Zudem haben die italienischen Banken früher in diesem Jahr bereits
zugegeben haben, dass in ihren Büchern notleidende Kredite in einer
Gesamthöhe von rund 400 Milliarden $ stehen. Das entspricht etwa 18%
ihres gesamten Kreditportfolios - und das war schon so, bevor sich die
wirtschaftlichen Aussichten in Europa infolge des Brexits dramatisch
verschlechtert haben. Angesichts dieser Tatsachen ist es schwer
vorstellbar, dass irgendjemand wirklich glaubt, 44 Milliarden $ würden
einen Unterschied machen, ganz besonders, wenn sie von einer ohnehin
schon insolventen Regierung bereitgestellt werden. Am Ende werden es die
EU-Bürger sein, die mittels der von der EZB angestrebten Inflation
dafür bezahlen müssen.
Doch es wird noch besser. Die gleichen
sinnlosen, bürokratischen Vorschriften, die letztlich zum EU-Austritt
Großbritanniens geführt haben, besagen auch, dass die EZB einen solchen
Plan zuvor absegnen müsste. Deren Satzung untersagt wiederum staatliche
Bankenrettungen. Den idiotischen Regeln der Europäischen Zentralbank
zufolge kann nur sie selbst die italienischen Banken mit frisch
gedruckten Euros retten. Die einzige andere Alternative wäre ein Bail-in
im Rahmen der zu Beginn dieses Jahres offiziell verabschiedeten
Bestimmungen.
Um den direkten Diebstahl der Spareinlagen ihrer
Bürger und ein Szenario wie in Zypern zu vermeiden, lotet die
italienische Regierung daher nun zwei andere Optionen aus, die
gleichermaßen irrsinnig sind. Die erste wäre die Finanzierung des
Bail-outs durch die Ausgabe einer gigantischen Menge an italienischen
Staatsanleihen (die anschließend wahrscheinlich von der EZB
monetarisiert würden). Auf diese Weise könnte Italien versuchen, die
EZB-Bestimmungen zu umgehen, die einen derartigen Wahnsinn bei
"außergewöhnlichen Marktbedingungen" zulassen. Die andere Option wäre
ein "Moratorium" der erwähnten Bail-in-Protokolle. Sie versuchen also
unverhohlen die Regeln zu brechen, die sie selbst beschlossen haben.
Auch
wenn es den Politikern und Zentralbankern gelingt, sich einen wie auch
immer gearteten Aufschub zu verschaffen, versichere ich Ihnen, dass
dieser nur von kurzer Dauer sein wird. Das gilt insbesondere für die
Edelmetallmärkte und das Vertrauen der Menschen in die neuen Pläne zum
Gelddrucken. In den Augen einer immer weiter wachsenden Mehrheit von
Menschen auf der ganzen Erde ist die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken
in diesem Jahr offiziell beerdigt worden, zusammen mit ihrer Fähigkeit,
die "Stabilität" in einer Welt zu garantieren, in der ihre eigenen
destruktiven Maßnahmen außer Kontrolle geraten sind.
Das lässt
sich auch am globalen Run auf echtes Geld, d. h. auf Gold und Silber nur
allzu deutlich ablesen. Die Nachfrage nach den Edelmetallen ist infolge
des Brexits noch einmal sprunghaft angestiegen und wird auch in Zukunft
weiter zunehmen, bis alle zum Verkauf stehenden, oberirdischen Reserven
erschöpft sind. Die Zeit ist gekommen, in der es gilt, die eigenen
Ersparnisse zu schützen. Handeln Sie jetzt, so lange Sie noch können.