Beiträge von Die goldene Bratwurst

    Wenn man libertär ist, muß man ein tiefes Mißtrauen gegen den korrupten Staat hegen.
    Mir fällt aber immer wieder auf, daß es ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist.
    Wie hieß es gleich noch mal?
    "eine Hand wäscht die andere"
    [Blockierte Grafik: http://www.antsta.de/img/sed.jpg]
    Wem gehört denn der Staat, etwa seinen Bürgern?
    So naiv darf man doch nicht sein, oder?
    Den haben längst die Banken occupiert.
    Verbrämt hinter einer pluralistischen Maskerade.
    Die Leute sollen glauben, daß sie was zu sagen hätten, aber moderiert wird der ganze Laden von der Finanzindustrie.
    Um Griechenland in den Euro zu holen, wurde gebogen und geklemmt, daß die Schwarte kracht.
    Man kannte den südeuropäischen Arbeits- und Lebenstil, Siesta und so, besser als die Südeuropäer selber.
    BTW, es könnte ja nichts schaden, sich davon eine Scheibe abzuschneiden, zumindest Dienst nach Vorschrift, wäre ein unmißverständlicher Hinweis darauf, daß man längst in die innerliche Emigration gegangen ist.
    Man wußte beizeiten, wie das ausgehen würde, na und?
    Gerade damit ließ sich prächtig Paste machen.
    Indem man überhaupt nicht daran dachte, die Währungsunion mit einer Wirtschafts- und Sozialunion zu verbinden. Das hätte zu lange gedauert, bis das alles konvergiert, da gäbe es ja nichts mehr an den Differenzen zu verdienen.
    Man verschärft die Unterschiede noch weiter und stellt Popanze auf den Markttplatz, an denen sich das betrogene Volk das juckende Fell abscheuern darf.
    So großzügig ist man noch,mal sehen, wie lange und was dann kommt.
    "Krieg ist Frieden", "Unwissenheit ist Wissen", "Sklaverei ist Freiheit"... hier hat irgendwo jemand ein passendes Bild reingestellt.


    Die kennen keine Skrupel und den Blick lenkt man gekonnt von sich selber ab, damit alles falsch lang guckt.
    Es ist an der Zeit, mein Bild da oben umzubenennen.
    Und tschüß - das wäre die richtige Verabschiedung vom Einheizbrei.
    Jeder da, wo er gerade ist und es wird unübersehbar.
    Di können das alles nur solange, wie sie es mit einer Schafherde zu tun haben.
    Wölfe konnte noch keiner hüten.

    Dann möchte ich mich dafür bedanken, daß Du meinen Vergleich richtig gestellt hast.
    Das ändert die Verhältnisse.
    Wenn ich richtig informiert bin, gehört Hessen zu den Gebern im Länderfinanzausgleich.
    Wenn dieses Land kippt, dann hat das sicher Folgen.
    Weil Mainhattan das wirtschaftliche Standbein ist.
    So etwa, wie die City of London für GB.
    Allerdings frage ich mich, wann Griechenland tatsächlich mit Sachsen-Anhalt gleichgezogen hat, bei der gegenwärtigen Talfahrt kann das nicht allzu lange dauern.
    Wenn das Land den Abbau und die damit einhergehende Radikalisierung nicht mitmachen will, kann der Geldhahn jederzeit zugedreht werden. Man macht das so, daß es gerade noch unter Kontrolle bleibt. Was dort abgeht, erinnert an die letzten Jahre der Weimarer Republik.
    Interessant ist doch, daß sich in allen Krisenländern fremdgesteuerte nationalchauvinistische Gruppen bilden, aber keiner weiß mal wieder, welche Rolle die unabhängige Warburg&CO-Bank dabei spielt und ob die das ganz allein steuern.


    Dann wäre es bestimmt interessant, mal alle Hilfsgeldüberweisungen an Griechenland seit 2009 aufzuaddieren und das Ergebnis durch die Einwohnerzahl zu teilen.
    Dabei käme heraus, wie lange die Griechen damit leben könnten, ohne einer geregelten Arbeit nachgehen zu müssen.
    Ich stichel ja nur ein wenig, weil man im Mainstream so gern von den faulen Griechen spricht.
    Oder es käme heraus, was man mit den Geldern alles hätte aufbauen können.
    Weil, soviel Fetakäse kann ich beim besten Willen nicht essen, damit es denen wirtschaftlich gut geht.
    Also von den Geldströmen kommt bei denen nur ein wohldosiertes Rinnsal an, oder sind es Tropfen auf den heißen Stein?

