So kann man es auch sehen, vom Parsimony Forum...
Geschrieben von Shanatar am 01. Februar 2008 14:11:00:
Es gibt momentan ca 5 Mrd Unzen Gold auf der Welt und eine jährliche Förderung von 100 Mio Unzen. (Quelle Wikipedia, Unzenzahl aus Tonnen errechnet)
Dies entspricht einem Wachstum von 2% pro Jahr
Momentan gibt es eine Weltbevölkerung von 6 Mrd bei einem Wachstum von ca 2% (ebenfalls Wikipedia)
Die Übereinstimmung ist zufällig.
Es gäbe also, wenn wir alle Goldbarren, die jetzt sinnlos in Kellern vor sich hingammeln, einschmelzen würden, für jeden Menschen auf der Welt knapp eine Unze Gold. Wer schonmal ne Unze (31 gramm) in der Hand hatte, das ist ne ganze Menge. Man könnte daraus locker 3 Münzen 'a 10 g machen.
Man könnte sozusagen bei einer weltweiten Währungsreform JEDEM Menschen, vom Neugeborenen bis zum Fasttoten, vom Neger im Busch bis zum Eskimo in Grönland, JEDEM 3 Münzen Goldgeld in die Hand drücken.
Das ergebe in der Form keinen Sinn, da man das Geld irgendwie bei der Ausgabe an die Wertschöpfung einer Person anlehnen muss. Aber das ist erstmal zweitrangig. Ich wollte nur auf das Argument, es gäbe doch viel zu wenig Gold, eingehen.
Diese gesammte Goldmenge kann man einfach auf die gesammte Weltwirtschaft projezieren und man hätte einen Wertmaßstab.
Werde ich mal machen wenn ich Zeit habe. Kann auch jeder selbst machen (Welt-BIP / Gesamtgoldmenge) Das heutige BIP ist aber eh nicht mehr aussagekräftig da es künstlich durch die "Finanzindustrie" erhöht wird. Wahrscheinlich muss man 30% vom Welt BIP abziehen.
Jetzt noch was zum immer wieder angeführten angeblichen inneren Wert des Goldes, der zu einer Deflation und Zinsgeld führen muss. (Völlig wirre Behauptungen aber ich geh trotzdem drauf ein)
Der Einzige Grund, warum Gold heute diesen scheinbaren "Wert" hat den wir kennen, ist die künstliche Verknappung durch Entnahme (Einlagerung in Kellern) aus dem Warenkreislauf.
Gold selbst wird in keinem Industriezweig (außer ein ganz kleines bisschen Schmuckindustrie) nachgefragt. Daher gibt es Angebot ohne Nachfrage und damit keinen Wert. Wie wenn ich mich an die Wüste stellen würde und Sand verkaufen wöllte. Angebot ohne Nachfrage = Nullwert.
Wenn alles Gold der Welt auf den Markt geworfen werden würde würden sich Kinder auf der Straße damit gegenseitig bewerfen (weil es so schön schwer ist
)
Da Gold selbst also keinen Wert hat, haben diese Goldmünze auch nur DIESEN, zum Welt - BIP referierten, Wertmaßstab und es gibt keinen Grund zum horten.
Silber hat einen inneren Wert, da es in der Industrie verwendet und nachgefragt wird. Daher eignet es sich NICHT als Tauschmittel. Grund ist die wahrscheinliche Hortung und damit Entzug aus dem Warenkreislauf --> Deflation, die Geschichte kennt ja jeder hier.
Dieses Goldgeld, geht einher mit einem strikten Zinsverbot und referiert automatisch (hab ich woanders sehr detailiert beschrieben) mit der Weltwirtschaft und gleicht permanent seine Kaufkraft an.
Die 2% Förderungsrate passt momentan zufällig genau zum Bevölkerungswachstum, was sonst ein Problem wäre. Jetzt wird sicher jemand sagen dass die Goldvorkommen irgendwann erschöpft sind, dann sage ich dass auch irgendwann keine Menschen mehr auf die Erde passen.
Man könnte eine völlig manipulationsgefeites Tauschmittel erschaffen. Niemand könnte sich ohne Arbeit durch Zinsen ernähren. Niemand könnte jemand anderes mit Zins erpressen. Niemand würde das Gold ansammeln, da er es eh nicht gewinnbringend anlegen kann. Im Gegenteil, durch die Entnahme würde es durch den folgenden Wirtschaftsabschwung an Wert verlieren.
Jetzt frage ich die ganzen Goldhasser (also die, die keins besitzen) wo der Fehler in diesem Geldsystem liegt und warum ihr alle auf bedruckte Zettelchen schwört, die immer wieder gefälscht und manipuliert werden, wo es Monopole (der Drucker) gibt statt Dezentralisierung, wo es hortung bei positivem Zins und Schmarotzertum bei negativen Zins gibt?