Beiträge von Die goldene Bratwurst

    Diesen Verdacht hatte ich am Wochenende auch.
    Aber wenn ich es mir recht überlege, sind die USA das Land, welches vom freien und uneingeschränkten Kapitalverkehr am meisten profitiert.
    Eingriffe wird es gegen deren Willen nicht geben.
    Liquiditätsklemmen in Südeuropa zu organisieren, ist ebenfalls volle Absicht. Man regt die Südeuropäer ganz offen zur Kapitalflucht an.
    Nicht nur, weil der Euro zur anerkannten Reservewährung heranwachsen könnte.
    Es geht darum, Entscheidungen zu beschleunigen, die in Berlin zwar immer lauter dementiert werden.
    Aber bewirkt wird damit das Gegenteil von Vertrauen.
    Das gehört zum Währungskrieg.

    Ob die Banken morgen wieder öffnen? Ich glaube nicht


    Wahrscheinlich nicht.
    Paradox ist ja, daß man die Banken retten muß, indem man ihnen Geld wegnimmt.
    Wenn die so reich sind, daß man sich daran vergreifen kann, wie kann man dann Bankenkrise dazu sagen?
    Wo ist die Krise wirklich?
    Wieviele Einwohner hat Zypern und wie lange könnten sie nach einer Direktauszahlung der Rettungsgelder davon leben?
    Wenn ein zyprischer Politiker vor die Kameras treten würde, um so zu fragen, was würde passieren?

    Bank-Run fällt in Deutschland unter Garantie zunächst aus. Im Gegeteil: Die Südeuropäer werden jetzt massenhaft Geld nach Deutschland transferieren. Alleine die Vorstellung, dass die Griechen ernsthaft versucht haben Gelder aus Griechenland auf Zypern in Sicherheit zu bringen. [smilie_happy]
    Man wird also jetzt Geld nach Deutschland transferieren, denn Sicherheit ist Trumpf. Warum Tagesgeld in Südeuropa zu ein paar mickrigen Prozent anlegen, wenn ein Haircut mal eben 10% ausradiert?
    :


    Auf diese Weise können die nordeuropäischen Banken für einige Zeit den Eigenkapitalanforderungen genügen, ohne selber tätig werden zu müssen.
    Das kommt alles von allein.
    Für die Südeuropäer ist das so eine Art Westgeldkonto, falls sie aus dem Euro rausmüssen.
    Das schafft erstmal Zeit, bis die Banken irgendwann anfangen, ihr Eigenkapital auf andere Grundlagen zu stellen.
    Nicht alle, aber diejenigen, die übrigbleiben wollen.

    Ein Chartbild für den morgigen Tag, habe ich nicht in der Tasche.
    Ich rechne aber mit einem deutlichen Anstieg physischer Abkäufe.
    Im Chart kann man das verbergen, indem man den Handelsverlauf neutral aussehen läßt.
    Indem Zettel mit physisch aufgewogen werden.
    So kann man das noch für einige Zeit durchhalten und man kann sogar Signale nach unten setzen.
    Alles zur Täuschung der Anleger, vor allem aus Südeuropa.
    Damit die nicht dahinterkommen, wie man es richtig machen müßte.
    Es darf also nichts zu sehen sein.
    Oder richtiger, es dürfte nichts zu sehen sein.

    Zypern sollte zur City of London im östlichen Mittelmeer gemacht werden.
    Wie man sieht, ist dieser Traum geplatzt.
    Schadensbegrenzung ist angesagt, um die Märkte zu beruhigen.
    Das heißt, man muß die Ganoven beruhigen.
    Jetzt blickt alles nach Zypern und die Politiker haben ein paar anstrengende Dauersitzungen vor sich und wenn es sein muß, durch die ganze kommende Nacht.
    Das Volk beruhigen oder die Ganoven beruhigen.
    Wie verhalten sich die Briten auf Akrotiri und Dekelia?
    Halten die sich raus, wenn die Banken gestürmt werden?
    Auf Zypern steht die Klärung einiger Grundsatzfragen an.
    Also Anschauungsuntericht in Reinform.
    Rauswinden oder sonstwie mogeln, geht nicht mehr, dazu ist das Thema zu weit rum.
    Jedenfalls hat der Kleinsparer die Krise nicht verursacht.

