verstehe ich nicht?
° Bei einem Haircut werden zB. 30% der Vermögen = Schulden enteignet und auf Null gestellt. Die Gesamtaktiva reduziert sich dabei um 30%.
° Deflation bei Konsumpreisen ändert NULL an den schon bestehenden (!) Aktiva. Nur der Zuwachs verlangsamt sich. Das BIP veringert sich noch zusätzlich.
° Deflation bei Krediten ändert die bestehende Aktiva auch (noch) nicht, nur den Zuwachs! Nur folgende Pleiten könnten was ändern. Die kommen aber nicht im großen Stil. Es wird gedruckt auf Deibel komm raus.
Eine Verringerung der Gesamtvermögen (Gesamtaktiva) in nennenswertem Umfang mittels Deflation wäre nur möglich, wenn Pleiten passieren und sich damit "Werte" unwiederbringlich in Luft auflösen. Denn wenn eine Spekulationsblase platzt und sich "Werte" damit angeblich pulverisieren darf man nicht übersehen das die Werte oft nur in andere Bereiche switchen. Die Blase quasi verlagern. Wie heißt es immer so schön, das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer. Wenn das so ist, ändert das an der Geamtsituation der Aktiva eben gar nix.
Nun werden die Pleiten aber durch die Bailouts und QE derzeit immer wieder vermieden. Wenn die Masse der Aktiva dann erkennt das es kritisch wird, wenn vermehrt Pleiten zugelassen werden würden, zb. GR oder Irland, dann wird sie flüchten wollen in reale Sachwerte. Also wenn das Vertrauen weg ist zum Erhalt der Vermögen in bestimmten Anlageklassen. Crack-Up-Boom. Dann startet eine Hyperinflation, ohne das vorher eine schleichende Deflation ernsthafte Auswirkungen auf die Gesamtaktiva haben könnte. Die schleichende Deflation kann nur in sehr kleinem Maße die Gesamt-Aktiva verringern. Bis zu dem Punkt wo Sicherheit schließlich alles zählt, ab dann wird ALLES gekauft was vermeindliche Sicherheit verspricht. Dann geht die Flucht los.