Beiträge von PreciousTiger

    Hallo,


    nur ganz kurz, da ich kaum Zeit habe.
    Werde morgen (hoffentlich) dazu kommen,
    alles ausführlich zu beantworten.


    2 Zitate habe ich dennoch kurz rausgegeriffen


    Nun, der Preis der Immobilie wird bestimmt durch die durchschnittl. Arbeiszeit (d.h. Aufwand) für ihre Erstellung.
    Der Boden kann natürlich nicht produziert werden, sondern ist chronisch knapp.
    Sein Wert richtet sich nach dem durchschnittlich zu erwarteten Ertrag, der erzielt werden könnte,
    falls man auf ihm Mietshäuser errichtete oder landwirtschaftl. Produkte anbaute.
    (Ganz egal, ob man das dann tatsächlich auch tut oder sich lieber eine selbstgenützte Hütte hinstellt,
    die natürlich gar keinen Ertrag bringt.)


    ich meine nur, ohne ganz fundamentale Grundlage ist auch der Bodenpreis nicht und keineswegs
    von einem ankerlosen oder "wolkigem" Angebot/Nachfrage Verhältnis bestimmt.


    Zitat

    @Xray1


    Speziell beim Gold halte ich auch die Förderkosten für nicht sehr relevant. Es ist im Verhältnis zur Fördermenge sehr viel Gold
    überirdisch schon da und wird nicht verbraucht. Damit ist im Wesentlichen tatsächlich nur Angebot/Nachfrage
    des vorhandenen Goldes entscheidend. Wenn der Preis hoch genug ist, gibts immer jemanden, der vorhandenes verkauft,
    wenn der Preis niedrig genug ist, gibts einen, der es kauft. Gründe, warum man ab einem bestimmten Preis bereit ist,
    zu kaufen oder verkaufen, gibts viele. Mehr oder minder unabhängig davon, wie viel auch noch aus dem Boden gebuddelt wird.

    Nein, das sehe ich nicht so: ich gehe bei meiner Argumenataion davon aus, dass wir kein Monopol haben,
    d.h. die Anbieter sich nicht absprechen und so den Preis dadurch nach oben drücken:
    dann wird der Preis immer um die Gestehungskosten (incl. Transport und vermarktung usw.) schwanken.


    Eine sich langsam abzeichnende Knappheit wird dann mit asymptotisch ansteigenden Förderkosten verbunden sein.
    Und nur in diesem Rahmen wird der Goldpreis dann auch im Durchschnitt anziehen.


    Aber gerade beim Gold, das eben nicht "gebraucht" wird, sondern "nur" als Wertaufbewahrung dient,
    werden die Investoren am wenigsetn bereit sein, einen Preis weit über den Gestehungskosten zu bezahlen,
    der nur durch Monopolbildung möglich wäre.


    Warum auch ? Inflationsschutz bieten auch andere Materialen (wie Platin, Palladium u.a., die man eben früher (Antike)
    z.B. noch gar nicht kannte, oder anderes).


    Wie gesagt, morgen mehr


    Grüsse PT

    Zitat

    @Edelman


    Eines sollte wichtiger als die Gestehungskosten sein:
    --- Der Markt mit der Preisbildung; Sprich das Angebots /
    Nachfrageverhältnis, mal von den undurchsichtigen Derivaten abgesehen
    ---


    Ich meine schon, dass die durchschnittl. Gestehungskosten genau den Wert der Metalle ausmachen und
    um diesen inneren Wert sozusagen wird der Preis im langfristigen Mittel schwanken.


    Der Inflationsausgleich wird somit bei einer EM-Anlage (gilt aber genauso natürlich für Platin / Palladium u.a.)
    immer sichergestellt, da dann ja auch die Herstellungskosten entsprechend steigen, wie wir ja in den letzten
    Jahren gut sehen konnten.


