Ich möchte nur noch mal darauf hinweisen, dass es mir mit diesem Thread keinesfalls um die "GEIZ ist GEIL" Mentalität geht!
Bundschuh schrieb in einem anderen Faden, anscheinend gerade sehr erzürnt über die globale Gesamtlage (ist ja auch verständlich!):
@ Dark-End und alle Mitleser!
Ich habe durchaus Verständnis für Marktbeobachtungen und ich lebe auch nicht Realitätsfremd so daß ich nicht wüsste, daß es einigen Familien durch Lohndumping gerade so über das Monat kommen und auf Billigläden angewiesen sind. Es ist auch gut, daß es eine große Auswahl (noch immer) gibt.
Aber die, die es noch nicht so Nötig haben und das dürften einige (nicht alle) hier sein, die könnten ja unsere Bauern zum Strukturerhalt unterstützen in dem sie zu fairen (auch für den Bauern) Preisen am Wochenmarkt so fern vorhanden einkaufen. Es wird nämlich sehr wichtig sein einen lokalen Versorger zu haben, wenn es Kracht.
Wenn dann so unqualifizierte Äußerungen von »chefboss« kommen, der anscheinend nicht mal einen Obstbaum in seinen Garten hat, sonst wüsste er das es mit 5 Sekunden Ernte für 3 Äpfel nicht getan ist und die Flächen öffentlich machen, für was - kommt dann der besagte Besserwisser und macht den Obstbaumschnitt, Feuerbrandkontrolle, Schädlingsbekämpfung, Ausbrocken, Mulchen, Krümeln und, und.... oder braucht er nur einen Platz für seinen Liegestuhl, weil sein Balkon zu klein ist? Die ausgebeuteten Polinnen liegen ihm auch noch am Herzen, die könnten mehr verdienen wenn so manche Neureiche für das "königliche Gemüse" wie der Spargel auch heißt ein bisschen mehr bezahlen würden. Die Ausbeutung dreht sich im Kreis - ich weiß nicht wie viele Kilo Spargel ihr in der Saison esst, aber würde euch ein Euro pro Kilo mehr wirklich in den Ruin treiben, die für Hungerlöhne arbeiten die können sich schon jetzt keinen leisten, geschweige denn daß die nach dieser Schwerarbeit um 4:00 Früh die überhaupt noch welchen sehen wollen.
"Alles was keinen Preis hat, hat auch keinen Wert" das meine ich jetzt nicht zynisch und hat nichts mit der Qualität sondern mit der Wertschätzung in unseren Verständnis zu tun. In meiner Jugend wäre es nie vorgekommen, daß jemand Brot wegschmeißt und Heute? soviel zur Wertschätzung! Ich wünsche keinem hier daß er solche Zeiten erleben muß, deshalb fordere ich zu denken auf und zu einer Unterstützung nach eigenen Ermessen denn Just-in-Time ist dann nicht mehr. Das mit den eigenen Thread aufmachen bezog sich auf einen tatsächlich Neuen und der Querverweis war auf die dumme Äußerung, das die Bauern halt aufhören sollen - das sind die gedankenlosen Sprüche der WTO und ganz sicher nicht in euren Interesse, wenn ihr einmal erlebt hab was Abhängigkeit ist, einige hier werden das aus der DDR noch kennen und wie ein Preismonopol funktioniert kennt ihr ja von euren Energieversorger (Strom, Gas).
Deshalb möchte auch ich nicht Missverstanden werden, im Gegenteil ich möchte verstanden werden damit uns allen geholfen ist. Ich bin mit meinen Freunden Selbstversorger, aber wir haben nichts zu verkaufen also seht das nicht als Eigenwerbung, die kleinen Überschüsse die wir erwirtschaften verschenken wir, auch Obst für Kindergarten und Grundschule (Marillenmarmelade portofrei an Patrone Lupo).
Früher wurden die Obstbäume neben der Straße armen Familien von der Gemeinde zugewiesen oder versteigert um das Obst zu ernten, heute liegt der ganze Matsch von Äpfel, Birnen und Zwetschken auf der Straße und du mußt aufpassen, daß du keinen Unfall baust. Wenn das nicht mehr ist dann wisst ihr, daß die Zeiten richtig schlecht sind! Das ist kein Bauernland das gehört der Straßenmeisterei.
Also noch einmal, es ist Gut die Preisentwicklung zu beobachten um die Vorzeichen einer Deflation bzw. Inflation zu erkennen und es ist gut, daß nicht so gut situierte Familien nicht mehr Hungern müssen weil es Aldi und Lidl gibt.