Beiträge von Deflationator

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    Er begann in großem Stil Informationen über den amerikanischen Immobilienmarkt zusammenzutragen und kaufte Daten ein für rund zwei Millionen Dollar. Zunächst wollte er es nicht glauben, als er dabei entdeckte, "dass viele Banken so tief in risikoreichen Anlagen verstrickt sind, dass auch nur ein kleiner Rückgang ihres Wertes das Kapital auslöschen würde", so sagte er später. Paulson beschloss, gegen den Immobilienmarkt zu wetten. Er spekulierte darauf, dass es eine riesige Finanzkrise geben würde, so groß, dass sogar Wall-Street-Größen dabei untergehen würden. Doch es dauerte lange, bis die Wette zustande kam. Nur wenige Investoren, gaben ihm Geld. Und kaum jemand wollte die Wette organisieren. Niemand wollte glauben, dass die Banken ihre Risiken selbst nicht richtig einschätzten. Schließlich aber fand Paulson vor allem zwei Banken: Goldman Sachs - und die Deutsche Bank.
    Beide Institute konstruierten, teilweise nach Absprache mit Paulson, Wertpapiere, die verbunden waren mit faulen Hypotheken. Sie verkauften sie an Investoren weiter, die an deren stabilen Wert glaubten. Paulson auf der anderen Seite wettete gegen den Zusammenbruch genau dieser CDOs. Am Ende hatte Paulson seine große Wette laufen, ein hochkomplexes Geschäft mit Dutzenden von Finanzinstrumenten, die ihn schließlich auf einen Schlag zum erfolgreichsten Spekulanten der Finanzkrise machte.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,761089,00.html#ref=rss

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    Für so unwahrscheinlich halte ich eine deutlich anziehende Inflation bis hin zur Hyperinfaltion nicht. So falsch liegt da der Eichelburg nicht.

    Oh ja, sehr inflationär... siehe M3 - da tut sich nix mit "Hyperinflation"
    Es gibt keine Hyperinfla-Trigger



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    ich dachte da eher an die namenlose Masse als unberechenbare Variable.

    Oh ja, diese sind aber oft sehr irrational.
    D.h. oft kann man von Gegenteil ausgehen



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    Waldi Eichelburg ist da zu tief im Geschäft, um mit systemfunkindoktrinierten Rentnern verglichen zu werden.

    Er ist ein Panikmacher

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    Mir ist heute beim Verein unvermittelt und unabgängig von zwei älteren
    Herrschaften mitgeteilt worden, das wir in eine Hyperinflation
    schlittern. Und diese Herren haben keinen Netzanschluß. Nur gesundes
    Bauchgefühl.

    Kontra-Indikator!
    Eichelburger hat so ein Gefühl seit Jahren...


    Die meisten kennen nicht mal die "Trigger",
    wie man eine Hyperinflaion erkennen könnte...

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    Ja, das Problem lässt sich sicher nicht durch hemmungslose Flutung der
    Kapitalmärkte in den Griff bekommen - Überschuldungsprobleme lassen sich
    nunmal nicht durch "noch mehr Schulden" lösen. Aber wenn der Geldhahn
    jetzt zugedreht wird, könnte hier bald eine Party losgehen, die ich
    lieber auslassen möchte... :S

    Ja, Schuldenkrise lässt sich nicht mit noch mehr Schulden lösen

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    Warum haben die Chinesen, die vorübergehend mal Exportweltmeister waren, mehr Devisenreserven wie die BRD die über 10 oder gar 20 Jahre Exportweltmeister waren?
    Weil wir das Geld aus den deutschen Exportüberschüssen jedem Hinz und Kunz hinterher geworfen haben!

    wobei ich mir sicher bin, dass die Chinesen die Katze im Sack haben...

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    Insofern hat ein reduziertes Assetangebot ("virtuelle Werte gehen flöten" hattest Du geschrieben) mit klassischer Deflation genau so viel zu tun, wie Deine Vorstellung von dem Begriff der klassischen Deflation mit der Wirklichkeit. ;)

    Vereinfacht für Anfänger:


    Du kaufst GR-Staatsanleihe.
    Nun sagt GR: Pech für euch Jungs, wir zahlen nix mehr zurück.
    Nach deiner "Märchen-Theorie" entsteht so Inflation.


