trilog,
na dann brauchst eh nicht jammern, wennstz die ARU durchgehalten hast. 
Scherzerl, geht den meisten so....
German,
vielleicht sollte man auch Folgendwa im Auge behalten neben den loans...
Stephan heibel schrieb u.a. Folgendes in seinem Ticker:
Könnte übrigens auch Lösung für rätselhaften Kursverfall sein z.B. GAM.TO
PRIVATE EQUITY & HEDGE-FONDS
Ich nenne diese beiden Gruppen in einem Atemzug, weil es mir
darum geht, Ihnen den Hebel aufzuzeigen, den diese Unternehmen
verursachen. Beide Unternehmen agieren nämlich mit weitaus
größeren Summen, als sie tatsächlich besitzen.
Die prominentesten Vertreter des Private Equity sind derzeit
Blackstone, Fortress, Sowood und Cerberus.
Cerberus
Da könnte man meinen, Cerberus möchte der nächste, große
Automobilhersteller werden, denn Cerberus kauft alles, was in
dieser Branche unter den Hammer kommt: Von General Motors hat
Cerberus den Finanzarm GMAC gekauft, von Daimler die
unleidliche Tochter Chrysler und letzte Woche schlug das
Unternehmen noch bei dem amerikanischen Mietwagenunternehmen
United Rentals zu. Wie kann ein Unternehmen denn so reich sein,
dass es all diese Einkäufe tätigen kann?
Braucht es gar nicht. Wenn man Risiken bündelt, dann vermindert
sich das Gesamtrisiko, weil sich einige Risiken gegenseitig
aufheben. Aufgrund eines breit gestreuten Portfolios kann
Cerberus ein günstiges Risikoprofil vorweisen und erhält daher
Kreditkonditionen, von denen Daimler und General Motors nur
träumen können.
So erhält Cerberus von reichen Kunden Geld als Eigenkapital,
geht mit diesem Eigenkapital zur Bank und hinterlegt es als
Kreditsicherheit. Jede Bank war bis vor kurzem bereit, dafür
bis zu dem zehnfachen an Kreditsumme auszuzahlen. Wenn Cerberus
also einen Kunden hatte, der 100 Mio. USD einzahlte, dann
konnte es für eine Mrd. USD shoppen gehen.
So hat Cerberus auch den Deal über Chrysler unterschrieben. 7
Mrd. USD muss Cerberus nun auftreiben und jeder Tag, der
verstreicht, ohne das Cerberus die erfolgreiche Kreditaufnahme
verkündet, wächst die Angst, dass dies nicht mehr möglich ist.
Denn nach den Problemen in der Immobilienbranche haben Banken
ihre Konditionen überarbeitet ? und das für alle Branchen,
nicht nur für die Immobilienbranche. So ist der Risikoaufschlag
für Unternehmenskredite größer geworden. Gleichzeitig verlangen
die Banken inzwischen mehr Sicherheiten.
Und das war vor zwei Monaten noch nicht in der Kalkulation von
Cerberus enthalten. Damals sah alles noch rosarot aus, ein
segensreicher Geldstrom umfloss die Füße des Managements dieses
modernen, finanzmathematisch geführten Unternehmens.
In den vergangenen Monaten wurden die Aktienmärkte immer wieder
von Übernahmen aus dem Private-Equity-Sektor angetrieben. Die
abgeschlossenen Deals werden aber nicht am Tag der
Vetragsunterzeichnung in bar bezahlt, sondern benötigen einige
Monate für deren Umsetzung. Wenn nun ein paar dieser Deals
platzen, dann hat dies Auswirkungen, die weit über Cerberus und
Daimler hinausgehen.
Apropos Daimler: Was macht die Aktie vor dem Hintergrund dieser
Gefahr eigentlich noch bei 67 Euro, nur knapp unter ihrem
Rekordhoch? Zumindest einen Risikoabschlag von 8-10 % halte ich
für angemessen.
Blackstone
Erst im Juni ging diese Private-Equity-Firma an die Börse. Es
war ein fulminanter Auftakt, der Emissionskurs wurde auf 31 USD
gesetzt, der Kurs stieg noch am nächsten Tag um 13 %.
Seither ging es jedoch bergab. Das Minus beträgt nun auch schon
stolze 40 %, daran konnte auch eine bullische Analyse der
Citibank nichts ändern. Wie auch, denn die Citibank war
Emissionsführer beim Börsengang und ist daher fast schon
verpflichtet, eine Kaufempfehlung auszugeben. Aber ihr glaubt
niemand mehr.
