein Wunschtraum vom Handelsblatt? Wer garantiert das denn?
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... was ich gelesen habe, ist die vom Tsunami zerstörte Region gerade mal für weniger als 5% der japanischen Wirtschaft zuständig. Wäre so, als wenn bei uns die Wirtschaftskraft von Mecklenburg fehlen würde.
Das ist das was fehlt, Wirtschaftsleistung. Hat aber sonst mit den exorbitanten Kosten (!) des Aufbaus und der Versicherungsschäden wenig am Hut. Entscheidend sind die Gelder die jetzt NEU gebraucht werden. Und nicht vergessen, die Kosten für Infrastrukturmaßnahmen sind zumindest direkt erstmal unprofitabel. Die Unternehmen die davon profitieren könnten, werden möglicherweise sogar Katastrophenverluste gegenrechnen können sodas der Aufbau ev. nicht mal steuertechnisch viele Punkte bringt.
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Japan ist Gläubiger und nicht Schuldner.
Im Ausland Gläubiger, Schuldner im Inland. Steht auch oben in dem Handelsblattartikel, die Entschuldung mittels Inflation am eigenen Bürger. Na da bin ich aber sehr gespannt wie die das so schön hinbekommen. OHNE das die Kapitalmarktzinsen steigen sollten 
Der Gläubiger im Ausland war aber auch eine Stütze für US-Treasuries und auch von europäischen Staatsanleihen. Das fällt damit sicher bald wech und US und EU haben damit plötzlich wieder neue, alte Probleme. 
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In "meiner" Firma bekommen wir wichtige Bauteile, Prozessoren nicht mehr geliefert, denn die Produktionsstätte für diese Bauteile liegt/lag in Sendai, und die Fabrik ist abgesoffen. Das Um-entwickeln auf einen neuen Prozessortyp dauert viele Monate.
Ein anderer wichtiger Punkt, die Preise in Japan. Hab heut erst gelesen, das ein jetzt Mangelware-Chip plötzlich innerhalb von Stunden 20% teurer wurde. Und das wird sich verstärken. Dringend benötigte Hochtechnologie, Baumaterialien, Lebensmittel, Treibstoffe etc. Geht rucki zucki. Im Land fehlen einige Kapazitäten und von außerhalb gibt es auch etliche Probleme in der Transportlogistik mit geschlossenen Häfen, fehlenden Straßen, Spritversorgung, Bahngleisen, Lkw´s usw. Auf der Papierform sind massiv steigende Preise bei vielen Produkten nicht von der Hand zu weisen.
Momentan spielt denen allerdings der starke Yen etwas zu. Damit bleiben Importe (Öl, Nahrungsmittel) noch relativ stabil. Müsste auch damit zusammenhängen das die Auslandsguthaben abbauen und Yen nachfragen. Diese Situation vertärkt aber widerum den preistreibenden Trend für uns. Die ohnehin durch Kapazitätsmängel schon kräftig anziehenden japanischen Preise werden durch ungünstigere Wechselkurse noch teurer.
Das gilt aber nur für dringend benötigtes High-Tech. Um die Wirtschaftsleistung nämlich wieder auf Trab zu bringen, braucht der Export von Massenware von Toyota oder Sony wieder einen schwachen Yen. Wie kriegt die Notenbank den Kurs aber nun wieder runter? Indem sie den Markt mit Yen flutet. Macht sie das erfolgreich, könnten die endlich mal etwas Inflation über Rohstoffpreise importieren. Und dann kommt Schwung in die Bude, denn der nächste logische Zug wäre? 
Richtig, die Kapitalmarktzinsen müssten und werden steigen ..... dann ist -> Game Over !
Oder auch nicht, lt. Handelsblatt ist ja damit nicht zu rechnen. Gott sei Dank 