Beiträge von wagr

    Mein laienhafter Eindruck: die Blase lässt sich nicht neu aufblasen, wie es ab 2008 gemacht wurde. Es fehlen Mittel und politischer Wille in China und dadurch entstehender Loch lässt den globalen FIAT-Luftballon platzen. Evergrande wird zerschlagen, aber dem Rest der Branche, das ist ein Drittel der chinesischer Wirtschaft, geht es nicht besser. Das ist kein Problem der Firma, das ist ein Problem der Branche dort und damit ein Problem des globalen FIAT-Systems.


    Seit 2008, als "Ankurbelung der innerer Nachfrage" wegen krisenbedingtem Ausfall der Exportmärkte, wird die Branche aufgeblasen. Hauptprofitiere waren hauptsächlich lokale Führungskräfte, dem meist über ein Jugendverband aufgestiegen sind und globalistisch orientiert sind. Und seit 2016 erklären nationale Kräfte die 2012 das Ruder übernahmen, der Blase den Druck ablassen zu wollen, das ist 5 Jahre später kein Strategiewechsel.


    Das Programm „Wohlstand für alle“ ist eine "Reichensteuer", die soziale Schere verringern soll und hierzulande schon länger moussiert wird. In China sind es wohl um die 15%, mal schauen wie hoch sie hier ausfallen wird. Ich könnte wetten dass die Idee dem Google, Amazon und Co. 15% Steuer aufzubrummen auch in unserem Lande Befürworter findet. Bisher zahlen sie doch gar nix im Gegensatz zu Tante Emmas Läden :hae:


    Wie soll es nun weiter gehen wenn die Blase nicht zu retten ist? Bleibt eigentlich nur Krieg :wall:

    Auf die Gefahr hin, das Thema in falschem Thread breit zu stampfen: vollständigkeitshalber lohnt sich ein Blick auf Japan:


    "In Deutschland kann man, genügend Finanzen vorausgesetzt, durchaus ein Haus kaufen und diese Immobilie als gewinnträchtige Geldanlage betrachten. Nicht so in Japan. Während in Deutschland viele Häuser so gebaut wurden, dass sie sehr viele Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte halten, haben in Japan Häuser eine sehr viel geringere Halbwertszeit – zumindest in der Stadt. Im Durchschnitt sind viele Häuser auf eine Nutzungsdauer von ca. 30 Jahren ausgerichtet. "
    https://www.tabibito.de/japan/leben/wohnen/


    "Noch bis vor gar nicht allzu entfernter Zeit hatte eine Wohnung in Japan einen ganz anderen Stellenwert als zum Beispiel in Europa. Eine Wohnung hatte ihren Zweck zu erfüllen und mehr nicht. Die eigene Wohnung galt weniger als eigenes Refugium, dass es als so angenehm und individuell auszugestalten galt wie irgend möglich, sondern nur als Raum, in dem man schläft, isst und Fernsehen schaut.
    ...
    Wer im Grossraum Tokyo eine 100 Quadratmeter grosse Wohnung sucht, ist im Schnitt mit einem Preis ab 300’000 Euro dabei. Eine schöne Wertanlage, könnte man da denken, doch halt: In Japan wird mit anderen Regeln gespielt. Häuser werden in Japan schon seit eh und je so gebaut, dass man sie nach ca. 30 bis 40 Jahren abreisst und ersetzt. Das nennt sich „scrap and build“, also „abreißen und neubauen“."
    https://www.tabibito.de/japan/blog/kolumne-abenteuer-wohnen/


    "Laut einer Untersuchung von SankeiBiz¹ wurde festgestellt, dass es im Jahr 2013 in Japan geschlagene 8,2 Millionen leerstehende Häuser gab. Das ist ungefähr ein Sechstel aller Wohnhäuser – und diese Zahl steigt alljährlich um cirka 200’000. Das bedeutet, so der Trend sich fortsetzt, dass im Jahr 2030 rund ein Viertel aller Häuser leer stehen wird. Wird sich der Trend fortsetzen? Mit Sicherheit wird er das"
    https://www.tabibito.de/japan/blog/absoluter-leerstand/

    Fefe postete in seinem Blog ein Lesebrief aus USA über Warenmangel und steigende Preise ( https://blog.fefe.de/?ts=9fb7332b ), worauf er eine Lawine der Meldungen über Defizit und Teuerung los trat. Einiges hat er im Blog publiziert ( https://blog.fefe.de ) und das Bild ist katasrophal. Sieht nach einem AllesRun aus.


