Hi Leute !
[Blockierte Grafik: http://www.telegraph.co.uk/mon…cs/2007/09/15/ixymtop.jpg]
Ich habe gestern eine - wie ich finde - unglaubliche Entdeckung gemacht!
Es gibt wirklich noch hochdotierte Profs, die sich schnippisch - wenn nicht gar zickig - und immer auch ein wenig spöttisch äussern, über die aktuellen Sorgen bezüglich des Weltfinanzsystems!
Wenn ihr also wirklich glaubt, Steinbrück sei arrogant gewesen, gestern - dann zieht Euch in Ruhe mal diesen Schrott da rein. 
Kurz was dazu, habs auch gestern Nacht erst gefunden:
Im Handelsblatt Weblog schreibt also Harald Uhlig, ein an der Humboldt Uni Berlin lehrender Professor, Spezialgebiete Makro-Ökonomie, Ökonometrie, etc. blabla ...
Ausserdem schrieb er 1993 was zu "Portfolio insurance and asset prices," J. of Finance, joint with G. Donaldson.
Somit sollte er also eigentlich "theoretisch" einiges drauf haben.
"Portfolio insurance" ist für mich zwar in letzter Instanz Gold und Silber, aber er meint vermutlich was anderes damit, irgendeine wertlose Kopfgeburt halt ... . 
Hier ein Link zu Hintergründen zu seiner Person:
http://www.wiwi.hu-berlin.de/wpol/html/uhlig/uhlig.html
Theoretisch, wie gesagt, sollte er was drauf haben.
Praktisch macht er sich nun aber im WWW zum Affen.
Wirklich so schlimm? Na, ich finde schon, - hier jedenfalls der entscheidende Link in seine Handelsblatt Weblog-Übersicht:
http://oekonomie.blogg.de/index.php
Los geht das Ganze mit einem Artikel vom 30.08.2007 hab ich gesehen, das hat mich alles ehrlich geschockt, als ich es - eher zufällig, weil ich Weblogs sonst nie lese - gestern Abend noch gefunden habe!
Heute morgen habe ich dann gleich nachgesehen - - es war alles noch da, der Mann ist echt!

