Die Nachrichten könnten für Gold gar nicht schlechter sein als jetzt: Dollar steigt, Zinsen normalisieren sich, tolles Wachstum in den USA, großartiger Aufschwung unter Obama, Jobwunder, gigantischer Boom unter Trump, allgemeiner Abgesang auf Gold (geht jetzt auf 800-900 Dollar, "Experten" schließen sogar 600 Dollar nicht mehr aus), Liquiditätskrise in Indien, Goldimportbeschränkung in China (heute of Zerohedge zu lesen), Goldspekulanten an den Terminmärkten auf dem Rückmarsch, Druckenmiller usw. usw.
Wirklich ??
Vielleicht erleben wir aber auch in diesem Monat eine Überraschung, die (fast) niemand erwartet.
"Dollar steigt": richtig. Aber wie lange kann sich Amiland einen hohen Dollar leisten? Jetzt können die Cowboys zwar billig Eurostoxx Aktien oder ganze Unternehmen kaufen. Aber die Exportwirtschaft dieses vollkommen überschuldeten Landes wird irgendwann, und dies in nicht allzu ferner Zukunft, nach einem weitaus schwächeren USD schreien. Ebenfalls kommen die US-Schuldner-Länder, und davon gibt es viele, in arge Nöte. Dass man dies mittel-bis langfristig in Kauf nimmt, glaube ich nicht.
"Zinsen normalisieren sich": tun sie das? Also von den vor einem Jahr angekündigten sechs! Zinserhöhungen sehen wir mit viel Wohlwollen nun die erste und einzige Leitzinserhöhung in 2016, rechtzeitig bevor das nächste Jahr beginnt. Und ob wir bei der anziehenden Inflation wirklich nachhaltig positive Realzinsen bekommen, darf auch stark angezweifelt werden.
"tolles Wachstum in den USA und großartiger Aufschwung unter Obama": so so, wers glaubt ...
Die Realität sieht wohl anders aus, wenn man sich einmal persönlich mit US-Staatsangehörigen unterhält.
"Jobwunder": stimmt, jetzt müssen die Normalverdiener nicht mehr 2 Jobs sondern 3 Jobs ausführen, um sich über Wasser zu halten.
"gigantischer Boom unter Trump": erklärt sich von selbst. Bislang wurde noch keine Hand gekrümmt. Ob es jemals zu einem Boom unter Trump kommt, ist fraglich. Falls doch, gibt es schöne Nebenwirkungen wie eine förmlich explodierende Überschuldung und eine wohl massiv anziehende Inflation (allein schon durch die beabsichtigte starke Erhöhung der Mindestlöhne). Ebenfalls ist fraglich, wie die Wirtschaft vom Rest der Welt darauf reagiert, wenn "Amerika first" ins Laufen kommt (ganz besonders Europa und China).
"allgemeiner Abgesang auf Gold (geht jetzt auf 800-900 Dollar, "Experten" schließen sogar 600 Dollar nicht mehr aus)": ewig grüßt das Bankster- und Mainstream-Murmeltier. "Experten" schlossen schon immer Goldpreise von 600 USD oder darunter nicht aus. Andere "Experten" schlossen Goldpreise von 5000 USD in 2016 oder 2017 nicht aus. Auf die Meinung der "Experten", die nicht selten aus dem FIAT Money vergötternden Bankensystem stammen, sollten man tunlichst einen lassen.
"Liquiditätskrise in Indien": kann man genauso positiv für Gold sehen. Wenn das Bargeld beschränkt wird und das gesamte (Finanz-)System an Vertrauen verliert, könnten sich manche Bevölkerungen auch wieder dazu entschließen, eigenständig Gold oder Silber als Tauschmittel einzuführen. Eigentlich galt das Bargeldverbot von allen Seiten immer als trifftiger Grund, sich Gold ins hauseigene Depot zu legen. Weshalb sollte das jetzt auf einmal umgekehrt sein? Etwa, weils der Mainstream vorgibt?
"Goldimportbeschränkung in China": So? Und das, wo China gerade versucht, sämtliche Ressourcen dieser Erde aufzukaufen und einen regelrechten Heißunger auf Gold hat? Und das, wo man seit langer Zeit die eigene Bevölkerung dazu aufruft, Gold zu akkumulieren? Was sollte das Ziel eines Goldimportverbotes in China sein? Könnte diese Meldung wie auch die Meldung vom Goldimportverbot in Indien nicht eine sein, um die Goldanlegerschaft dahingehend zu verleiten, seine Bestände zu veräußern oder erst mal kein Gold mehr zu kaufen, damit es die Kabal leichter hat, den POG bis Ende des Jahres so nah wie möglich an die 1.050 USD zu drücken?
"Goldspekulanten an den Terminmärkten auf dem Rückmarsch": wer sollen den diese Goldspekulanten sein? Wohl am ehesten solche, die daran interessiert sind, den POG niedriger zu sehen. Die Macht der Banken ist einfach (noch) zu stark und an der Comex wird gerade ohne Erbarmen zettelmäßig auf Gold draufgehauen. Alles soll halt den Anschein haben, dass es dem FIAT Money System und der Weltwirtschaft rundum geht, die Zukunft rosig aussieht, die Erde ein friedlicher, wirtschaftlich aufblühender Planet ist, auf dem wir Ringelrein tanzen, und auf dem man Gold nur noch für die Herstellung von Eheringen benötigt.
"Druckenmiller": Ist das nicht dieser miese Soros-Gehilfe, der dem alten Satan geholfen hat, die Briten bzw. das GBP in die Knie zu zwingen, damit aus Soros ein Ultrareicher wird, der sich sogar mit den Rockefellers und Rothschilds dieser Welt an einen Tisch setzen darf? Was soll man von so einem Mann schon halten...