    Kommt irgendwie vertraut vor, war in UdSSR vor dem Kaputt genauso. Ich überlege mir den Geschirrspüler vorzeitig zu ersetzen, wenn es noch welche gibt, kein bock mit den Händen abzuwaschen wenn er abschleift. Die Tabs natürlich darf man auch nicht vergessen. Und dann noch die Waschmaschine...


    Dass kleine Hersteller im Südchina bei dem zweitem Lokdown und Hafenschliessungen den Laden einfach dicht machen und sich den anderen Dingen widmen, war bereits im Sommer zu hören. Auch weil die Wanderarbeiter nach hause in ihre Provinzen gehen und für die Produktion nicht mehr zur Verfügung stehen.

    @vatapitta: Soweit mich China überhaupt interessiert, höre ich gelegentlich dem N. Vavilov zu. Der geht teilweise mit seiner Selbstvermarktung auf den Keks, aber seine Kenntnisse der Zusammenhänge der Macht überzeugen. Zu Evergrande meint er:


    "Evergrande wird vernichtet weil das die Staatspolitik von Xi Jinping ist. Das ist nicht seine Laune, das ist kein Sonderfall, sondern eine systemische Politik gegenüber dem Development-Sector, gegenüber seinem politischem Lobby, dem politischem Lobby des Komsomol und dementsprechend seiner Futterbasis, diese wird vernichtet."


    Weiter meint er dass die 1,5 Mio Kleinanleger bzw. Immobilienkäufer gerettet werden, sowie eine Handvoll Banken und Unternehmen, die treue schwören werden, der Rest wird sich selbst überlassen.

    Chinesische Volksbank kann die ganze Blase nur um den Preis einer Hyperinflation raushauen, das werden sie nicht. Sie werden schon Teile retten aber erstmal schwimmen die Developer den Bach runter, Evergrande ist nur einer von vielen. Parallel fällt die Börse, parallel flieht Kapital in Fremdwährungen, wer will dann schon Renminibi haben. Das alles kriegt Volksbank nicht abgefangen, die sind auch wirtschaftlich gebeutet nach anderthalb Jahren der Schließungen.


    Irgendwohin wird die ganze Meute fliehen wollen und USD dürfen sie nur beschränkt kaufen, ich glaub 50K pro Jahr oder so.


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    Komsomol - Jugendorganisation der KPdSU

    Sie hat allerdings außer Name wenig gemeinsam mit der KPdSU. Ist ein Subimperium, welches mit KPdSU um Macht und Geld konkurriert und ein sehr alter Partner der "Demokratischer Partei" der USA. In einem Jahr wird entschieden wer den nächsten Chef stellt, ob Xi für ein weiteres Jahrzehnt bleibt oder dem Komsomol gelingt die Macht zu übernehmen. Drum fliegen jetzt die Fetzen. Geschlossene Häfen wegen ein Paar positive Tests ist Werk des Komsomols, gerichtet gegen Xi. Zerschlagung von dominantem Fremdkapital wie Alibaba und Ant Group, sowie weitere große Techfirmen ist Werk der Armee und KPdSU, geführt von Xi.


    Wenn also "Evergrande" den US-Investoren gehört oder ihren chinesischen Partnern vom Komsomol, dann werden mit der Pleite dieser Firma auch die interne Konkurrenten geschwächt, was Machterhalt wahrscheinlicher macht. All die Schlagzeilen mit "Chinas Führung geht gegen Techfirmen vor" sind in diesem Licht zu sehen.


    Diese Trennung zwischen konkurrierenden Machtgruppen (Schanghai gehört auch zu den grössten) hat etnische Wurzeln. Man könnte sagen, einzelne Provinzen streben Macht und Geld der Volksrepublik an sowie Dominanz in unterschiedlichen Wirtschaftssektoren. Teilweise können sie einander sprachlich nicht verstehen.

    ...Die voraussichtliche Pleite von Evergrande dürfte die größten Auswirkungen auf den Markt für Junkbonds haben. Was werden die Anleger tun, die schmerzhafte Verluste mit den Anleihen von Evergrande gemacht haben?



    Die kommunistische Partei Chinas hat bisher nicht eingegriffen und wird das vermutlich auch nicht mehr tun...

    Wessen Geld steckt in dieser Firma?
    Daraus könnte man ableiten ob sie "gerettet" werden könnte.


    Ich glaube gehört zu haben dass Baugeschäft hauptsächlich in dem Portmonee des Komsomol liegen soll.
    Möglicherweise ist es gar US-Geld, das da drin eingelegt wurde, bzw. mit Kumpels, da wird natürlich nichts "gerettet".


