Wir leben in einem System in dem die Summe der Gesamtschulden immer steigen muss. Schlimmer noch: Die Schulden müssen nicht nur immer steigen, sondern systembedingt immer schneller steigen.
Das System ist also auf Gedeih und Verderb auf eine immer höhere Gesamtschuldensumme angewiesen. Vor diesem Hintergrund ist auch die Subprime-Krise in den USA zu verstehen: Die Bedingungen für einen Kredit wurden immer weiter nach unten geschraubt, um auf diese Weise immer mehr Schuldner zu finden.
Fakt ist aber auch: Schulden können nicht unbegrenzt gesteigert werden. Und genau dies war der Auslöser der "Finanzkrise".
Damit wird das Haupt-Dilemma im Geldsystem klar: Im System gibt es praktisch weder ein "Zurück" noch ein "Vorwärts".
In einer Deflation crashen die Banken, Guthaben verfallen, Firmen gehen Pleite. Das passiert gerade.
In einer Inflation wird das Geld aller Martteilnehmer wertlos.
Doch die Notenbanken versuchen mit aller Gewalt eine Inflation zu erzeugen. Problem: die Pferde saufen nicht. Immer weniger potenzielle Schuldner sind bereit, Schulden aufzunehmen. Immer mehr Banken sind zu ängstlich, Kredite auszugeben.
Dilemma: Im Prinzip müssen alle Akteure so weitermachen wie vor der Krise - auch wenn das im SPIEGEL kritisiert wird. Geldsystem bedeutet Blasenwirtschaft - bis zum bitteren Ende. Jede Form des "Sparens", sprich, der Schuldenvermeidung und besonders der Schuldentilgung, führt unweigerlich in einer gefährlichen Kettenreaktion zum Kollaps.
Der Ruf nach strengerer Regulierung und schärferen Gesetzen ist daher völlig sinnlos. Alles, was die Schulden- und damit Geldvermehrung blockiert, führt unweigerlich in den sofortigen Bankrott.
Drehen die Notenbanken die Geldhähne weiter auf, kommt es zu einer Hyperinflation und das Finanzsystem bricht zusammen. Drehen sie den Geldhahn aber zu, bricht auch alles zusammen. Der einzige Grund, warum die Notenbanken "Gas" geben, liegt in der Hoffnung, dass es noch einmal ein bisschen weitergeht. Es geht darum, Zeit zu gewinnen.
http://www.mmnews.de/index.php…s/Die-Billionenbombe.html