    Tatsächlich entsteht Deflationswirkung, weil du all deine Kohle als 100% Verlust abschreiben kannst.


    Das mit GR-Anleihe war nur ein Beispiel - aber auf breiter Front über alle aufgeblasenen Assets wäre das Deflation.


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    1. Es ist eine riesige umlaufende Geldmenge vorhanden, die sich bislang noch vorwiegend auf den Assetmärkten austobt

    Mit anderen Worten HATTEN wir die Inflation ZUVOR schon gehabt
    Eine Deflation tritt immer ein, wenn die virtuellen Werte surreales Niveau erreichen.

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    Kann es sein, dass Du nicht verstehst, dass die Schulden nicht gedeckt sind und ihrem Volumen so groß, dass sie gar nicht rückzahlbar sind? - Selbst bei gutwilligsten Schuldnern.

    folgerichtig fällt also das Kartenhaus irgendwann zusammen - und alle virtuellen Werte gehen flöten -> klassische Deflation
    bei jeder Deflation verschwinden virtuelle Werte. Auch Schulden pulversieren sich.


    CASH representiert SCHULDEN. Weniger Schulden = Weniger Geld, aber nicht weniger Cash.
    Gehen virtuelle Werte verloren, wird Geld+Schulden aufwerten, da Geld wie jede Ware auch Angebot+Nachfrage+Manipulation unterliegt.


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    Bleiben also nur zwei "Lösungen".


    1. Schuldenschnitt ("Default")
    2. "Weginflationieren" der Schulden.

    #1 entfällt: das ist kontrollierte Deflation, die nie kommen wird... warum soll man das machen, wenn man auch einfach Deflation zulassen könnte...


    #2 kommt - erst NACH der Deflation, weil dann alles um die Ohren fliegen wird...


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    Beides wird den herkömmlichen Währungen (Fiatgeld) ihr Fundament entziehen: Das Vertrauen in ihre Werthaltigkeit.

    warum nicht erst alle durch Deflation ins Fiat locken ? :hae:
    Wird genug Dumme geben... die z.B. Aktien oder EM verkaufen werden.

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    Genau hier liegt der Hase erschossen im Pfeffer begraben! Den
    Notenbanken (FED, EZB und anderen) bleibt überhaupt keine andere Wahl,
    als ihre Bilanzen immer weiter mit verfaulendem Papier zu verlängern.
    Tun sie das nicht, kollabieren die Wirtschaftsräume noch wesentlich
    schneller, als sie das ohnehin bereits tun. QE"X" und ähnliche Maßnahmen
    sind somit weiterhin sicher und alternativlos. 8o

    ich glaub du verstehst das nicht...
    stell dir vor: alle die konnten oder wollten haben massiv Schulden aufgenommen.
    das geht bis zum erbrechen... bis der punkt kommt, wo nix mehr geht.
    d.h. ab dann fangen die leute an nicht mehr schulden aufzunehmen,
    sondern umgekehrt, lieber schulden abbezahlen.


    liquidität hilft da nix... man kann in liquidität ersaufen - aber es will keiner mehr...


    stop: es hat was gebracht: noch mehr spekulation und noch mehr instabilität.


    Gut gemacht!

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    Also ich denke mal, wenn Griechenland aus dem Euro geht, wird der Markt
    merken, dass das für den Wert des Euro besser ist, und der Euro wird
    wieder steigen!

    hängt davon ab, ob GR-Schulden noch bestehen bleiben...
    Macht GR einen echten Bankrott, dann wirkt das deflationär.
    Weil einfach alle GR-Anleihen wertlos werden.
    Timing ist dafür gut - aber glaube nicht so dran.




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    Bereitet es Dir eigentlich Freude stets unsachlich gegen EM zu bashen? Gönn Dir mal ne Ruhepause - keine 30 Jahre, ein paar Jahre sollten reichen. :)

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold [smilie_happy]
    also rede ich... über Silber