Beiträge von Königswasser

    Die Milchpreise sinken nicht, weil weniger Milch nachgefragt wird, sondern weil es einen künstlichen Angebotsüberhang gibt, den Großeinkäufer wie Aldi gnadenlos ausnutzen. Der Witz dabei ist, dass der Kunde zwar für den Liter an der Kasse weniger bezahlt, dafür aber über seine Steuern diese Kampfpreise selbst subventioniert (Agrarsubventionen).
    In der Deflation halten die Konsumenten Geld zurück, in der Hoffnung, die gleiche Ware in der Zukunft günstiger erwerben zu können. Ein viel besseres Beispiel dafür ist doch die Autobranche, wo sich die Händler derzeit mit Rabatten und 0%-Finanzierungen um die wenigen Käufer balgen, während diese offenbar noch auf Angebote alá "buy one - get one free " warten.

    Interessant ist, dass der zuerst zitierte Reuters-Artikel entfernt wurde.

    Interessant ist auch, dass bis jetzt noch keiner der großen den Löffel abgegeben hat. Selbst nach dem VW-Squeeze der Milliarden gekostet haben muss, herrscht (Toten-)Ruhe. 1998 hat schon der Kollaps eines einzigen (LTCM) die Weltwirtschaft erschüttert. Soll sich das nicht wiederholen?

    Immer noch Masochisten drin in Silberminen? Tsss.
    Warte, gleich kommt Milly und zieht vom Leder ... :D


    Hier noch was mit Substanz (vom Minenportal :(


    [Blockierte Grafik: http://www.goldseiten.de/bilder/artikel/kaemmerer-8868_2.png]


    Short Szenario: :S


    Der Abverkauf kennt keine Grenzen und durch den weiterhin abgebenden sowie unterhalb der 10 Dollarmarke notierenden Silberpreis beschleunigt sich die Korrekturbewegung der Aktie abermals. Mit dem Bruch der Kursregion von 2,30 Dollar werden erneut zahlreiche Stoppmarken ausgelöst und die Aktie fällt vorerst bis ca. 1,75 Dollar. Das eigentliche Korrekturziel liegt jedoch bei rund 1,10 Dollar und somit sollte die Aktie erst kurz vor dem Niveau eines Pennystocks ihren Halt finden. Sofern selbst hier der Abverkauf nicht endet, existiert nur noch das Allzeittief aus dem Jahr 2000 bei rund 50 Cent als letzter Rettungsanker.

    Was würde wohl konkret in einem Hyperinflationsszenarion wie damals in Deutschland mit den Aktienkursen an der Börse passieren (vorausgesetzt, die Unternehmen gehen nicht vorher pleite)?

    Ein Blick nach Simbabwe dürfte deine Frage beantworten:

    Rekordgewinne an der Börse in Simbabwe


    Zitat:
    "[...] ist der Grund für die üppigen Gewinne an Afrikas viertgrößter Börse in erster Linie die Hoffnung, der Hyperinflation im Lande ein Schnippchen zu schlagen.
    "


    "90 Prozent der Investoren an der 1896 gegründeten Börse sind institutionelle Anleger, nur zwei Prozent sind Anleger aus dem Ausland."


    Also keine Hausse, die von ausländischen Investoren voran getriebenen wird. :!:
    Argentinien war ähnlich, wenn ich mich recht erinnere.


    Hier noch ein Link, der die Weimarer Phase sehr anschaulich erläutert: Die These Hyperinflation
    Auch dort zog - zumindest in der Blow-off-Phase - der Aktienindex mit dem Index der Lebenshaltung mit.

    Holt alle euer Geld von den Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten usw. ab.
    Nur dadurch können wir höhere Zinsen erzwingen und verhindern, dass die Zinsen immer weiter fallen.

    Wenn alle ihr Geld abheben, sollen also die Zinsen steigen. Interessant.
    Dumm nur, wenn deine Bank um die Ecke dann von der BaFin wegen Unterkapitalisierung dichtgemacht wird. 8|
    Aber es gibt ja Online-Banken auf kleinen Eilanden vulkanischen Ursprungs, die dir dann die Traumzinsen zahlen. :whistling:

    Kann jemand Hr. Eichelburg mal nach Russland schicken, damit er den Russen erklärt, dass der Dollar gerade kollabiert [smilie_happy] :

    Ja, der Walter hat das Devisengeschäft bis heute nicht richtig kapiert. Habe mich hier immer schon lustig gemacht über das Gerede vom "Abverkauf" des Dollars. Leitwährung ist Leitwährung. Bis zur Ablösung. Punkt.