    @ Argus.
    Wegen der Kapitalflucht fällt mir im Moment leider gerade nichts Gescheites ein.
    Aber ich kann mir vorstellen, daß in meinem Beitrag etwas weiter oben, nicht alle Ländergruppen enthalten sind.

    Der normale Mitteleuropäer würde angesichts der Lage mit einer Verknappung auf breiter Front rechnen.
    Das kann man sogar wirklich so aussehen lassen.
    11. Gebot, laßt Euch nie verblüffen.
    Das ergibt sich aus dem Doppelcharakter der Edelmetalle, Ware und Wert zugleich zu sein.
    Wer die Ware kauft, spült FIAT ins System.
    Gerade jetzt ist das ein Erfordernis der Stunde.
    Die Relation Ware/Wert kann jederzeit tagespolitischen und vor allem finanzpolitischen Sachzwängen untergeordnet werden.

    Wo ist die Falle?
    Wenn die das jetzt richtig schön breit treten?
    Wenn man die Bankkunden in eine Massenpsychose treiben will?
    Ganz offen.
    Seht her, wir nehmen es Euch so nach und nach weg und Ihr müßt Euch das gefallen lassen, wenn Ihr nicht zur Kapitalflucht ansetzt.
    Strategie ist das WAS und Taktik ist das WIE.
    Dieses WE läuft so ganz nebenbei in Berlin die trilaterale Konferenz ab.
    Die haben 3 Abteilungen.
    Nordamerika, Europa, Asien/Pazifik.
    Wenn die ausbrüten, daß Finanzprobleme nirgends mehr untergebracht werden können, dann heißt es gute Nacht.
    Dann gehen die schneller vor, als sich irgendwo Opposition formieren kann.
    Wie kann man denen die Initiative entreißen?

    ...Bei den Langfristzinsen.
    Entscheidend ist, in welchen Ländern und Ländergruppen deflationäre oder inflationäre Tendenzen überwiegen.
    Das wird produktive Staaten von Mitesserstaaten differenzieren.
    Sogenannte Dienstleistungsgesellschaften und Wissensgesellschaften brauchen eine materielle Basis, die sie sich selber unter den Beinen weghauen.
    Siehe S21, BER, Staatsoper Berlin, Elbphilharmonie Hamburg, S-Bahn Berlin und Air-Berlin.

    Arschkarte hin oder her, der Dummmichel wird sein "Geld" weiterhin zur Bank schleppen. Immerhin gibts ja 0,xx % Zinsen.


    Wer zu spät kommt, den bestraft eben der Geldautomat. Und selbst dann wird er es nicht raffen.


    Unterschätze nie die Finanzstrategen.
    Die haben den Überblick.
    Dazu gibt es Banknotenflußprofile, aus denen entnommen werden kann, wieviele Baumwollzettel dem Umlauf entzogen wurden.
    Danach richtet sich die Entscheidung.
    Deshalb kommt die Bargeldabschaffung.
    Es sei denn...

    Wie auch immer.
    Man sollte die Kurzfristcharts und Cots nicht verschmähen.
    Immerhin wecken sie Erwartungen.
    Die, wenn sie sich etwas gefestigt haben, die Stunde der Zettelzocker einläuten können.
    Interessanter sind die 10 Jahres-Charts.
    Aus ihren Sprüngen kann man entnehmen, wann welche Zentralbank aus ökonomischen Gründen vom Verkäufer zum Käufer wurde.
    Nach Ländergruppen geordnet.
    Bei den Banken zusätzlich nach Anlageklassen sortiert.
    Das kann man noch einigermaßen zuordnen.
    Schwieriger wird es bei den Kleinanlegern.
    Die folgen dem Markt je nach Bildungsgrad mit 45-270 Grad Phasenverschiebung, ohne daß man zwischen physisch und Zettelwirtschaft differenzieren kann.
    Entscheidend ist daher das Gesamtbild mit 10 Jahrestaktung.
    Wobei auffällig ist, daß die Zocker ein unermeßliches Vertrauen in die Fiatwährungen haben müssen.
    Sonst hätten sie sich längst alles in physisch auszahlen lassen, um sich danach vom Markt zu verabschieden.