Mein Fazit aus dem ganzen Uni-Salat:
Professor Dr. Harald Uhlig reduziert alle aktuellen Probleme allen Ernstes auf ein blosses und "überschaubares" Immobilienkreditproblem!
- Hallo? - Hallohallo?? ...
Naja. Hier jedenfalls der direkte Link auf diesen ersten Artikel zum Thema.
Und ein entscheidendes Zitat (habs mir gleich alles runtergespeichert, denn auch diesen "Fachmann" auf hohem Ross wird man wie gesagt in ein paar Monaten sicher anders reden hören):
Zitat
Ist das alles erst die Spitze des Eisbergs? Ist das der Beginn einer globalen Welt-Finanzkrise?
Die Antwort gibt es in ein paar Tagen, es ist spät geworden heute. Nur so viel (und zur Beruhigung): nein, das ist es nicht…
http://oekonomie.blogg.de/eintrag.php?id=17
Weitere Links Zitat aus seinen nachfolgenden Texten - zuletzt schreibt er leider in verschwurbeltem Fachenglisch, - vermutlich auch, um sich rarer & "mostly untouchable" zu machen, schade.
=)).
Zitat
Ist das die Welt-Finanzkrise?
Es tut mir leid, dass ich das Licht anmachen, und Sie bei diesem schönen Gruselfilm stören muss. Dabei war das doch alles richtig schön dramatisch, oder? Und sicher, die Dinge sind derzeit etwas holprig. Die Liquiditätsengpässe sind real. Die Zentralbanken müssen sehr aufpassen, sonst kann es tatsächlich gefährlich werden. Und auch die Subprime-Krise ist real: da werden wohl einige überschuldete Hauseigentümer nicht zurückzahlen. Und sicher: aus der Sicht manch eines Bank-Managers sind wir mitten in einer globalen Krise, denn viele Banken weltweit werden derzeit in den Sog einer Vertrauenskrise hineingezogen. Etliche Banken machen dicht – oder machen es schon (IKB, Sachsen LB, …) und etliche Bank- und Fonds-Manager verlieren ihren Jobs.
Aber aus etwas mehr Distanz erkennt man, dass diese Krise vorbeiziehen wird. Das Glas ist nicht fast leer, es ist drei-Viertel voll.
http://oekonomie.blogg.de/eintrag.php?id=18
Macht Euch das mal bitte bewusst!
Das hat wirklich alles ein deutscher Wirtschafts Prof, der möglicherweise sogar in die USA gehen will (stand irgendwo was dazu, im Web, zu seiner Person), dieser Tage geschrieben, und kein trotziger, kleiner Junge ... . 
Und weiter gehts, der nächste Teil dieses Irrsinns, hier spricht er achtungsvoll von "Finanzinnovationen" anstatt von Zockerei und von "Abkühlung" anstatt von "Krise":
Zitat
Aber grundsätzlich sind die Finanzinnovationen nicht mehr wegzudenken. Sie sind da, sie werden bleiben, sie sind vernünftig. Warum sollte man auch die Erfindung des Rades wieder rückgängig machen? So etwas machen nur regulierungswütige Regierungen (das ist jetzt die größte Gefahr!).
Also: junge Familien ohne viel Eigenkapital werden in den USA auch weiterhin ihr eigenes Häuschen kaufen können – nicht so viele wie bisher, aber immer noch deutlich mehr als in Deutschland. Deutsche Familien werden sie darum beneiden dürfen! Diese Risiken werden weiterhin auf den Märkten weiter verkauft – sicherlich mit genauerem „Hinsehen“ als bisher. Und damit platzt keine „Blase“ auf dem Hausmarkt in den USA. Sondern er geht in die ganz normale Phase langsameren Wachstums über, nach einer Zwischenphase leichter Preisrückgänge und Stagnation. Und das wiederum stabilisiert mittelfristig den derzeit sehr nervösen Markt für die Wertpapiere, die diese Hypotheken verbrieft haben. Abkühlung und nicht Krise ist das angemessene Wort.
http://oekonomie.blogg.de/eintrag.php?id=19
Ab hier gehts dann in Englisch weiter - warum auch immer.
Verwendet werden verkopfte Darstellungen, die wohl frisch vom Reissbrett an der Uni stammen.
Ob aber das alleine seine vorangegangenen Aussagen wirklich fundierter erscheinen lässt? 
Na, ich weiss nicht, das Gruseln ob dieser etwas dubiosen Professoren Gestalt mag bei mir so gar nicht recht weichen ... .
Zitat
If the asset tanked, it is because the market tanked. You knew that beforehand! And, ex post, there is nothing you could have done about it, after you chose your very personal exposure to market risk.
There is one asset though – remarkably – that seems to have a positive alpha. I will tell you about it next time. I give you a hint: it is a root of the current crisis…
http://oekonomie.blogg.de/eintrag.php?id=20
Er glaubt sich also selbst nicht ganz: oben schreibt er noch, das Ganze sei nur eine Abkühlung und gerade keine Krise - jetzt beendet er seinen nächsten Kommentar mit dem Wort "crisis".
Bizarre Type ...
Ich wundere mich auch, dass da bisher keiner mal einen wirklich scharfen Sach-Kommentar dazu geschrieben hat - evtl. schon, dann hat mans ja auch hinterher vielleicht bloss wieder rausgelöscht, - ich denke, ich kann mir eh vorstellen, wie solche "offiziellen Weblogs" funktionieren.

Ich selber werde dort nichts schreiben, - aus einem einfachen Grund: sowas sollte schon jemand machen, der ihm in Punkto Hintergründe zum Bankensystem & den dortigen Verflechtungen auch ein wenig besser das Wasser reichen kann!
Und mit Bankenheinis hab ich mich ausserdem hier im Goldseitenforum zuletzt schon ausreichend geprügelt, nun dürfen gern mal andere ran. ![Freude :]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/pleased.gif)
Mir langt es schon das alles ein wenig zu verfolgen, früher oder später wird es ihn wohl leider sowieso in der Luft zerfetzen.

Vielleicht ist das der Grund, weshalb das so wenige kommentieren - man lehnt sich zurück und sagt sich - lass mal machen, der schafft das schon selber ganz gut, seinen Ruf an die Wand zu fahren. ... 
Grüsse,
gutso
PPS: Hier übrigens die Meinung noch eines hochdotierten Professors, diesmal von 1929, Professor Dr. Irving Fisher, zur Aussicht an den Aktienmärkten ein paar Tage vor dem Oktober-Crash:
Zitat
Well known, trusted Yale University economist, Irving Fisher stated on the 21st, “[the market was only] shaking out of the lunatic fringe” and went on to explain why he felt the prices still have not caught up with their real value and should go much higher. On Wednesday the 23rd, he announced in a banker’s meeting “security values in most instances were not inflated.” Fisher also announced “The nation is marching along a permanently high plateau of prosperity.” Before Black Thursday, Monday and Tuesday, Fisher was considered an investment prophet. Though he was recognized for his contributions to technical economic theory, monetary theory and index numbers in later years, these three Black days crippled Irving Fisher's reputation.
http://mutualfunds.about.com/c…tcrash/a/black_monday.htm