    Elliot Wave Theorist, Einschätzungen und Prognosen von R. Prechter, Autor des Buches "Besiege den Crash".

    Ach, der Prechter. Küssner, der EW-Spezi vom DGF ist da aber wesentlich vorsichtiger, was den DJI angeht. Dow 400 halte auch ich persönlich für 'virtually impossible'. But expect the unexpected. :D

    Lt. EWT soll der Dow auf 400 Punkte fallen. Wenn ich mir den historischen Chart Dow/Gold so ansehe, dann war das Minimum während der Depression in den 30ern bei ca. 2,5. Würde sich das gleiche Verhältnis bei 400 Punkten einstellen, dann läge der Goldpreis bei ca. 170 Dollar :D

    Who the f*ck is EWT?
    Warum nicht Dow 4.500 und Gold 1.800 = Ratio 2.5. Looks pretty nice. 8)

    Lt. EWT soll der Dow auf 400 Punkte fallen. Wenn ich mir den historischen Chart Dow/Gold so ansehe, dann war das Minimum während der Depression in den 30ern bei ca. 2,5. Würde sich das gleiche Verhältnis bei 400 Punkten einstellen, dann läge der Goldpreis bei ca. 170 Dollar :D

    Wenn dieses Szenario eintritt, dann wird Gold nicht mehr in $ gemessen. :D

    Was machen Notenbanken eigentlich, wenn auch bei 0% Zinsen niemand Kredite haben will? Tatsächlich Bargeld mit dem Hubschrauber über den Fußgängerzonen abwerfen?

    Warum nicht? Aber viel schlimmer als das: bei 0% will vor allem niemand mehr Staatsanleihen. Und da wird es dann interessant.
    Aber bevor wir 0% sehen wird Paul Volcker möglicherweise US-Finanzminister, auch Mr. Hochzins genannt.


    Volcker soll Finanzminister werden - 81-Jähriger wird Obamas wichtigster Helfer

    Seit gestern veröffentlicht die Depository Trust & Clearing Corp (DTTC = zentrale Registrierungsstelle für Credit-Default Swaps) die bisher umfangreichste Sammlung von Daten über bestehende Kontrakte.


    Hier eine Tabelle der saldierten Kontrakte (Auf welche Titel entfallen welche Volumina):


    Und siehe da: die DeuBa liegt an dritter Position mit Netto-Kontrakten in Höhe von schlappen 12,5 Bio. USD. Der deutsche Staat bzw. Staatspapiere sind mit erstaunlichen 11,5 Bio. USD dabei. Rechnet man beide zusammen, ist Deutschland mit rund 24 Bio. USD netto ein Schwerpunkt im Bereich der Kreditausfallversicherungen. 8|

    Wenn der Absatz stockt ... oder wie man die Halden abbaut: :rolleyes:


    Mehr als 20 Porsche zerstört


    Der Händler für den die Lieferung bestimmt war ist sicher nicht allzu unglücklich, dass er das Zeugs jetzt nicht auf'm Hof stehen hat.


    Sorry für Offtopic. Passte gerade so gut. Jetzt lese ich gerne weitere fundierte Gründe von Superbulle Romario, warum Porsche, Daimler und Co. eine rosige Zukunft vor sich haben ... :D

    Die FTD verwechselt zwar notorisch Frachtpreise mit Frachtraten, dennoch sind einige interessante Stimmen in dem Artikel zitiert:


    Endzeitstimmung in der Schifffahrt


    "Im Augenblick subventionieren die Schifffahrtslinien jeden Container von Asien nach Europa mit 1000 $"
    "Wenn sich das in den nächsten drei bis sechs Monaten so fortsetzt, werden 10 bis 20 Prozent der Flotte leer auf den Weltmeeren treiben"
    "Um es deutlich zu sagen: Da findet momentan ein Blutbad statt. Die Schiffe treiben ungenutzt auf den Ozeanen umher"

    Sieht wohl nicht besonders gut aus für die Carrier, zumal viele der in Boomzeiten georderten Schiffe jetzt nicht mehr storniert werden können und sich die Situation deshalb bis weit ins nächste Jahr noch verschärfen dürfte. Ob die Politik schon neue Rettungsschirme bereithält?