...
Christian Schultze, stellvertretender Chef von Mazdas Forschungs- und Entwicklungszentrum in Europa, liefert jetzt die ungewöhnliche Begründung für den schlanken Batterieumfang. Der Akku habe eine „verantwortungsvolle“ Größe, sagt er dem Branchendienst „Automotive News“ und stützt diese Position auf die vollständige CO2-Bilanz des Fahrzeuges.
Seine Rechnung: Der MX-30 verursache genauso viel CO2 wie ein Mazda 3 mit Dieselmotor. Letzteres Modell sorge in der Herstellung für weniger Schadstoffe, überhole die Elektroversion im laufenden Betrieb aber. Spätestens nach einem Batteriewechsel, den Schultze bei 160.000 Kilometern einkalkuliert, lägen die beiden CO2-Bilanzen wieder nahezu gleichauf.
Werde die Batterie größer, in Schultzes Beispiel 95 Kilowattstunden leistungsstark, läge die Schadstoffbilanz durchweg über einem kompakten Dieselfahrzeug. Ohnehin, glaubt Mazda-Projektmanagerin Tomiko Takeuchi, werden Kunden den MX-30 nur als Zweitwagen für die Stadt nutzen. Dafür seien 200 Kilometer völlig ausreichend, erklärte sie auf der „Tokyo Motor Show“ im Oktober. „Die MX-30-Kunden nutzen den Elektro-SUV in der Stadt, für die Langstrecke haben sie in der Regel einen Benziner oder Diesel.“ Das dürfte die Umweltbilanz erst recht nicht aufpolieren.
...