    Kommt dann noch eine sich abzeichnende Angebots-Verknappung (Gold-Resourcen reichen nach heutigem Stand bei
    heutiger Fördermenge noch ca. 35 J., bei Silber wohl 20 - 25 J.) hinzu, vergrössert sich
    der Gestehungsaufwand natürlich und der Wert der EM steigt zusätzlich.


    Steigt darüberhinaus die spekulative Nachfrage sprunghaft (die Leute wollen ihr Geld in Sicherheit bringen)
    wird es zu weiteren kurzzeitigen Preisspitzen (aufgrund temporärer verknappung) kommen, die sich
    aber nach einiger Zeit wieder in Richtung des langfristigen Mittels (s.o.) einpendeln werden.


    Was ich meine ist, dass diese recht nüchterne Betrachtung des bisherigen und zu erwartenden
    Gold- u. Silberpreises zwar durchaus optimistisch ist aber keineswegs eine "magische"
    Preisexplosion erwarten lässt, wie so viele natürlich hoffen.


    Sollte Gold tatsächlich irgendwann auf 3000$ oder Silber auf 50$ gehen und auf diesem Niveau verharren
    (also keine kurzfristige spekulative Uebertreibung), dann nur, weil alle anderen Güter ebenso teurer
    wurden (Inflation) oder Gold/Silber im Boden tatsächlich so kanpp wurden, dass die Förderkosten so
    gestiegen sind.



    Nur diese beiden Faktoren führen zu dauerhaften Preissteigerungen; die zu erwartenden Vermögensumschichtungen
    (in EM) alleine werden nur zu kurzfristigen Preisspitzen führen, die dann aber wieder korrigieren werden,
    wenn diese spekulative Nachfrage wieder abkühlt.


    Was hat es aber dann mit der Gold/Silber-Manipulation auf sich
    (die von T. Butler / gata so überzeugend nachgewiesen wurden) ?
    Dazu vielleicht ein anderes Mal mehr, nur soviel:
    Wenn diese lästigen Manipulation endlich aufhören sollte,
    glaube ich aufgrund des oben gesagten dennoch nicht, dass deshalb
    der Preis explodieren würde.
    Warum - for christ sake - sollte er ?


    Wer zahlt schon langfristig 50$ für die Silber Oz, wenn sie für durchschnittl. 16$ aus dem Boden geholt werden kann ?


    Uff, das war wieder ein längerer Beitrag; ich hoffe, Euch nicht allzu sehr erschöpft zu haben.


    Grüsse PT

    Hallo zusammen,


    bin ein neues Mitglied im forum,
    lese aber schon einige Zeit mit und habe mich auch schon
    länger mit Gold/Silber beschäftigt.


    Also, zum Gold/Silber - Verhältnis möchte ich auch mal "meinen
    Senf" dazugeben:


    Ich halte die betrachtung dieser ratios für reinen Zahlen-Fetischismus.
    (das verhältnis lag ja viele Jahrhunderte (bis ca. 1850) bei 14 - 20,
    danach stieg es mit grossen Schwankungen sogar über 100, heute ist's wieder ca. 60)


    Bei einem ausgeglichenen Markt (Angebot = Nachfrage) und ohne Erpressungsmöglichkeit
    (Monopol) einer Seite bestimmt sich der Wert der Metalle ja ausschliesslich
    durch den durchschnittlichen Aufwand, der für ihre Gewinnung (plus Transport) erbracht werden
    muss.
    Und der kann sich über die Jahrhunderte natürlich ändern, abghängig von neuen
    Schürftechniken und Auffindung neuer Reserven (=> verringerung des Aufwandes)
    bzw. verknappung der reserven (=> Erhöhung des Aufwandes).


    Solange der EM-Markt nicht komplett unter US-Kontrolle steht, sondern noch
    etwas Markt-Konkurrenz herrscht, wird sich das Preisverhältniis sicher am Aufwand für die
    Gewinnung der beiden EM' einpendeln, bestimmt nicht an einem "mystischen" Zahlenverhältnis
    aus der Vergangenheit.


    Grüsse


    PT