Sehr geehrte Privatanleger,
die schwerste Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik ist beendet.
Die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal des Jahres 2009 zum ersten Mal seit
Anfang 2008 wieder. Immerhin gab es ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber
dem Vorquartal, was für das ganze Jahr ein Plus von über 1,2 Prozentbedeuten würde.
Für das erste Quartal wurde jetzt ein Minus von 3,5 Prozent ermittelt –
wesentlich weniger als die noch im April und Mai
geschätzten minus vier bis fünf Prozent. Für das ganze Jahr 2009 hatten
meine Volkswirt-Kollegen ein Minus von sechs Prozent vorausgesagt.
Die neue Zahl dürfte wohl deutlich geringer liegen, bei drei bis vier Prozent.
Wieder einmal sehen Sie, dass die Prognosen der Volkswirte
im Großen und Ganzen keinen Pfifferling wert sind (das wussten wir ja schon lange, oder nicht, werte Forengemeinde) und dass sie zudem
äußerst prozyklisch sind: Geht es der Wirtschaft gut, gibt es gute Prognosen,
geht es der Wirtschaft schlecht, gibt es schlechte Prognosen.
In den Instituten und Verbänden sitzen eben Lemminge.
Wie sagte Warren Buffett so schön: „Als Gruppe haben Lemminge eine äußerst
schlechte Reputation, aber kein einzelner Lemming ist je zur Rechenschaft
gezogen worden.“
ICH HATTE KEINE PROGNOSE GEMACHT, ABER IM MÄRZ UND APRIL
EINE DEUTLICHE EMPFEHLUNG AUSGESPROCHEN: KAUFEN SIE AKTIEN!
Das können Sie auch in meinen Interviews, im „Handelsblatt“ oder
bei „Börse Online“, nachlesen. Die Kurse waren dermaßen im Keller,
dass sie wieder deutlich steigen mussten; es sei denn,
ine Welt-wirtschaftskrise käme. Die Wahrscheinlichkeit
einer Weltwirtschaftkrise habe ich im Jahr 2009 immer mit
unter zehn Prozent angegeben, da die Staaten gigantische Rettungsaktionen
angeleiert hatten. Diese Aktionen belohnen zwar die Zocker und Bankmanager
und bestrafen diejenigen, die für ihr Geld ehrlich arbeiten, aber sie haben
zumindest den Totalabsturz verhindert
Das ist nicht von mir, sonder ein Artikel von Prof. Dr. Max Otte