    Die griechische Wirtschaftsleistung entspricht in etwa der von Sachsen-Anhalt.
    Glaubt hier wirklich jemand, daß ein Bankrott Sachsen-Anhalts die EU ins Wanken bringen könnte?
    Glaubt Ihr wirklich, daß Sachsen-Anhalt nur mit gigantischen Finanzspritzen am Leben gehalten werden könnte?
    Das sind doch alles Bereicherungsprogramme für die Banken von Goldmann Sachs bis Deuba. So geht man gestärkt aus der Krise hervor, die man selber provoziert hat.


    Es kann aber sein, daß Teile der neuen Kredite eine längere Verweildauer haben, also nicht sofort für Zins und Tilgung retour gehen.


    Sonst könnte die libertäre Bewegung "Chrysi Avgi" - (goldene Morgendämmerung) die nächsten Wahlen gewinnen.
    Bei näherer Betrachtung sind die ein Problem. Makedonien war schon immer griechisch, Nordzypern muß wieder griechisch werden und in Kleinasien gibt es seit der Antike offene Grenzfragen.
    Man stelle sich einen Angriff Griechenlands auf ein anderes NATO-Land vor. Wie erklärt man dann den Bündnisfall? Das wäre die Auflösung.
    Wenn dann noch Öl- und Gasvorkommen mitzählen, blicken die mit ihrer aufgewerteten Drachme grinsend auf Resteuropa herab.
    Die müssen um jeden Preis im Euro gehalten werden, sonst kaufen sich andere dort ein.

    Ja, ist schade drum. Habe sie immer gerne gelesen wenn ich mit dem Zug unterwegs war.


    Zeitungssterben.
    Die FTD war der Anfang und derweil überlegen die Mitarbeiter beim Spiegel, Spiegel online, Berliner Zeitung und anderen Qualitätsmedien, ob sie eventuell etwas falsch gemacht haben könnten.


    Sogar das ZDF wird sich ohne Stellenstreichungen nicht in die nächste Runde retten können.


    Das betrifft noch nicht die Feuilleton- und Boulevardredaktionen, weil das eigentlich immer läuft. Da kann man kaum was falsch machen.
    Aber die Wirtschaftsredaktionen scheinen sich selbst überflüssig gemacht zu haben. Immer die selben Durchhalteparolen und Endsiegnachrichten.
    Und das, wo jeder sieht, daß was nicht stimmen kann.
    Redaktionelles Wunschdenken und die für jeden spürbare Realität klaffen mittlerweile unüberbrückbar auseinander.
    Vielleicht war es nicht wirklich Wunschdenken, sondern die berühmt/berüchtigte Selbstzensur.
    Man schreibt, was verlangt wird.
    Sonst wird man mit freundlichen Grüßen von der freiwilligen, ideologischen Feuerwehr entlassen. Ganz ohne Sozialplan und wer wollte das riskieren.


    Hinzu kommt, daß die Leute sehen, daß alles teurer wird.
    Wenn man das kostenneutral abfangen will, wirft man alles raus, was nicht unbedingt zum Überleben gebraucht wird.
    Man hätte den ökonomischen Sachverstand der "Menschen da draußen" nicht unterschätzen dürfen.

    Der Markt ist unruhig und das betrifft fast alles, was gehandelt werden kann.
    Nicht wegen der Maya-Prophezeiungen, nö. das hat ziemlich irdische Ursachen.
    Am 31.12.12 ist fiscal-cliff-day.
    Wenn sich Republikaner und Obama bis dahin nicht einigen, sind die USA pleite.
    Deshalb steht alles mit vollem Schub, aber angezogenen Radbremsen auf hab acht Stellung.
    Es hängt alles davon ab, wer das Startsignal gibt und welche Richtung er einschlägt und ob das ernstgenommen, oder als Täuschungsversuch gewertet wird.
    Die Herde kann in jede Richtung ausbrechen, je nachdem, ob mal wieder Zeit gekauft werden kann, oder ob das Vertrauen in diese Möglichkeit wegbricht.
    Alles bewegt sich, auch wenn es scheinbar stillsteht.

