finanzcrash
Wie gehst´n du ab?
Natürlich ist da nix dran, denn der Stasi2.0-Apparat weiss schon seit fast einem Jahr davon und noch war keiner da! 
darksebul
Vielen Dank für deine Ausführung aus der Sicht eines Archäologen.
Ich bin mir im Klaren, dass es, je nach dem wo gesucht und was gefunden wird, eine Raubgrabung ist.
Aber ein abgeernteter Acker, auf dem der Bauer ausdrücklich zugestimmt hat (kein Bodendenkmal weit und breit) und der in den letzten Jahren schon zig mal "abgelutscht" wurde?
Bei dem Grundbesitzer gebe ich dir Recht - ihm sollte ein Anteil zustehen. Ob das geschehen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich weiss auch nicht, ob das Landesdenkmalamt inzwischen diesen Fundort näher untersucht hat...laut meinem Kollegen hielt sich das Interesse in Grenzen.
In keiner hessischen Zeitung wurde bisher darüber geschrieben.
Ohne Genehmigung und ohne Abstimmung mit der Denkmalpflege ist das Aufsammeln oder Ausgraben von archäologischen
und paläontologischen Hinterlassenschaften widerrechtlich und dies aus guten Gründen: Der Raubgräber entwendet am Tatort
nicht nur Gegenstände, er zerstört auch Spuren und Fundzusammenhänge, die zur historischen Einordnung unbedingt nötig sind.
Für eine wissenschaftliche Auswertung sind sie somit weitgehend unbrauchbar. Außerdem bleiben die Funde der Allgemeinheit und
dem Eigentümer des betroffenen Grundstückes vorenthalten. Raubgrabungen sind daher keine Kavaliersdelikte, sie stehen
dem öffentlichen Interesse Aller entgegen.
- bei Verstoß gegen das Hessische Denkmalschutzgesetz:
Bußgeld bis zu 25 000,- €
- bei gemeinschädlicher Sachbeschädigung, Diebstahl, Un-
terschlagung, Hehlerei nach Strafgesetzbuch: Geld- oder
Freiheitsstrafe
- Einzug benutzter Geräte (Metalldetektoren, Grabungswerk-
zeuge usw.)
- Beschlagnahme der Funde
- möglicher Regress bei Grabungsschäden
- zivilrechtliche Ansprüche des Eigentümers, aus dessen Grund
und Boden der Fund entnommen wurde
Ich kann mir vorstellen, dass aufgrund dieser Restriktionen in Deutschland weit mehr Fundsachen in dunklen Kellern verschwinden, als z.B. bei den Briten (vielleicht auch 5kg Goldschmuck oder eine Bronzeplatte mit astronomischen Symbolen? )
Gruß Higgins
P.S: Der erste Fund des Kollegen überhaupt war übrigens eine 80mm Granate aus dem 2.WK. Sowas sorgt auch für Herzklopfen...nur anders