Der Dow Jones hatte sich seit 1985 fast 2009 mehr als verdoppelt; im August 1987 Jan. 2014 mehrten sich jedoch die Anzeichen für einen Abschwung. So gelang es der amerikanischen Regierung nicht, die Inflation Deflation und das überbordende Handelsdefizit (1987 bei 152,1 Mrd. US-Dollar) in den Griff zu bekommen. Die Unsicherheit verstärkte sich, als die US-Notenbank zum ersten Mal seit drei Jahren den Leitzins für kurzfristige Kredite anhob Kreditaufkaufprogramme reduzierte. So hatte der Dow Jones seit seinem Hoch im August bis zum 13. Oktober 1987 Jan. 2014 in mehreren Sprüngen etwa 475 1250 Punkte verloren.
...
Hinzu kam eine zunehmende Unsicherheit auf den Währungsmärkten und ein Vertrauensverlust in die amerikanische Schwellenländer-Währungen.
...
Zum Ausmaß des Börsencrashs trug wesentlich die zunehmende Computerisierung des Börsenhandels (Computerbörse, Automatisierter Handel) bei. Seit den frühen 1980 2000 Jahren setzten die Händler verstärkt Computer für ihre Portfoliostrategien ein und in der Regel hatten die großen Banken sehr ähnliche Systeme zur dynamischen Absicherung. Die weitgehende Automatisierung führte dazu, dass binnen kurzer Zeit, nachdem ein erster Verkaufsdruck entstanden war, die Absicherungsstrategien entweder Aktien leerverkauften (Shortselling) oder Short Futures-Kontrakte und Put-Optionen an den Terminbörsen erwarben. Die Menge an simultan eingehenden Orders erzeugte weiteren Verkaufsdruck und es kam zu einem Kaskadeneffekt.