    Das Recht ist der in Gesetzestexten fixierte Wille der Mächtigen.
    Oder anders:
    Das Recht ist das Instrument des Stärkeren, der damit seine Interessen durchsetzt und die Moral ist die Illusion der Schwachen.
    Es kann demnach alles passieren, wenn es opportun erscheint.
    Dagegen hilft auch kein Silberbesitz.
    Wenn, dann wird alles verboten, was unverfälschlichen Währungscharakter trägt.
    Nur das sichert den Fälschern die Macht.
    Wenn es in Europa fertig hat, werden die Produzenten realer Güter fragen, womit die Konsumenten zu bezahlen gedenken.
    Es wird ja Weltregionen geben, in denen alles produziert wird, was das Herz begehrt.
    Und es gibt Regionen, die sich selber die industriellen Standbeine weggehauen haben (Auslagerung in Billiglohnländer).
    Dort sieht man die für die Untergangsfilme typischen Industriebrachen. Man wird es genau wissen wollen, auch, ob die Mitesserregionen noch kreditwürdig sind.
    Rohstoffe, wie Öl, Gas, Uran und andere Energieträger habt Ihr nicht und Maschinenbau können wir inzwischen selber.
    Gäbe es da noch was, würde man Waren und Geld zur Bezahlung gleichzeitig liefern, so wie man es in etwa von den Hermesbürgschaften kennt.
    Also, womit wollt Ihr gleich nochmal bezahlen?
    Das führt zur Zwangsbewirtschaftung, damit der Wohlstand wenigstens für die "Eliten" der Mitesserstaaten eine Zeitlang gehalten werden kann.
    Alles was nicht "Elite" ist, das werden die Jäger und Sammler.


    Was kann man gegen diese Entwicklung ausrichten?
    Und zwar rechtzeitig?

    Man muß näher rangehen.
    Die Inflation kann man nur in planwirtschaftlichen Systemen anordnen/befehlen, wohingegen sie in marktwirtschaftlich verfaßten Systemen durchgesetzt werden muß.
    Man muß Mehrheiten dafür gewinnen, so wie das in einer Demokratie allgemein übliche Norm ist.
    Hier stellen sich die Mittelständler und die Großindustriellen gegen das Finanzkapital.
    Wird ja auch Zeit, oder habt Ihr schon mal Geld beim Arbeiten gesehen?
    In der EU und in den USA wurde jahrzehntelang industielle Fertigung geoutsourced, bis auf die Endmontageeinheiten. Die hat man vorsichtshalber unter eigener Kontrolle halten wollen.
    Aber ohne die Zulieferer, die rund um den Erdball verteilt sind, gibt es keine Endfertigung.
    Die Endfertigung ist zwar am kapitalintensivsten und darauf beruht der Glaube an die Allmacht des Westens und seines Geldes, aber wenn man die Transport- und Logistikketten unterbricht, sind das alles Giganten auf tönernen Füßen.
    An eine Reindustrialisierung des Westens zu denken, ist illusorisch.
    Wer jetzt im Besitz vollständiger Wertschöpfungsketten in technologischer Breite und Tiefe ist, wird die Reanimierung von Konkurrenzwirtschaften nicht unbedingt hinnehmen.
    So wird es sein:
    Im Westen gibt es tendenziell fallende Löhne, Gehälter und Transferleistungen.
    Das führt zu Ramschverkäufen, weit unter den Gestellungspreisen, soweit das Auge reicht.
    Deflation ist das Ergebnis.
    Deshalb werden die Rohstoffpreise zum Krisenindikator.
    Steigende Energierohstoffpreise sind nicht durchsetzbar und warenkundlich nicht erklärbare Preissteigerungen bei Silber, Palladium und Platin gehen ebenfalls nicht.
    Nur Gold ragt heraus.

