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Plutonium reichert sich weder in der Nahrungskette noch im Körper an. Zudem sendet es überwiegend Alphastrahlen aus, die sich relativ leicht abschirmen lassen – man könnte Pu für eine untergeordnete Gefahr halten. (...)
http://www.zeit.de/2011/15/Plutonium-Fukushima?page=2[/quote]
Das halte ich für fahrlässig: Plutonium wird statt Eisen in alle höheren Lebewesen eingelagert, z.B. im Knochenmark.
Auch stark eisenhaltiges Gemüse dürfte da keine Ausnahme machen.
Solche jahrealten Notizen wie die hier unten hier sollten Journalisten nicht einfach zum Copy Paste Verfahren im Fall eines massiven unnatürlichen Austretens von Plutonium wie in Fukushima verleiten, - denn sie beziehen sich nicht auf Freisetzung von massiven Mengen des Metalls inmitten einer der größten Wirtschaftsnationen der Welt - und zudem ist bei Atomtests ja gerade der "Verbrauch" von Plutonium erwünscht, das heisst nach der Kettenreaktion bleibt relativ wenig übrig - auch das ist in Fukushima grundsätzlich anders, die Vergiftungsgefahr durch Plutonium also viel höher, als bei Atomtests:
http://www.lenntech.de/pse/elemente/pu.htm
ZitatPlutonium gelangt in die Oberflächengewässer durch unbeabsichtigten Ausstoß und die Entsorgung von radioaktivem Müll. Der Boden wird meist durch radioaktiven Niederschlag, wie er nach dem Testen von Nuklearwaffen auftritt, kontaminiert. Im Boden bewegt sich Plutonium langsam Richtung Grundwasser fort.
Pflanzen absorbieren kleine Mengen an Plutonium, doch diese Konzentrationen sind nicht groß genug, um eine Biomagnifikation in der Nahrungskette zu bewirken oder sich in den Körpern von Tieren zu akkumulieren.
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Ja, Pflanzen nehmen Prozentual wohl wenig auf ... aber wenn insgesamt relativ viel in der Umwelt vorhanden ist, sind diese Mengen nominal eben doch gefährlich - über Jahre hinaus.
Sowas hätte die NZZ (Neue Züricher Zeitung) vermutlich nicht geschrieben. Es ist ein weiteres Beispiel für schlechten Journalismus - und sogar in einem wirklich wichtigen Thema ... .
Von der Zeit halte ich sowieso wenig, sind halt gut im Formulieren ... aber inhaltlich seicht wie der Balaton ... .
Gruß,
gutso