Aus den Vorkommnissen lässt sich einiges ableiten:
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Denn 1046 der insgesamt 1760 Besatzungsmitglieder trugen das Covid-19-Virus in sich, das entspricht einer Rate von knapp 60 Prozent. Infiziert hatten sich die Männer an Bord, trotz aller Sicherheitsmaßnahmen.
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Zwei infizierte Soldaten sind in einem kritischen Zustand, liegen auf Intensivstationen und müssen beatmet werden.
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Wissenschaftler leiten unterdessen aus dem unfreiwilligen schwimmenden Laborversuch neue Erkenntnisse ab. Denn mehr als die Hälfte der 1046 infizierten Soldaten zeigten keine oder nur sehr schwache Symptome. Eine ähnliche Beobachtung haben auch die Amerikaner gemacht, die auf ihrem Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" mit Hunderten Infektionen zu kämpfen haben.
"Das bedeutet, dass es wahrscheinlich eine nicht zu vernachlässigende Zahl an asymptomatischen Krankheitsverläufen gibt, die vor allem jüngere Bevölkerungsschichten betreffen", sagt Jean-François Delfraissy, Präsident des wissenschaftlichen Rates zur Coronakrise.
Das wäre zugleich eine gute wie eine schlechte Nachricht. Denn es würde bedeuten, dass die Mortalitätsrate von Covid-19 wohl geringer ist als angenommen. Aber auch, dass viele Infektionsfälle unerkannt bleiben, während von den Infizierten nach wie vor eine große Ansteckungsgefahr ausgeht.
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Also:
1) 60 % infiziert, also hochansteckend (wissen wir)
2) bei eher jüngeren Patienten (Soldaten) ca. 2 Promille schwere Verläufe (entsprechend ca. 4 Promille von jenen mit Symptomen - siehe Punkt 3)
3) ca. 50 % der (jungen) Infizierten zeigen keine oder nur sehr schwache Symptome (würden also im Normalfall nicht getested werden und aus der Statistik rausfallen)
4) seit dem 12. April ist der Träger wieder im Hafen, bisher ist noch kein Todesfall bekannt geworden, Mortalität bei den eher jungen Soldaten somit 0