    Mithras
    Deine Meinung paßt vielleicht zu einem Sammler, aber nicht zu einem Vermögensverwalter.
    Vermögensverwalter sind die Staatsbanken und in deren Hochsicherheitstrakten gibt es weder Münzen noch Schmuck.
    Weil das alles sekundäre Ware ist.
    Primär sind Barren, als Ausgangsrohstoff zur Fertigung von Münzen und Schmuck beliebiger Anreicherung.
    Deshalb ist dieser ganze Talmi mit Absicht so schwer vergleichbar gemacht worden.
    Damit Greenhörner leichter über den Tisch gezogen werden können.
    Nichts geht ohne den Umweg über kostenpflichtige Scheideanstalten.
    Darum bin ich der Meinung, daß Barren die bessere Vermögensabsicherung darstellen.
    Münzen kannst Du in echten Krisenzeiten ohnehin niemandem anbieten, ohne Gefahr zu laufen, auf der Stelle erschlagen zu werden.
    Du kannst Dich damit nirgendwo mit der Behauptung vordrängeln, Du wärest der Einzige, der noch mit echtem Geld bezahle könne.
    Das würde Dich Dein Leben und Dein Vermögen kosten.
    Demnach sind Münzen Sammlerglück, für den Fall, daß es einen Wiederaufstieg nach dem Crash gibt und die noch jemand kennt.
    Barren sind jedoch der Rohstoff an sich, mit dem man alles kaufen kann und seien es Silber oder komplette Wertschöpfungsketten.
    Silber ist nicht so knapp, wie oft behauptet.
    Reine Silberminen gibt es zwar kaum noch, aber in jeder Kupfermine findet man Silber und Gold.
    Und zwar in den Mengenverhältnissen, welche das aktuelle Abbild der Preise sind.
    Deshalb findet man in keinem Staatsbanktresor der Welt Silber oder Kupferbarren.
    Silber und Kupfer spielen in der spekulativen und manipulativen Zettelwirtschaft eine Rolle, weil man weiß, daß einem die Spekulationsgrundlagen nicht so bald ausgehen.
    Aber ob das auch so auf Gold zutrifft,

    Mir sind viele Stücke ans Herz gewachsen und ein Verkauf kommt für mich echt nur im Notfall in Frage. Und ganz ehrlich, wie kann es Lieblings-Aktien geben? 8|


    Die soll es geben.
    Minenaktien.
    Damit teilt man allerdings alle Produktionsrisiken, wie Wassereinbrüche, Grubengasexplosionen, Streiks usw.
    Man wird wohl auch nie ehrlich darüber informiert, wie erschöpft die Mine ist und wie sich die Produktionskosten entwickeln.
    Um die Ergiebigkeit zu steigern und das letzte rauszuholen, muß immer mehr in Förder- und Aufbereitungsanlagen investiert werden, was die Rentabilität verschlechtert.
    Deshalb ergibt sich ja beim Endprodukt so etwas wie ein Durchschnittspreis, als Aufwand in schlechten und gutgehenden Minen.
    Abgesehen von allen Preismanipulationen.

    Im Sozialismus hat jeder jedem etwas vorgegaukelt und so getan, als ob.
    Im Kapitalismus bescheißt jeder jeden.
    Das entspricht dem menschlichen Naturell halt eher, als jede Heuchelei.
    Und so muß man auch die An- Und Verkaufspreise bei den Edelmetallen sehen.
    Wo ein Käufer ist, muß auch ein Verkäufer sein.
    Einer von beiden liegt garantiert falsch.
    Das stand mal als Zitat auf den Goldseiten.
    Und wenn man davon ausgeht, daß die Schreiberlinge auf den Goldseiten allesamt Banker sind, ist es um deren Unabhängigkeit schlecht bestellt.
    Morgens werben sie für Riester- und Rürupsparpläne, mittags reden sie die Euroverschuldungskrise hoch, die sie selbst verursacht haben und abends reden sie die Edelmetalle hoch.
    Da ist ja was dran, denn eigentlich darf keiner mehr in Rente gehen, weil die Banker alle privaten Vorsorgepläne längst verzockt haben.
    Sofern sie auf Papierversprechen beruhen.
    Deshalb sind Edelmetalle etwas teurer, als Papierversprechen.

    Kameraden, Kameräder, Fahrräder und Ersatzteile.
    Es besteht überhaupt kein Grund zur Panik.
    Wenn es richtig wäre, was kolportiert wurde, daß eine aufkommende Supermacht mit Gold gegen Rohstoffe, Maschinenparks in Form von vollständigen Wertschöpfungsketten und Bildungsinitiativen, dies alles zu betreiben, investiert hätte, dann wäre es in der Tat soweit, dem Abendland Tschüss zu sagen.
    Es ist aber noch nicht ganz soweit.
    Die Pferde scharren noch mit den Hufen in den Startlöchern.
    Deshalb das für und gegen.
    Hohe Preise wollen die Verkäufer und niedrige Preise wollen die Aufkäufer., weil keiner was zu verschenken hat.
    Wer am Ende am längeren Hebel sitzt, wird die Geschichte zeigen.
    Das Drückerpotenzial der USA, ist nicht mehr das einzige in der Welt.
    Es wird eine Geschichte der steigenden und fallenden "Pseudowerte".
    Weil es nicht möglich ist, Geld mit Geld zu verdienen.
    Man muß jede Geldmengenausweitung mit konkret erfassbaren Wertsteigerungen aller neu geschaffenen und verfügbaren Waren und Werte, sowie dazu dienlichn Dienstleistungen
    begründen.
    Dann geht es.

