Zitat
Original von Eldorado
(...)
Ich glaube ihr uebertreibt hier ein wenig, meinst der Szabo oder David Bond ist ein Depp. Bond sagte in erster linie physisch und wenn nicht die ETF's.
Wer der Analysten warnt davor, Bill Murphy wer sonst noch ?
Bei Euch ist gleich ein ETF ein Beschiss und rotes Tuch.
Ist ja in Ordnung bei ein paar kilo Silber lieber zu Hause aber ich habe leider keinen Platz fuer mein Silber.
Daher bleibt mir eben nichts anders uebrig, wenn es heiss kommen sollte dann muss ich die Kurve vorher kratzen.
Wenn nicht dann hatte ich eben Pech, aus fertig, Amen.
Bei 143 $ ist eh die haelfte weg damit ich auf 5% physisch Silber kommen.
Jetzt wisst ihr warum mir physisch Gold lieber ist, das ist schon im Schliessfach. 
Ich habe bestimmt keine Lust in der Krise mit einen barren silber rumzulaufen und schaun ob ich einen finde der mir Kartoffel gibt. 
Alles anzeigen
Hallo Eldo!
Ich kann schon verstehen, dass es schwierig ist in grosse Posten Silber zu gehen, ohne "Schwertransporterführerschein". 
Aber, spätestens seit Mai 2007 gibt es doch mehrere Silver ETFs, da kann man das Totalverlustrisiko streuen.
Und dann sind da noch Luckys Vorschläge, die ich allerdings nicht einschätzen kann.
Zur Kritik an den Finanzvehikeln:
Eines hatte ich etwas unscharf gesagt, meist bezog sich die Kritik der Analysten (u.a. wie die Kritiken von Turk, Butler und ein zwei anderen) auf die Frage, wie und ob die ETFs mit physischem Silber tatsächlich hinterlegt sind.
Beim Silver ETF von Barclays scheint das, z.B., nur teilweise zuzutreffen, wobei auch hier unscharfe und ausdeutbare Gummibegriffe und Gummiformulierungen an den entscheidenden Stellen in den AGBs vorkommen, - ich gebe unten die Links auf die entsprechenden Threads.
Bei anderen ETFs und ETF ähnlichen Konstruktionen gab es meines Wissens nur eine sehr genaue und herausragende Analyse, die auch endlich einmal den juristischen Ausfallklauseln auf den Grund geht.
Das ist der Text von Martin Siegel, den ich auch hier im Forum wiederholt gepostet hatte. (Link poste ich auch unten nochmal.)
Diese von Siegel analysierten Klauseln, die im Falle eines "schwarzen Schwanes unter den weissen Schwänen" greifen würden (um es frei nach Karl Popper zu sagen), sind von den US Analysten meines Wissens nach so gründlich und anschaulich bisher nicht betrachtet worden.
Anscheinend hat man zu wenig "radikal" gedacht, in dem Sinne, sich auch einmal Gedanken zu machen, was juristisch noch greifen würde, wenn tatsächlich der Finanz-GAU eintreten würde ... .
Momentan scheint einem eine solche Sicht plötzich weniger abwegig.
Martin Siegel hat so immer schon gedacht (frag Lupo).
Anders gesagt: Martin Siegel hat eine Analyse zwar zu einem anderen aber nicht ganz unähnlichen Finanzvehikel zu Edelmetallen geschrieben, die die typische angloamerikanische juristisch abgesicherte Verarschungsmaschine im Fall eines Falles herzerfrischend an die Wand malt.
Übrigens, Eldo: David Bond ist natürlich kein Freund der ETFs! - So richtig gar nicht! 
Ich kann gerne aus einer seiner - leider - raren Emails an mich zitieren:
Zitat
"16.04.07 20:28:09 Uhr
Hello (...),
Beware the ETFs. They are only paper.
Cheers. I am in Switzerland at the moment, going to the Denver Gold Forum in Zurich tomorrow. See you there?
How goes it?
d "
Und hier der oben erwähnte Link auf die zwei Threads in denen wir den Silver ETF von Barclay und die neuen Silver ETFs, u.a. den der Schweizer Kantonalbank nach allen unseren Möglichkeiten zerlegt haben, es waren mindestens 8 Leute dabei beteiligt, die sich viel Zeit genommen haben für die Analysen und Recherchen (sicher mehr Zeit, als sich mancher Investor dafür nimmt).
"Pauli" und "linar" sind z.B. zwei von ihnen.
Link zum Barclays Silver ETF Thread 2006:
http://www.goldseitenforum.de/thread.php?threadid=1239
Link zum Thead zu den neuen Silver ETFs:
http://www.goldseitenforum.de/thread.php?threadid=5659
Link zu Martin Siegels scharfer Analyse:
http://www.goldseiten.de/conte…/artikel.php?storyid=4415
Mein Fazit: Meist hatte ich - bis auf Siegels Analyse vom 07.05.2007 - den Eindruck, dass wir das mit den Analysen & Recherchen hier im Forum besser konnten, als Turk, Butler, etc ... .
Wir konnten im Forum gemeinsam zwar die juristischen Falltüren nicht immer alle wasserdicht ausmachen, aber manche Aufälligkeiten haben wir schon gefunden.
Und es entstand eben zunehmend ein Bild, in dem es plausibel erschien, dass in schweren Krisen die Anleger solcher Produkte in die Röhre schauen, - egal wo die Barren nun liegen.
Das Entscheidende ist vermutlich nämlich im Ernstfall (wie Siegel für seinen Spezialfall sehr schön darlegt) die juristisch durchsetzbare Eigentumsfrage.
Gruss,
gutso