@ Massiv
Ich weiss das Du nicht darüber geschrieben hast, ich kritisiere das ja eben auch weil mir diese Sichtweise bzw. Darstellung zu eingeschränkt erscheint. Es ist ja eben nicht nur Dein Auto das Benzin verbraucht.
@ Peter
Ich habe da, basierend auf meinem vielen Trips ins Ausland, eine etwas andere Meinung. Niemand wird sich hinsetzen und mit irgendwem reden wollen oder können. Es wird auch keinen großen Knall in diesem Sinne geben (ich klammere ein hinwegfegen des derzeitigen Regimes einmal aus, weil ich es nicht sehe). Es wird eher ein langsamen Gleiten sein. Ein Gleiten das große Teile der Bevölkerung in Armut drängt wie man sie bisher nur aus Filmen aus Südamerika oder Osteurope kennt.
Nur mal als ein Beispiel...als der Animationsfilm "Rio" ins Kino kam, war ich gerade auf einer Reise in Russland. Freunde hatten mich eingeladen ins Kino zu gehen. Was macht man wenn man kein perfektes Russisch kann? Richtig, man nimmt leichte Kost..also waren wir in Rio. Nach dem Film waren wir Essen, sprachen über dies und das und ich wollte anmerken das ich die romatisierende Darstellung von Leben in Favelas in den Armutsgebieten Rios doch ein wenig..merkwürdig fand.... als mir auf einmal klar wurde...meine Gesprächspartner würden mich einfach nicht verstehen. Im Grunde sah deren Lebenssitzuation ja nicht anders aus, wenn man mal von den Palmen und der Sonne absieht.... Sie hätten im Leben nicht verstanden wovon ich rede, denn die sahen nur normalen Alltag. Einmal mehr hab ich an der Stelle verstanden, wie dankbar ich eigentlich sein kann, dass wir (besser unsere Ahnen) uns diesen Lebensstandart erarbeitet haben.
Zweimal kaputtgeschlagen und auf die Füße gekommen. Der 30jährige Krieg und der 100jährige Krieg... und trotzdem immer noch auf den Füßen. Mich ekelt eher die Verachtung an, mit der hier mit diesem erarbeiteten Wohlstand umgegangen wird. Die Selbstverständlichkeit mit der man Einschnitte immer für die Anderen fordert und doch vorerst nicht in der Bringschuld steht, belegen zu müssen das man selbst ebenso bereit ist in Armut zu leben. Wenn hier Forumsschreiber darüber auslassen wie widerlich sie diesen unseren Wohlstand finden und das es ruhig mehr kosten kann...dann erinnert mich das an mich selbst, als ich Russen über die romantisierende Darstellung in Favelas aufklären wollte. Mit dem Unterschied das es den meisten daran mangelt das auch mal zu erkennen.
Die Zukunft wird wohl so sein, dass das einzige was Menschen noch interessiert, schlicht und ergreifend genug zu Essen für jeden Tag sein wird..anders ausgedrückt..zu überleben. Fahr mal in die Ukraine, nach Russland oder Bulgarien. Rede mal dort mit denen die sich dort als normal betrachten. Wenn 40 oder gar 60% Deines generierten Einkommens für Lebensmittel draufgehen, fragst Du nicht nach gesellschaftlichen Debatten. Wie man sich solche Zustände herbeiwünschen, erflehen und betteln kann will ich nicht verstehen.
Klimaschutz und Nachhaltigkeit und all der andere ideologische Bockmist sind nichts weiter als sprachliche Waffen, mit denen breite Teile der Bevölkerung auf die beginnende Armut eingestimmt werden. Bei Hitler wars halt der Suppensonntag. Man will genau das plötzliche Erwachen durch schockhafte Armut vermeiden. Sanft und delierend sollen die Menschen mit wohlfeilen Worten darauf vorbereitet werden . Bildlich wie ein Kind das man im Schlaf erstickt und zur Beruhigung ein Liedchen singt.
Fällt denn noch jemanden auf, dass der Lebensstandart seit den 80zigern und über die 90ziger stetig nur eine Richtung kennt? Wirtschaftlich gesprochen ist unser Wohlstand seit den 80zigern in einem Megabärenmarkt und fällt und fällt...es ist doch eher das Gegenteil der Fall. Man jubelt geradezu und feiert Primitivtechnik als den Stein der Waisen....Primitivtechnik die dazu führt das Strom beispielsweise in Zukunft rationiert sein wird. Energiepreise die breite Massen in die Armut stürzen und halten werden. Wenn Fortschritt mittlerweile als Wachstumsideologie gleichgesetzt wird und propganistisch als Krebsgeschwür gehandelt wird. Dann kannn eine Gesellschaft unter diesen Bedingungen nur mehr zum Stillstand kommen oder eben den Rückwärtsgang einlegen. Das tröstliche daran ist nur, dass all die vermeintlich gebildeten demokratischen Verfechter der vermeintlich besseren Zukunft sich nicht im geringsten von den Verblendeten unterscheiden, die in den diversen -ismen ihre Arme zum Gruß oder zur Faust hochrissen.