    Ist eigentlich egal, oder fast schon zu spät?
    Soweit konnte es nur kommen, weil man 30 Jahre lang den salbungsvollen Reden von den Vorteilen der US-Finanzglobalisierung geglaubt hat.
    Geld könne mit Geld verdient werden, unabhängig davon, ob das alles mit Waren und Werten hinterlegt ist.
    Deshalb schwoll der Finanzsektor auf unbekannte Größenordnungen an und wenn man die Generation Praktikum fragt, wo sie sich unterzubringen gedenkt, antwortet sie im Bankbereich oder im Medienbereich.
    Oder Politikwissenschaften, das wär was.
    Da muß man nämlich keiner werteschaffenen Arbeit nachgehen, wie Bäcker, Fleischer oder andere anstrengende Gewerke, es genügt völlig, wenn man Darstellungskünstler ist.
    Sieht man ja bei DSDS und Bohlen will Deutschland verklagen.
    So pervers ist der Laden geworden.

    Ein echter Zukunftsdialog war ja gar nicht gewollt.
    Das konnte man daran sehen, wie zeitnah Beiträge zum Thema deutsche Souveränität gelöscht wurden.
    In denen ging es um eine unabhängige Standortpolitik, Strukturpolitik, also eine unabhängige Wirtschaftspolitik, mit deren Hilfe es nicht nur stabiles Geld gegeben hätte.
    Es ging um die Schaffung möglichst vollständiger Wertschöpfungsketten, um sich aus dem Würgegriff der US-Globalisten zu befreien, denen jeder echte Wettbewerb ein Graus ist.
    Und den sie notfalls mit Waffengängen unterbinden würden.
    Eine neue ostorientierte Bündnispolitik wurde empfohlen, damit man sich Disziplinlosigkeiten gegenüber der Weltmacht auf tönernen Füßen leisten kann.
    Ein politischer Austritt aus der NATO wurde zwar nicht gefordert, aber ein temporäres Ruhenlassen der militärischen Pflichten sei erwägenswert gewesen.
    Das BGE als steuerfinanziertes Kombieinkommen hätte sich erledigt, denn sowas läßt man nur diskutieren, wenn es kostenneutral ist.
    Das heißt, die Bezieher bezahlen es über erhöhte Mehrwertsteuern selber, wie das bei allen Mogelpackungen der Fall ist.
    Man läßt das nur diskutieren, wenn man mit fallendern Steuereinnahmen rechnet, die diesen Sockelbetrag stetig einschmelzen.
    Und um den Arbeitgebern die Frage zu erlauben, warum sie angesichts der bedingungslosen Grundunterstützung mehr als den Mindestlohn zahlen sollen.
    Sowas paßt nur zu Wirtschaftsformen im Niedergang, kurz vor der Kapitulation.
    Wachstumsorientierte Märkte kommen ohne BGE aus, weil jeder auch ohne diesen Gefälligkeitsunsinn genug verdient.
    Das paßte alles nicht in den Kram der US-hörigen Marionetten und deswegen wurde es gelöscht.
    Zum Glück wohnt das GSF ein paar Etagen tiefer als der "Zukunftsdialog", der lediglich ein Monolog der herrschenden und bislang richtungsweisenden US-Banken und Ratingagenturen ist.
    Das denke ich mal so.

