Mut machende Zitate von Uli Pfauntsch:
"Sollten die Zinsen nachhaltig ansteigen, wird nicht nur der Bond-Markt
kollabieren. Sämtliche Asset-Preise, die von Null- und Negativzinsen
über die letzten 90 Monate so massiv verzerrt wurden, einschließlich
Unternehmensanleihen, Kommunalanleihen, REITs (Immobilien-Trusts),
Aktien, Kunst, Oldtimer, also sämtliche Geldwerte und
Alternativ-Investments, werden im Einklang mit der Wirtschaft
zusammenbrechen."
"Über die letzten Jahre haben U.S. Unternehmen rund 2,4 Billionen Dollar
für den Rückkauf eigener Aktien ausgegeben. Diese Käufe, zum
Großteilteil auf Pump finanziert, waren der Haupttreiber für den Anstieg
des US-Aktienmarktes. Doch leider machen Aktienrückkäufe ein
Unternehmen weder stärker noch effizienter. Das Verhältnis von Cash zu
Schulden (Debt-to-Cash-Ratio) sinkt seit 2010 von Jahr zu Jahr und
notiert nur noch bei 12 Prozent. Das bedeutet: Die 2.000 im Index-Ratio
enthaltenden U.S. Unternehmen haben nur 0,12 Dollar Cash für jeden
Dollar Schulden.
Die meisten Anleger sind auf einen neuen
Kreditausfall-Zyklus nicht vorbereitet. Sie glauben weiterhin, dass die
Federal Reserve alles im Griff hat und Trump die Vereinigten Staaten
binnen in weniger Jahre "in blühende Landschaften“ verwandeln wird. Ein
fataler Trugschluss."
"Tatsächlich kann die Fed die Zinsen nicht anheben, ohne eine Katastrophe auszulösen. Denn bei einem Anstieg des Zinsniveaus um nur 2 Prozent, erhöhen sich allein die Zinskosten der US-Regierung um jährlich 400 Milliarden Dollar. Jeder weiß, dass die US-Regierung niemals in der Lage ist, einen solchen Schuldendienst zu leisten. Für Notenbanker gibt es nur eine Blaupause: Sobald die Wirtschaft in Schwierigkeiten gerät, wird die Fed exakt das tun, was auch jede andere Zentralbank tut: Das Finanzsystem mit Geld fluten."
Sehr lesenswert für die meisten hier.