Für mich stellt der ganze Vorgang eine Zäsur dar, die zur absoluten Unzeit kommt und viele potenzielle Investoren vom Goldminenmarkt abhalten wird.
Der Branche haftet aufgrund der extremen Volatilität, vieler Umwelt- und Bilanzskandale und teils katastrophaler Arbeitsbedingungen ohnehin ein sehr schlechter Ruf an. Jetzt kommt noch eine neue Komponente hinzu: maximale Verachtung und Abzocken von Aktionären, die ihr Kapital den Minen noch anvertrauen.
Man darf sich sicher sein, dass der Vorgang sehr genau beobachtet worden ist. Kerngedanke des Investierens ist nunmal, für das eingegangene Risiko (und das ist erwiesenermaßen extrem in dem Sektor) entsprechend entlohnt zu werden. Jetzt werden zwei der besten Minen Kanadas für lau an einen schlechter aufgestellten (!) Konkurrenten weitergereicht.
Und als ob das noch nicht reicht, werden die Investoren auch noch mit dem Gerede von "1% Premium" verhöhnt.
Angenommen, ein Investor interessiert sich für ein bedeutendes Investment im Goldbereich. Dann fragt er natürlich auch nach, wie denn so die Übernahme- und Mergergewohnheiten in der Branche sind - herzliches Beileid, wenn dann dieses Beispiel als die größte Übernahme der letzten Jahre präsentiert wird. Man muss doch von außen betrachtet völlig bescheuert sein, sich den Stress anzutun, obwohl man im Fall der Fälle wie der letzte Vollidiot behandelt wird.
Was wird wohl die naheliegendere Entscheidung vieler sein? Bullion, phsyische ETFs und andere Instrumente oder Minen?
Wir sollten diese Nummer nicht auf die leichte Schulter nehmen und so tun, als habe dies keine Folgen für den gesamten Sektor. Dazu ist er nämlich viel zu klein.