    Wenn eine Währungsreform Sinn machen soll, muß man Guthaben abwerten und Verbindlichkeiten aufwerten.
    Ein Schlüssel kann kann darin bestehen, Bankguthaben im Verhältnis 10 zu 1 umzustellen und alles was nicht auf Konten geparkt ist, im Verhältnis 100 zu 1.
    Die Banken könnten am Tag eins Waagen aufstellen, auf die ihre Kunden die angeschleppten Matratzen legen können.
    Vergütet wird der Altmaterialwert.

    Geht schon ok.
    Nun stellen wir uns mal das auf und ab der relativen Kaufkraftentwicklungen in verschieden gearteten Ökonomien vor. Das sind ganze Kontinente, die auseinanderdriften.
    In den westlichen Ökonomien sinkt die Kaufkraft tendenziell, während sie in den Schwellenländern steigt.
    Die neuen Mächte werden die Preise bestimmen.
    Ich bitte darum, daß solche Divergenzen vorsoglich in die Charts eingebaut werden.

    Die letzte Woche hat keinerlei Gründe für Adrenalinschübe geliefert.
    Weder in der einen, noch in der anderen Richtung.
    Obwohl sowohl Käufer, als auch Verkäufer etwas erwartet haben, was ihren jeweils entgegengesetzten Interessen entgegenkommt.
    Stattdessen winds calm and no rolling seas.
    Das kann Absicht sein, um keinen vorzuführen und bloßzustellen.
    Man muß ja nicht unbedingt einen offenen Krieg um Währungsrohstoffe provozieren.
    Man macht das anders.
    Es genügt völlig, wenn man den Währungskrieg durch defensive Hinhalte- und Zermürbungstaktik nicht verliert, dann hat man gewonnen.
    Es ist ab sofort kein Geheimnis mehr, daß dabei Militär- und Finanzstrategen Hand in Hand arbeiten.

    Ob nach dem Crash eine Kursexplosion zu sehen ist, kann jetzt kaum eingeschätzt werden.
    Wenn die Telekommunikationsnetze eingeschränkt funktionieren und der Hochfrequenzhandel vorsichtshalber ganz ausgesetzt wird.
    Man wird sich wohl überlegen, ob und wo er zu welchen Bedingungen erneut zugelassen wird.
    Ich rechne mit protektionistischen Mustern und Abschottungsmaßnahmen zwischen verschiedenen Ländern und Ländergruppen.
    Dann gibt es zunächst keine weltweit einheitlichen Edelmetallpreise.
    Im Gegenteil, das was jetzt als Vola in Erscheinung tritt, werden die realen Preisunterschiede.
    Dann sieht die politisch/ökonomische Weltkarte anders aus.
    Das bereitet den Eliten der noch Industrieländer Kopfzerbrechen.
    Sie müßten gegen den ganzen Börsenschwindel vorgehen, um das zu verhindern.
    Aber dann würde der Hund die Hand beißen, die ihn füttert.

    In letzter Zeit gab es am frühen Morgen leichte Aufwärtsbewegungen, die man als Korrektur von asiatischer Seite auffassen konnte.


    Derweil gilt in den USA das Gießkannenprinzip bei Kürzungen und Streichungen.
    Wenn das zur Ursache von Glattstellungen bei US-Banken wird, wartet man in Asien ab, was der Markt noch so bringt.
    Man muß ja nicht teurer kaufen, als nötig.
    Das ist die sichtbare Seite des Währungskrieges, den die USA wollten.