Zwar hält er derzeit auch Silber nicht für attraktiv, wenn er aber zwischen Gold und dessen kleinen Bruder wählen müsste, würde er sich für Silber entscheiden. Der Grund: Silber hat noch deutlich mehr an Wert eingebüßt als Gold. Diese Sichtweise lässt sich auch an dem Verhältnis zwischen dem Gold- und dem Silberpreis festmachen. Der nämlich lag zwischen 1971 und 2011 Durchschnitt bei 55, eine Feinunze Gold entsprach also dem Wert von 55 Unzen Silber. Doch dieser Wert war dann im Jahr 2011zeitweise auf unter 30 zurückgegangen. Möglicherweise lag damals eine deutliche Überbewertung des von Silber vor. Inzwischen aber liegt dieser Wert wieder bei über 62. Das heißt, für eine Unze Gold müssen Anleger mehr als 62 Unzen Silber auf den Tisch legen. Das sind sieben Unzen mehr als im langfristigen Durchschnitt.
Silber dürfte vom Aufschwung profitieren
Dazu kommt noch etwas, was für Silber spricht: Kommt 2014 tatsächlich ein weltweiter Aufschwung, dann werden auch industriell nachgefragte Metalle stärker nachgefragt werden. Und könnten deshalb im Preis steigen. Und genau das ist bei Silber – anders als bei Gold – der Fall. Dass Rogers derzeit Silber seinem großen Bruder vorzieht, ist also durchaus nachvollziehbar. Er hofft aber auch, smart genug zu sein, beide Metallen zu kaufen, wenn deren Notierungen kräftig genug korrigiert haben.