Inzwischen haben Analysten sich sogar durch den IPO-Prospekt
gekämpft. Ergebnis: Falls Blackstone Gewinne erwirtschaftet,
dann geht erst einmal eine ordentliche Gewinnprovision an das
Management. Danach bekommen alle Großinvestoren des
Unternehmens bevorzugt einen großen Teil des Gewinns. Falls
dann noch etwas übrig ist, werden die Anleger beschenkt. Und
falls es Probleme gibt, sind die Aktionäre ohnehin die Letzten,
die etwas von dem Geld sehen.
Der Kurs der Blackstone-Aktie ist also symptomatisch für das
schwindende Interesse am Private-Equity-Markt.
Sowood
Kein Wunder, denn auch die Probleme häufen sich. Nach den
beiden Bear Stearns Hedge-Fonds gibt es nun einen neuen
Skandal: Der Hedge-Fonds Sowood hat einen Kursverlust von 50 %
zu beklagen.
Das Unternehmen betreibt einen Hedge-Fonds mit einem Volumen
von vormals 3 Mrd. USD. Vor einem Monat wurden der Wert der
Anteile um 10 % vermindert, inzwischen jedoch hat das
Unternehmen festgestellt, dass weit mehr der Beteiligungen fast
unverkäuflich ist: 1,5 Mrd. USD wurden nun abgeschrieben.
Daran sehen Sie nämlich, was Ihre Beteiligungen wert sind: Am
Kaufpreis. Da können Sie noch so viel argumentieren, dass der
innere Wert, die Zukunftsaussichten, das Geschäftsmodell, usw.
doch viel mehr wert sein müsste ? wenn Sie keinen Käufer für
den hohen Preis finden, dann können Sie den hohen Preis nicht
als Wert ansetzen.
Und Sowood hat nun einige Werte zu liquidieren, findet aber
keine Käufer. So wird das Unternehmen schließlich zu einem
deutlich tieferen Preis verkaufen müssen, als die Beteiligungen
?eigentlich" wert waren. Direkt anschließend müssen die anderen
Beteiligungen mit dem jüngsten Verkaufspreis bewertet werden,
der Wert aller Beteiligungen fällt also in den Keller.
Der Sowood Hedge-Fonds wurde überwiegend für australische
Anleger aufgelegt. Bei der Liquidation wird keine Rücksicht auf
den erzielten Preis genommen, die Anteile werden einfach
rausgehauen. Wenn das in den nächsten Tagen erfolgen sollte,
dann werden die entsprechenden Beteiligungen im Preis in den
Keller rutschen. Und daran ändert auch nichts, dass das
Management von der renommierten Harvard-School kommt und dass
Harvard der größte Investor ist. Auch mit den wissenschaftlich
ausgefeiltesten finanzmathematischen Instrumenten kann man auf
die Nase fallen.
Fortress
Spätestens seit Sowood muß man sich auch fragen, was genau der
nächste, an der Börse notierte Hedge-Fonds Fortress genau an
Beteiligungen hat. Der Kurs von Fortress ist ebenfalls bereits
um 50 % gefallen. Das ist nicht ohne Grund geschehen, ich
erwarte auch hier bald eine Liquidation der Beteiligungen.
Ich habe Ihnen ein paar interessante Beteiligungen von Fortress
herausgesucht, deren Kurs dann ungerechtfertigt tief sein wird.
Sie, liebe Leser, solange Sie sich an meine goldene Regel
halten, niemals mit Geld zu spekulieren, das Sie brauchen oder
nicht haben (niemals auf Kredit spekulieren!), haben die
Freiheit, die Aktien zu kaufen und erst dann zu verkaufen, wenn
die derzeitigen Turbulenzen vorbei sind.
So ist beispielsweise FreeportMcMoRan (FCX) im Portfolio von
Fortress, eine meiner Lieblings-Rohstoffaktien. Merrill Lynch
und Lehman Brothers sind dabei, aber zu den beiden komme ich
später. Heinz Ketchup (HNZ) werden Sie in den nächsten Tagen
günstig einsammeln können. National Oilwell Varco (NOV),
Zulieferer der Ölindustrie, wird bei einem Ölpreis auf
Rekordniveau plötzlich in den Keller rauschen. CVS, ein Pharma-
Einzelhandel mit gesundem und konjunkturunabhängigem Wachstum
wird unter den Hammer kommen.
Wenn das geschieht, werden Sie in den Medien vor einer sich
ausweitenden weltweiten Finanzkrise gewarnt werden. Das ist
falsch, es handelt sich dabei einfach um die Liquidierung des
Fortress-Hedge-Fonds. Danach werden die Aktien wieder ansteigen
und auf ihr ursprüngliches Niveau zurückkommen.
Ei, ei, es geht zur Zeit rund an der Börse und ich merke, dass
es eine ganze Menge zu berichten gibt. Ich möchte nun endlich
zu meinen Handlungsideen kommen, doch zuvor sollte ich noch
kurz auf die Ereignisse in Deutschland eingehen:
grüße
Tschonko