    Als Begründung für ein AllesKaputt finde ich eine Überhitzung des chinesischen Immobilienmarktes einfach edel. Nichts mit US-Verschuldung oder Biosachen oder so.

    13 Mrd. = 260to Gold


    schon eine ganze Menge, das schlappe 3 fache des Umsatzes p.a. wie normal


    Das Problem ist aber die 95% und mehr da draußen haben (noch) einen anderen Glauben und kommen erst zur Konvertierung/Glaubeswechsel wenn es schon deutlich = X fach teuerer geworden ist und vor ihren Augen täglich masiv teuerer wird. Daher ist deren Wahl, wenn überhaupt, derzeit u.a. Bitcoin. Die konvertieren zuvor Ihre Asche in Bitcoin und fast alles ist dann kurze Zeit später weg. Dann reicht das wenige Gold wieder für alle :) Die zukünftigen Konvertiten müssen immer erst unerwartet mit ihrem alten Glauben gegen ein festes Brett laufen bis sie merken das sie auf dem Holzweg sind. Glauben hält sich äußerst hartnäckig auch gegen die Realität und endet z.B. mit von den Klippen springen in Japan oder die Pistole an den Kopf halten 1945 bei der SS in Braunland. Dito heute beim deutschen Sparer, er gibt nicht auf bis zur "Endlösung" und hortet immer mehr von dem rein ideologischen wertlosen Kram auch bei negativen Zinsen. Psychologisch völlig normal. Alles läuft nach Plan. Es wird so lange freiwillig weiter mit gemacht bis das Gegenteil schon bewiesen ist, dann ist es aber zu spät. Der frühe Vogel fängt den Wurm.

    So ist es. Sparkonten, Gewinnspiele - es gibt viele Wege und geheime Pfade auf denen Versprechen sich verirren und verflüchtigen. Eigentlich alles ganz normal - alle verlieren alles. Fragt Russen wie sie sich an die Neunziger erinnern.


    PS: Wenn es an werthaltigem Geld fehlt, entsteht Tauschgeschäft. Hieß damals "Barter". Komplizierte Tauschkombinationen zwischen Betrieben um an irgendwas brauchbares zu kommen, womit sie Löhne auszahlen können. Wenn sie nicht vernünftig tauschen können, geben sie den Mitarbeitern ihr Produkt als Bezahlung, dann sollen die Mitarbeiter selbst sich um den Tausch kümmern. Mitarbeiter können ja auch nirgendwo hin, denn keiner hat Geld um sie einzustellen.


    Eine meine Mitarbeiterin hat damals ihr Familieneinkommen wie viele andere in Form ihres Betriebproduktes bekommen. Das war Schotter. Sie haben selbst Transport organisiert um ihr Lohn zu potenziellen Käufern irgendwo aufs Dorf fortzubewegen und dort zu verkaufen.


    Silber ist doch nicht so schwer, wie es scheint :)


    [Blockierte Grafik: https://www.comrepsa.ro/_upload/slide/2Pbq_shutterstock_213447832.jpg]

    China bereitet sich auf Taiwan-Konflikt vor, das wird erhebliche Folgen für die Weltwirtschaft haben. Keine Waren, keine Mikrochips mehr. Ob das bullisch oder bärisch aufs Gold wirkt, weiß ich nicht. Erstmal wird es andere Sorgen geben als der Preis oder gar Kurs der EMs.

    ...Es ist halt nur sehr unwahrscheinlich, dass der Ersteller des Memes so dermaßen unsensibel sein kann.

    Anscheinend schon. Video wurde repostet: https://www.reddit.com/r/Walls…s_party_with_rsilverbugs/


    und darunter haben drei Mods Kommentare hinterlassen:


    ivanbayoukhi: "Ahahahaha LETS GOOOOOOOO "


    Hodor!


    RocketBoomGo: "Sound ON !!!!"


    TheHappyHawaiian: "I love it"


    Da fehlt die Sensibilität weit und breit. Ist aber kein Beinbruch, nur etwas bedauerlich.
    Das Mods-Team der WSS hat auch sonst starke schwächen :)
    Webseite ist Müll, Werbung hat ewig gedauert und hat kein System...
    Realität halt.

    Sieht nach INFOOPS aus, wenn du das mit "das übliche" meinst.
    Zwischen alten und neuen Silberbugs sind mir keine Differenzen aufgefallen, und ein Video im Subforum (r/Wallstreetsilver) dulden welches dieses Subforum als räuberische Strassengäng darstellt, ist Toleranz an Schmerzensgrenze. Dennoch ist das Video noch da. Sind da Kommentare gelöscht worden?