Beiträge von Silberfinger

    Rhein-Main-Gebiet sagte ja nicht, dass ihr euer Silber gegen FIAT verkaufen sollt, sondern in noch stärker unterbewertere assets als Silber gehen könntet (z.b. Zinn). So habe ich ihn jedenfalls verstanden. Ich bin allerdings mit der Silberperformance sehr zufrieden und kenne mich z.b. mit Zinn nicht gut genug aus, also bleibe ich erstmal bei AG und AU.

    Ist ja auch grundsätzlich die Frage, inwieweit der "kleine Maxi", der im Laden ein paar Silbermünzen kauft, Einfluss auf die Kurse hat. Deutschland steht sicher besser da als andere, aber auch hier ist der Privatmann, der in EM investiert, noch eher ein Exot. Da müsste schon die Masse losstürmen, damit die Kurse spektakulär steigen.


    Den Kurs bestimmen z.Z. eher das "big money", Zentralbanken, Industrie, Fonds etc.

    Da der Goldpreis ja stark schwanken kann, sind diese 10% Aufpreis wohl so eine Art "Sicherheitsnetz" des Aufstellers. Zudem muss ja Personal kommen und warten/Geld abholen/nachfüllen.


    Wir oft werden denn an dem Automat die Preise erneuert? Täglich? Per Hand oder online?

    Solange die Goldankäufer an jeder Ecke Läden aufmachen (auch in unserem Kaff) können wir wohl von weiter steigenden EM Preisen ausgehen. Und solange die Leute ihr Gold so billig abliefern, kann ich es ihnen nicht verdenken. Ist doch ein gutes Geschäft.


    Die Masse hat eben noch nichts gemerkt. Die kaufen dann bei 2500 Euro/oz das billig verscheuerte Gold wieder zurück. So ist das eben.

    Wenn weltweit die Inflation umgeht, wird sich die Geldmenge wohl kaum reduzieren.


    http://theeconomiccollapseblog…recklessly-printing-money


    "Of course anyone with half a brain can see where all of this is ultimately headed. In the end, inflation is going to spiral out of control and we are going to witness financial implosion on a global scale.


    So why don't these nations just adopt sound money?


    Well, it turns out that if you are a member of the IMF, you are specifically prohibited from having gold-backed currency."


    Also Weiterdrucken bis zur Hyperinflation.

    Stichwort "Goldverbot" :


    Was wäre, wenn z.B. die USA ein Goldverbot aussprächen?


    Der Goldpreis würde wohl in allen anderen Teilen der Welt extrem ansteigen und der US Dollar radikal abwerten, da jeder vermuten würde, dass das US Finanzsystem kurz vor dem Kollaps stünde oder offensichtlich etwas mit dem Dollar nicht stimmt.
    Allein daher halte ich ein erneutes Goldverbot in der globalisierten Welt für praktisch ausgeschlossen. Auch wäre bei der geringen Anzahl der Goldbesitzer wenig für den Staat zu holen, wenn man sich im Vergleich die genannten Risiken ansieht.

    EM Euphorie? Wo, bei den paar hutzeligen EM "Spinnern"? Bei der Masse ist ja EM noch nicht mal auf dem Radar, geschweige denn in einer "Blase" oder MMH.


    Jetzt verkaufen? Wo selbst wenn man nur die Inflation seit 1980 einberechnet, Silber noch weit vom ATH entfernt ist? Verschuldung, Eurokollaps und Manipulation mal weggelassen?


    Ja, neue Minen werden öffnen ... aber bis sie erschlossen sind und Silber abwerfen, das dauert. Auch sie werden die steigende Nachfrage nicht bedienen können. Steigende Zinsen mögen Gift für EM in normalen Zeiten sein, aber in diesem Fall werden sie eher Gift für Staatsanleihen werden.
    Mit den Staatsbankrotten wird Silber noch mehr zum Geldmetall werden.

    Warum nahmen die Bürger nach dem 2. Weltkrieg die DM an ?
    Es war wieder Papier.
    Weil die Verzweiflung und Ausgezehrtheit sie dazu zwang.
    So ähnlich wird es wieder laufen... und wieder ... und wieder ... befürchte ich. :rolleyes:


    Der Vergleich hinkt ein wenig. Besser wäre das Beispiel der Weimarer Hyperinflation nach dem 1. WK gewesen.
    Warum nahmen die Menschen nach 1923 wieder Papiergeld an?


    Die Menschen von 1923 kannten Hyperinflation nur aus Geschichtsbüchern, genau wie wir heute. Sie hatten jahrzehntelang unter stabilen Verhältnissen gelebt (Kaiserreich), wie wir heute (BRD).
    Heute sind die Menschen, die den Kollaps des Papiergeldsystems in den 1920ern bewusst erlebt haben, fast alle gestorben. Die Menschen glauben heute wieder, soetwas könne ihnen nicht passieren.
    Die Geschichte zeigt aber immer wieder, dass sich die Leute irren. Geschichte wiederholt sich (in Abwandlungen) doch.


    Auch nach 1923 dauerte es sehr lange, bis wieder Vertrauen ins Papiergeld aufkam. Denn zum Vertrauensverlust ins Papier und Verlust des Vermögens kam ja noch Ende der 1920er Jahre die Weltwirtschaftskrise, dann der 2. WK.


    Also dauerte es im Grunde bis in die späten 1950er, frühen 1960er Jahre, bis der Vertrauensverlust von 1923 in FIAT endgültig überwunden war.