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Wie jeder Indikator hat aber auch das HGR Einschränkungen und seit dem ich angefangen habe, diesen Indikator zu verfolgen, bin ich mir dessen bewusst. Ich habe auch in meinen bisherigen Beiträgen über das HGR immer erwähnt, dass man das HGR nicht als primäres Tradingsignal sehen soll, sondern eher als eine weitere Absicherung. Dennoch gibt es Investoren und Spekulanten, die das HGR als primäres Tradingsignal nutzen und dabei ist es äußerst wichtig, dass sie die Grenzen des HGR kennen.
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Eines der Probleme bei fast allen Indikator ist, dass einige Trader glauben, mit dieser Berechnung exakte Vorhersagen machen zu können. Diese Annahme ist aber an sich nicht immer haltbar.
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Man kann sagen, dass die Entwicklung des HGR über den Zeitraum des letzten HUI-Anstiegs sehr interessant zu beobachten war. Die HGR-Kauf- und Verkaufssignale bis Mitte 2005 waren, wenn man das HGR-Tradingsystem benutzte, sehr hilfreiche Signale und verhalfen zu einem sehr guten Timing. Auch wenn sie nicht die exakten Hochs und Tiefs anzeigten, markierten sie sehr gut die bedeutenden Anstiege und Korrekturen. Zusammengefasst war ein HGR-Signal ein guter Indikator, da die Signale höchstens ein paar Mal jährlich auftraten.
Seit Mitte 2005 wurden die Signale des HGR ungenauer.
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Warum verändert sich die Frequenz der Kauf und Verkaufssignale? Ich bin mir nicht sicher, aber meiner Meinung nach gibt es dafür ein paar plausible Argumente. Technische Tradingsysteme haben oft eine gewisse Lebensdauer, sodass es natürlich ist, über einen gewissen Zeitraum gut zu funktionieren und dann allmählich an Effektivität zu verlieren. Das kann passieren, wenn mehr und mehr Trader über dieses System Bescheid wissen, damit arbeiten und dadurch sein Vorteil verringert wird. Dies kann aber auch durch sich verändernde Marktumstände passieren.
Im Sommer 2005, als die Signale des HGR ungenauer wurden, startete die zweite Phase des Gold-Bullenmarktes. In der ersten Phase wurde Gold hauptsächlich von Schwächen des Dollars angetrieben. Deshalb waren auch die Anstiege in dieser Phase eher geordnet und bescheiden. In der zweiten Phase entkoppelte sich das Gold vom Dollar und wurde durch weltweite Investments angetrieben. Diese wirken viel stärker auf Veränderungen des Goldpreises und seine Volatilität, als der Dollar-Bear. Weil Gold auch der primäre Motor für den HUI ist, wird der Hebel der Goldaktien auch durch die Volatilität des Goldes verstärkt.
Daraus könnte man schließen, dass das HGR-System in der relativ ruhigen Phase Eins der Goldhausse besser arbeitet, als in der unruhigeren und unvorhersehbareren Phase Zwei, in der wir uns jetzt befinden.
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Meiner Meinung nach können diese Beobachtungen über das HGR auch in einer weiteren Anwendung sehr nützlich sein. Als Investor und Spekulant muss man sich immer bewusst sein, dass sich Märkte verändern und sich deshalb auch die Effektivität und Nützlichkeit unserer Tradingindikatoren verändert. Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass über einen längeren Zeitraum Tradingsystem immer gleich effektiv arbeiten, ohne dass sie an Marktgegebenheiten angepasst werden müssen. Wir müssen damit rechen, dass sie mit der Zeit unnütz werden und wir deshalb die Augen immer für neue hilfreiche Indikatoren offen halten müssen.