Agnico Eagle Mines Ltd. will Goldproduktion bis 2009 verdreifachen!
05.04.2006 Sven Olsson - GOLDINVEST.de - http://www.goldinvest.de
Agnico-Eagle Mines Ltd. (TSX, NYSE: AEM; Frankfurt: AE9.FSE) möchte die Goldproduktion in den kommenden drei Jahren verdreifachen. Im gleichen Zeitraum will die Gesellschaft die Goldreserven von derzeit 10,4 auf 14 Mio. Unzen steigern. Dies sagte CEO Sean Boyd im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag im Frankfurter Hof vor Journalisten und Asset Managern. Die kanadische Minengesellschaft hatte anlässlich der Aufnahme in den Entry Standard zu einer Unternehmenspräsentation eingeladen.
Agnico-Eagle gehört mit einer Jahresproduktion von 241.000 Unzen Gold (2005) zur Gruppe der mittleren Goldproduzenten. Die Gesellschaft ist in Quebec, Kanada, tätig und verfügt über fortgeschrittene Projekte in Kanada, Mexiko, Finnland und den USA. Sitz der Gesellschaft ist Toronto. Agnico-Eagle ist an der TSX sowie an der NYSE börsennotiert und verfügt derzeit über eine Marktkapitalisierung von mehr als 3 Milliarden CAD. Die Entscheidung, an den Entry Standard zu gehen, habe vor allem mit der Expansion in Nord-Europa zu tun. Agnico hat im vergangenen Jahr das finnische Suurikuusikko Goldprojekt 1000 Kilometer nördlich von Helsinki für rund CAD 150 Mio. erworben. Die Gesellschaft plane, in Finnland die größte Goldmine Europas zu bauen, sagte Boyd.. Dies wolle man auch gegenüber deutschen Anlegern kommunizieren.
Das Flagschiffprojekt von Agnico-Eagle ist die LaRonde Mine in der Abitibi Region im Nordwesten von Quebec, 650 km nordwestlich von Montreal. Seit 1988 hat die Mine mehr als 2,8 Millionen Unzen Gold produziert. Mit Goldreserven von 5,4 Millionen Unzen ist LaRonde die größte Goldlagerstätte in Kanada. In 2006, wird LaRonde voraussichtlich 250.000 Unzen Gold bei Cashkosten von US$ 50 pro Unze produzieren. Als Beiprodukt werden voraussichtlich 5,7 Millionen Unzen Silber, 160 Millionen Pfund Zink und 20 Millionen Pfund Kupfer gefördert.
Die nächste Mine will Agnico-Eagle rund 60 Kilometer östlich von LaRonde ebenfalls im Abitibi-Gürtel in Produktion nehmen. Das Goldex-Projekt verfügt über rund 20 Millionen Tonnen in der Kategorie „probable reserves“ mit 1,6 Millionen Unzen Gold. Der Baubeschluss wurde im Juli 2005 gefasst. Die erste Produktion wird für 2008 erwartet. Dann sollen 170.000 Unzen jährlich zu Cash Kosten von US$ 200 gefördert werden.
Das Lapa Projekt, 11 Kilometer von LaRonde entfernt, befindet sich noch im Entwicklungsstadium. Lapa berfügt über 4,1 Millionen Tonnen in der Kategorie „probable reserves“ mit 1,2 Millionen Unzen Gold. Schacht für US$ 30-Millionen soll bis Mitte 2006 in eine Tiefe von 1300 Metern vorgetrieben werden. Die Durchführbarkeitsstudie soll Ende 2006 fertig gestellt sein. Lapa könnte frühestens 2008 in Produktion gehen und jährlich 125.000 Unzen produzieren.
Das Suurikuusikko Projekt ist eine Goldlagerstätte in Finnland 1.000 Kilometer nördlich von Helsinki nahe Kittila in Lappland. Die Liegenschaft umfasst 17 km² mit ähnlicher Geologie wie im Cadillac-Bousquet Gürtel in Kanada. Agnico hat auf der Liegenschaft bereits Goldreserven von 2,3 Mio. Unzen gesichert und steht kurz vor Abschluss einer Durchführbarkeitsstudie. Im 2. Quartal soll der Baubeschluss für eine neue Mine in Finnland offiziell fallen.
Darüber hinaus ist Agnico-Eagle seit mehreren Jahren im Norden von Mexiko aktiv. Das Projekt Pinos Altos im ergiebigen Sierra Madre Gürtel verfügt über eine Ressource von 0,8 Mio. Unzen Gold, 17 Mio. Unzen Silber. LaRonde II ist die Ausweitung der bestehenden LaRonde Mine zur Tiefe hin. La Ronde II enthält 3,3 Mio. Unzen Gold.
Das Jahr 2005 war für Agnico ein Rekordjahr mit einem Gewinn von 37 Mio. USD und 83 Mio. USD Cash Flow. Da die La Ronde Mine neben Gold auch Silber, Zink und Kupfer produziert, profitiert die Gesellschaft auch von den steigenden Preisen für Basismetalle. Die Zink- und Kupferförderung deckte die Bergbaukosten, sodass Gold und Silber im 4. Quartal 2005 effektiv zu Minus 22 USD pro Unze gefördert werden konnte. Boyd betonte, dass Agnico äußerst kostenbewusst arbeite. Im Gegensatz zum Industriedurchschnitt seien die Abbaukosten pro Tonne Erz von 2004 auf 2005 nur von CAD 55 auf CAD 56 gestiegen. Die Gesellschaft werde ihr rigides Kostenmanagement auch künftig beibehalten.
Sean Boyd, Vice Chairman und Chief Executive Officer, ist Wirtschaftsprüfer und gehört der Gesellschaft seit 1985 an. Neben Sean Boyd waren ebenfalls Eberhard Scherkus, President & COO sowie James Nasso, Chairman nach Frankfurt gekommen. Sean Boyd kündigte an, die Gesellschaft werde im Zuge des Baus und der Entwicklung der Mine in Finnland die Präsenz im deutschsprachigen Raum verstärken.
Weitere Informationen zur Gesellschaft finden Sie unter http://www.agnico-eagle.com auch in deutscher Sprache.