    Gute Frage.
    Für Länder ohne nennenswerte Rohstoffe, wie Erdöl zur Benzin-, Diesel- und Kerosinproduktion, bleibt nur die Möglichkeit, Fertigwaren zu exportieren, um fehlende Rohstoffe ranschaffen zu können.
    Wobei Rohöl zu schade zum Vebrennen ist, daraus kann weit mehr hergestellt werden.
    Dazu muß alles mögliche an Erzen herangeschafft werden und was man sonst noch braucht, um eine moderne Warenfertigung auf die Beine zu stellen.
    Man kann sogar stolz auf Deutschland sein, daß es sich die Mühe macht, Außenhandel zu treiben, anstatt einfach irgendwo einzumarschieren, wie es im Land aller Möglichkeiten usus ist und das sich andauernd und in allen Fragen als Vorbild aufdrängelt.
    Aber Exportweltmeister muß man nicht sein, das ist Verschwendung vom Humankapital bis zu den Ressourcen.
    Wenn man alles für eine rundlaufende Wirtschaft rangeschafft hat, sollte man damit die Binnenwirtschaft hochleben lassen.
    Bringt vielleicht weniger Profite, aber die Stimmung im Volk ist gut und man braucht das Volk nicht als Diktatur der Masse zu verunglimpfen.
    Ernsthafte Verteilungskämpfe gäbe es nicht und man käme mit deutlich weniger Feindbildern über die Runden.
    Aber das ist den Eliten zu langweilig, die tun lieber so, als säßen sie am Computer und spielten ein paar Simulationen durch.
    Daher das weit verbreitete Matrixgefühl.
    Dabei sollte man Experimente an lebenden Völkern endlich mal unter Strafe stellen.

    Stimmt, Deutschland ist in Europa das Handels- und Logistikdrehkreuz.
    Egal wie man es nimmt, zu Lande, auf Wasserwegen oder in der Luft, alles an Warenflüssen geht durch Deutschland.
    Unabhängig davon, welche Komponenten oder Fragmente davon in Deutschland selbst geschaffen wurden.
    Vielleicht gibt es deshalb immer mehr Konsumtempel.
    Aber mit Wertschöpfung hat das immer weniger zu tun.
    Das ist nur noch Abschöpfung des Rahms, solange es noch was abzuschöpfen gibt.
    Die Einkommen wachsen ja nicht mit der Anzahl der Konsumtempel mit, das ausgegebene Geld verteilt sich nur anders.
    Nur mit Handelskapital ist eine Volkswirtschaft kaum überlebensfähig, im Gegenteil, sie hängt von der Gnade der Lieferländer von Waren ab.
    Vielleicht wurde vieles geoutsourced, um Deutschland am Gängelband zu halten, kann sein.
    Weil man aus der Vergangenheit gelernt hat?
    Wo man was produzieren läßt, ist ja nicht nur eine Kostenfrage, es ist eine Vertrauensfrage.
    Es ist wohl auch eine Vertrauensfrage, ob man das deutsche Gold den Deutschen anvertrauen kann.
    Es steht ihnen zu, aber kann man das angesichts des Provinzmiefs riskieren, den manche verbreiten?
    Mit Vaterlandsliebe hat das nichts zu tun, das ist eher grob fahrlässig.
    Das war nun wieder OT, aber vielleicht kann man sich dem Thema gerade deshalb von der besseren Seite aus nähern.
    Kritisch ja, aber nicht rückwärts gewandt, sondern den Blick frei geradeaus.

    Als Exportweltmeister kann man nur bestehen, wenn man seine eigenen Leute beständig unterbezahlt.
    Aber das ist gleichzeitig der Wechsel auf die Zukunft.
    Wie sagte schon Mao?
    Man muß als Revolutionär den passiven Strom der Lemminge lenken.
    China ist eines der wenigen Länder, daß über komplette Wertschöpfungsketten verfügt.
    Von der Schraube bis zum Atom-U-Boot.
    Alles aus einer Hand und an einem Standort gefertigt.
    Man kann bestimmten Ländern einfach den Saft abdrehen, indem man die Logistik- und Handelsketten unterbricht.
    Zu diesen Ländern zählt die Wirtschftsmacht Deutschland.

    Wollte ich zwar nicht, aber Dir zuliebe werde ich auch mal off toppick.
    Die Gesellschafts- und Wirtschaftskritik soll jedermanns Recht und der Alptraum der Mächtigen sein.
    Aber Ihr kritisiert die Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik stets von Rechts.
    Wie wäre es mit etwas mittigerer Kritik?
    Die Alternativen, die Ihr vorschlagt, sind eher was für Masochisten und Sadisten, die kein Geld opfern wollen, um die einschlägigen Clubs zu besuchen.
    Deshalb findet Ihr keine stabilen Mehrheiten.
    Normale Menschen suchen andere Alternativen.
    Und nun die Preisfrage mit Themenbezug:
    Wie würde sich Gold verhalten, wenn es denken könnte?
    Würde es sich zu Euch hingezogen fühlen?